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Vertrauen zurückgewinnen

Diskutiere Vertrauen zurückgewinnen im Pferde Allgemein Forum; Liebe Pferdefreunde, ich habe seit einiger Zeit ein Pferd zur Reitbeteiligung mit dem es eigentlich ganz gut läuft. Er war länger nicht richtig...

  1. Layla351

    Layla351 Neues Mitglied

    Liebe Pferdefreunde,

    ich habe seit einiger Zeit ein Pferd zur Reitbeteiligung mit dem es eigentlich ganz gut läuft.
    Er war länger nicht richtig ausgelastet und hat einen eigenwilligen Charakter.
    Anfangs hat er manchmal gebuckelt, ist im Gelände los gallopiert und auch mal auf der Weide vor mir abgehauen.
    Das haben wir aber alles gut in den Griff bekommen und unser Training entwickelte sich gut.
    Ich war mit ihm eigentlich fast ausschließlich auf dem Platz, da ich erstmal unser gegenseitiges Vertrauen stärken wollte. Ich muss dazu sagen ich bin Wiedereinsteigerin und auch nicht die professionelleste Reiterin. Aber wir nehmen Unterricht und entwickelten uns gut.
    Weil alles so super geklappt hat, bin ich mit ihm alleine ins Gelände. Erstmal nur Schritt und Trab. Er war etwas guckig, aber hat alles super mitgemacht. Dann haben wir uns verirrt und sind an einer Schnellstraße gelandet wo er sichtlich gestresst war (Autos kennt er eigentlich), ich wollte dann über einen anderen Hof wieder in den Wald. Das war ihm dann zu viel. Er blieb immer wieder stehen und hatte Angst. Ich habe ihn beruhigt und wir sind Schritt für Schritt vorwärts, was gut geklappt hat. Wieder in bekannten Gebieten angekommen wollte ich am Stall vorbei noch kurz zum Platz um ihn noch ein paar Runden zu reiten. Auf dem Weg dorthin bockte er ein paar Mal, das tut er manchmal, ging aber dann vorwärts. Plötzlich breiten Menschen auf dem benachbarten Feld ein großes Zelt aus. Er war erschrocken, schaute in die Richtung, schnaubte, wiecherte uns ging Rückwärts. Er wurde so unruhig, dass ich abstieg und ihn beruhigen und führen wollte. Er trabte allerdings in Stallrichtung los, hielt irgendwann am Feld mit anderen Pferden an, auch diese brachten ihn zur Unruhe. Ich fing ihn ein und wir gingen zum Stall in die Richtung Rückwärts wo ich eigentlich nicht hin wollte. Er war noch sehr unruhig und angespannt. Ich hab eingesehen, dass es wohl zu viel Stress auf einmal für ihn war und bereute nicjt gleich zum Stall gegangen zu sein. Einen Tag später bin ich dann zur Weide und er ging von mir weg und ließ sich nicht einfangen. Ich bin mit Leckerlies hin und gab sie erst allen anderen Pferden, da kam er und ich gab ihm auch welche. Halfter ließ er sich dennoch nicht anlegen. Wieder zurück zum Stall, sagte mir jmd ich solle den anderen welche geben, ihn aber ignorieren und weg schicken, sollte er kommen. Das tat ich, was ihm gar nicht gefiel. Mein Gefühl ist, dass ich da jetzt ziemlich viel durcheinander gebracht hab. Hatte er gestern wirklich nur Angst vor dem Zelt oder hat er mich ausgetrickst? Er hat schon öfter versucht seinen Willen durchzusetzen, bisher bin ich aber immer konsequent geblieben. Nur gestern bekam ich es etwas mit der Angst und der Unsicherheit zu tun. Das wird er ja sicher gemerkt haben. Vielleicht hat er die Situation ausgenutzt. Lässt er sich nun nicht von der Weide holen, weil ich ihn in eine Situation gebracht, habe in der er Angst hat und unser Vertrauensverhältnis angeknackst ist oder weiß er nun, dass ich nachgebe, wenn er seinen Willen durchsetzt und geht deshalb weg von mir. Wie sollte ich jetzt weiter verfahren?

    Ich bin für jede Hilfe dankbar!
     
  2. AnneB

    AnneB Bekanntes Mitglied

    in deinem profil steht das du 26 bist. was hast du bisher mit pferden gemacht? wie viele jahre erfahrung hast du? ist das deine erste reitbeteiligung?
    was ist das für ein pferd? wie alt und wie ausgebildet? wie wird er denn sonst geritten und gearbeitet?
     
  3. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    ganz oft begegnen mit einige reiter, die "so was" machen. die reiten aus und gehen danach auf den platz.
    das mache ich nie und ich finde es immer falsch. egal mit welchem pferd.
    weil die konzentration einfach weg ist und die einheit bereits einen spannungsbogen hatte,der beendet wurde.
    wenn du jetzt direkt zum platz geritten wärst, ohne vorher auszureiten,dann wäre - wenn ich registrieren würde, was da leute mit eine zelt machen - ich wie zufällig zu einer anderen seite weg und hätte meinen plan geändert.

    zum dickgedruckten: ich würde als stallbetreiber nen rappel kriigen, wenn da jemand auf der weide füttert.
    und zum 2. dickgedruckten: welch dummkopf, der dir da den rat gab. offensichtlich jemand neumalkluges.

    nein, dein pferd hat dich nicht ausgetrickst. du hast 3x hintereinander fehler begangen, in kurzer zeit. er versteht dich nicht mehr.
    bemüh dich in nächster zeit gut zu arbeiten und nicht mehr so was dusseliges zu machen wie zuletzt.

    dannn verzeiht er dir auch hofffenlich-.
     
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  4. Layla351

    Layla351 Neues Mitglied

    Danke für deine Antwort Anne.
    Er ist meine erste Beteiligung. 17 Jahre alter Wallach. Erfahrung habe ich eigentlich schon seit meinem 10 Lebensjahr ungefähr. Allerdigs nicht regelmäßig und auch eher Freizeitmäßig. Als junges Mädchen hatte ich viel Gruppenunterricht. Dann aber mehrere Jahre Pause. Die Besitzerin reitet ihn momentan nicht, die zweite Beteiligung wohl auch eher im Schritt und Trab, weil er eben nicht so einfach ist. Die Besitzerin hat ihn ca. 3 Jahre. Davor, sagte mir die Reitlehrerin, soll er wohl gut ausgebildet und auch gut geritten worden sein. Aber wie gesagt.. Er wurