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Vertrauen, sowie Dominanztraining

Diskutiere Vertrauen, sowie Dominanztraining im Pferde Allgemein Forum; Einen herzlichen Gruss an euch!!! Soooo, also dann fange ich mal an. Weiss garnicht wo ich anfangen soll, ein Thema was sich sehr ausbreitet....

  1. lacrima20

    lacrima20 Guest

    Einen herzlichen Gruss an euch!!!

    Soooo, also dann fange ich mal an.
    Weiss garnicht wo ich anfangen soll, ein Thema was sich sehr ausbreitet.

    Es geht um eine Stute, sie ist eine Pinto-Mix-Stute, ein Riessenbaby und ein sehr kräftiger, robuster Körperbau.
    Sie ist nun 8 Jahre alt, sehr agil und hat einen absoluten Dickkopf.
    Es ist das Pferd des Mannes von der Reitlehrerin,
    viel wird leider nicht mit ihr gemacht, trotzdem wird Hafer gefüttert ;-(
    Ich möchte nun für Sie eine RB machen.
    Mich eben sehr intensiv um sie kümmern.
    Ich habe angefangen damit, eben nur Sie zu putzen, ständiger Körperkontakt
    hat sie auch gut zugelassen. Sie war schon angetan, sie hat es sichtlich genossen, obwohl man sagt sie sei sehr zickig beim putzen sehr unruhig,
    doch das zureden und die ständige Aufmerksamkeit tat ihr scheinbar gut.

    Nun möchte ich mit ihr anfangen mit Bodenarbeit,
    Auf Grund dessen, dass wenn man sie reiten möchte
    und sie sofort losrennt möchte ich erstmal mit ihr die Rangordnung klären,
    eben mit Bodenarbeitsübungen.
    Könntet ihr mir Tipps oder Übungen vorschlagen?
    Wenn ich danach die absolute Aufmerksamkeit habe,
    die man ja zum einen durch die Rangordnung bekommt,
    sowie durch ständiges Kopfarbeiten und Abwechslung, möchte ich
    freie Arbeit im Spiel machen also ohne Führleine.

    Könntet ihr mir dazu vielleicht Ein paar Übungen vorschlagen?

    Jupp, erst danach werde ich mich auf sie draufsetzen,
    ich habe mir zwar ein schweres Kaliber ausgewählt, aber ich denke sie passt zu mir,
    nur eben das diese Kommunikation vollständig hergestellt werden muss.

    Denn zur Zeit obwohl ich für diesen Reiterhof schwärmte muss ich sagen das ich leicht entäuscht bin.
    Es kann nämlich nicht sein das ein kleines Kind von 9 Jahren, alleine mit einem Riessenpferd umgehen soll.
    In der Box putzen, zb, da es regnete.
    Das Mädel kam weinend zu mir und fragte ob ich ihr helfen könnte, da Tequila
    ( das ist das besagte Pferd ) so komisch wäre.

    Als ich in die Box ging, bin ich fast erschrocken,
    eine total unsichere, drohende Stute schaut mich energisch an und schmeisst den Kopf hin und her,
    naja ich dann natürlich sie erstmal beruhigt und eben festgehalten.
    Sobald das kleine Mädel näher kam,
    wurde sie wieder unruhig und sch nappte nach ihr,
    für das Kind was alleine in der Box hätte mit Tequila auskommen sollen
    Lebensgefährlich meiner Meinung nach.
    Naja sie hat dann halt geputzt, und ich habse dann fertig gemacht.

    Lol, dann habe ich sie in die Halle geführt, die Reitlehrerin freudestrahlend
    gedankt, das Pferd der kleinen überreicht
    ich rausgelaufen und in dem Moment schiesst sie über den ganzen Platz,
    Hakenschlagend^^
    Naja vielleicht könnt ihr mir mal Tipps geben
    was den Umgang betrifft.

    ich danke euch im vorraus
     
  2. lacrima20

    lacrima20 Guest

    Mh,....
    kann mir keiner Tips geben?
    :(
     
  3. anna

    anna Inserent

    ich kann das buch bodenarbeit mit pferden,mal etwas anders.nur epfehlen!von blv. darin geht es hauptsächlich um das klären dr rangordnung und darum, dass jedes pferd eine individualitätszone hat..d.h. du als leitpferd musst deine zone verteidigen.wenn du das pferd führst, dann muss es einen "sicherheitsabstand" zu dir wahren. es darf niemals weiter vor als bis zu deiner schulter.wenn das pferd das azeptiert sthst du auf jeden fall hoch in der rangordnung.
     
  4. MyPonyPrincess

    MyPonyPrincess Inserent

    Okay... Das wird schwierig...!
    du musst dich bei dem Pferd durchsetzten z.b: Du willst deiner RB die Hufe kratzen aber sie will nicht und stampft mit dem Huf auf wenn du ihn in die Hand nimmst. Manche Leute sagen dann: Oki dann Kratze ich die Hufe nicht aus!
    Aber damit hat das Pferd gewonnen und dann kann das Pferd machen was es will du musst also die Hufe trotzdem hoch heben und dann musst du auch schon mal was strenger sein.
    Verstehst du?
    Okay weiter...
    Bei der Bodenarbeit willst du (z.b) dass das Pferd über Stangen geht aber das Pferd hat Angst, will nicht darüber gehen... o.ä dann musst du das Pferd darum führen und das Pferd sozusagen "Beschützen" und ihm die Angst nehmen und ihr gut zusprechen dann vertraut dir das Pferd und ordnet sich unter.
    Eine andere gute Methode ist das sogenannte "Freestylen"
    Das Pferd läuft frei in einem "Roundpen" ( ein 4x4 großes stück halle o.ä)
    Du hast ein ca 2-3 meter langes Seil in der Hand und treibst das Pferd an im Schritt einfach nur etwas hoch halten wenn du antraben willst musst du das Seil in beide Hände nehmen und die Hände abwechselnd hoch und runter nehmen in dem Tempo in dem das Pferd traben soll. Wenn du angallopieren willst, dann musst du das Seil in beide hände nehmen und es in richtung des Pferdes werfen (min. einen Meter hinter dem Pferd nicht näher und nicht berühren!!!!!!!!!) Wenn das pferd den Kopf runter nimmt und anfängt zu kauen (also auf der Luft :D) dann noch kurz laufen lassen dann anhalten lassen (das Seil nach oben vor das pferd halten) Dann zum Pferd gehen loben (aber nicht mit Leckerli sondern Streicheln) und dann durch die Bahn gehen.
    Normalerweise geht das Pferd hinter dir her nach ein paar runden mit Leckerlis belohnen. Manchmal dauert es ein paar mal mit dem Freestylen bis das Pferd den Kopf runter nimmt und anfängt zu kauen also: Nicht verzagen und immer weiter üben und auch schonmal seiten wechseln (das macht man genauso wie das anhalten)
    Und mehr ideen habe ich jetzt auf anhieb auch nicht aber ich habe ein paar Monty Roberts Bücher da steht einiges da drüber drin. Eins von den Büchern heiß:Monty Roberts - Die Sprache der Pferde (das kannst du bei Weltbild oder Amazon bestellen und ist auch nicht so teuer!)

    Alles liebe und viel glück

    Alina
     
  5. Merle007

    Merle007 Inserent

    Hallo, ich hab selber eine ziemlich dominante Stute und ich hab von einer Westernreiterin diese Übungen gesagt bekommen, die uns ganz gut geholfen haben:

    1. Führen
    Wenn du führst zuerst musst du darauf achten das sie ihre Nase immer an oder hinter deiner Schulter hat wenn du sie führst. Damit hast du dann die Chefposition inne. Die Schulter ist bei den Pferden ein ganz wichitger Punkt in der Rangordnung. Drängelt sie sich vor dich, gibts mir der Gerte einen leichten Klapps vor die Brust

    2. Anhalten
    Du läufst los und sagst dabei "komm" oder irgendwas anderes, dann bleibst du stehen und sagt dabei "halt" oder eben euer Kommando dafür. Dabei muss ihr Kopf wieder an oder hinter deiner Schulter sein. Korrigier das immer wieder. Notfalls mit einem deutlichen Klaps vor die Brust. Immer wenn sie das gewünschte macht lobst du sie dafür mit der Stimme. Zum Beispiel ein "Feeeeiiiiiin" in der oberen Stimmlage.

    3. Tempowechsel
    Du läufst neben ihr her und wechselst das Tempo. D.h. du läufst erst ganz langsam und das Pferd muss auch langsamer werden und sagst dabei das Kommando (für meine Stute "easy", wieder auf die Nase auf Schulterhöhe achten. Wenn sie da nicht reagiert, gibts mal einen Ruck am Halfter. Dann erhöhst du dein Tempo wieder auf normales Schritt-Tempo. Dann läufst du schneller, und gibst ein Kommand dazu (bei meiner Stute "go on". Läuft sie da nicht schneller gibts du ihr eine Klaps mit der Gerte oder dem Strick. Und das loben auf keinen Fall vergessen. Immer wieder die Tempos wechseln da mit setzt du dich auch durch.

    4. Weichen
    Du stellst dich auf schulterhöhe des Pferdes, achtes darauf das es dir seine Aufmerksamkeit schenkt und guckst intensiv auf seine Hinterhand und gehst evtl. einen Schritt drauf zu. Sie müsste dann mit der Hinterhand weg treten. Tut sie das nicht gibts auf die Hinterhand eine Klaps mit Gerte oder Strick, bis sie sie weg dreht.

    5. Rückärtsrichten
    Dabei stellts du dich vors Pferd und sagst "zurück" und gehst auf sie zu. Wenn sie dir nich ausweicht einen Klapps vor die Brust. Wenn sie zurück geht sofort loben. Wenn diese Übung und das Kommando sitzen, kannst du dich auch neben das Pferd stellen und rückwärts gehen, wenn es dich akzeptiert, geht es auch rückwärts.

    Wichtig ist bei allen Übungen das du dem Pferd nicht direkt in die Augen guckst. Das signalsiert einem Pferd immer Angriff. Aber hab dein Pferd immer im Blick.

    Total super ist dann, wenns nach langem Üben nur noch über deine Körpersprache funktioniert.
    Hab mit meiner Stute ein ganzes Jahr gebraucht bis ich sie soweit hatte. Aber Mittlerweile machen wir das freilaufend in der Halle. Ohne Halfter und es geht auch nur über Körpersprache.

    Auch ich kann dir das Buch: bodenarbeit mit pferden,mal etwas anders nur empfehlen. Grad wenn du dir selbst noch unsicher bist, welche Übungen du machen sollst. Auch ist viel über die Klärung der Rangordnung drin steht.
     
  6. Elbenkriegerin

    Elbenkriegerin Neues Mitglied

    @Merle007
    Vielen vielen Dank für deine super Beitrag:notworthy: Das sind echt gute Tipps und wunderbar einfach und hilfreich erklärt!!!
    Meine RB ist ein 1,30 Pony und hat es faustdick hinter den Ohren! Aber ich hab ihn jetzt schon fast 9 Monate als RB und es läuft ganz gut aber er ist doch sehr respektlos! Beim 2. Mal als ich ihn im Round Pen freilongiert habe, ist er nur gerannt und ich hatte auch etwas angst das er mich gleich umrennt. Zum Glück war die Besi bei, sie hat ihn dann einigermaßen beruhig bekommen. Seitdem war ich nicht mehr im Round Pen sondern mach meistens kleinere Übungen am Stall.

    Aber soo wirklich wusste ich nie genau was ich alles machen soll. Ich muss zugeben ich bin auch eher von der ängstlichen/unsicheren Sorte. Bin nicht so der Freund von Bücher, finde das immer schlecht und unverständlich erklärt.
    Aber wer mir mal das Buch ansehen was du empfohlen hast.

    lg
     
  7. Wanderreiter

    Wanderreiter Inserent

    Dein Pony merkt, wenn du zurückhaltend und ängstlich bist. Deine Körperhaltung signalisiert dies, also mußt du an deiner Körperhaltung arbeiten.
    Sehr deutlich wird dies beim Arbeiten im RoundPen und beim Longieren. Hier ist es wichtig, seinen Körper exakt einzusetzen.
    Du solltest dir doch Bücher zu diesen Themen ausleihen oder anschaffen, denn man kann schon einige Dinge daraus lernen.

    Bodenarbeit macht Sinn, wenn du weißt, was du tust! Wenn du es nicht weißt, wie soll es dein Pony wissen? Du bist als Pferdeführer der Chef, also mußt du dem Pferd diese Sicherheit vermitteln. Also lese dich ein!
    Als Grundlage dient das Führtraining mit Tempo- und Richtungswechsel, das ist von Merle schon gut beschrieben worden.
    Ansonsten heißt es: üben, üben, üben!
    Viel Erfolg
     
  8. Merle007

    Merle007 Inserent

    Wie Wanderreiter schon gesagt hat. Es ist wahnsinnig wichtig, das ich mit meiner Körpersprache ausdrücke, dass ich der Chef bin. Sobald du Angst hast, merkt das Pferd/Pony dies und nimmt dich nicht mehr ernst. Denn wie sollst denn du der Chef sein, wenn du vor etwas Angst hast?
    Trete Selbstbewusst auf, dass ist das wichtigste
     
  9. blackbeauty

    blackbeauty Sieger Fotowettbewerb September 09

    Vorsicht beim Loben mit dem Wort "Fein". Das klingt viel zu sehr nach "nein", was man ja gerne benutzt, wenn das Pferd was falsch gemacht hat. Nutzt lieber "brav" oder "gut".
    Ich hatte das mit Royal. Ich habe immer laut und energisch "nein" gesagt, wenn was falsch war, und in höherer Stimmlage "Feeeeiiiiiin", wenn er was richtig gamcht hat. Irgendwie hat er aber nie begriffen, was ich wollte - zumindest nicht so richtig. Dann habe ich angefangen statt "Feeeeiiiiiin", das Wort "braaaav" zu benutzen. Seitdem ist alles viel einfacher :1:

    Genauso hier - das Kommando "zurück" klingt ähnlich wie "scheeritt". Auch da ist ein Kommando wie "rückwärts" geeigneter.
    Man darf nie vergessen, dass Pferde die Worte ansich nicht verstehen. Sie registrieren den Klang, den der Ausbilder von sich gibt, und versuchen darauf zu reagieren.

    Die Übungen an sich sind aber total sinnvoll und hilfreich!
     
  10. Merle007

    Merle007 Inserent

    @blackbeauty:
    Ich hab mit diesen Kommandos bei meiner Stute und anderen Pferden nie Probleme gehabt.
    Ein "Nein" wird bei mir energisch, kurz und eher in der Tiefentonlage ausgesprochen. Während ein ein "Feiiiiiiiiin" Bei mir langgezogen und in der oberen Stimmlage liebt.
    Das kann ein Pferd sehr wohl unterscheiden!

    Auch wenn ich "zuuuuuurück" sage, klingt das anders als "Scheeerit". Weil bei mir zurück eine andere Tonlage als Scheritt hat.

    Aber gut das hatte ich viell. noch schreiben sollen, dass die Kommandos unterschiedlich betont werden sollen.
     
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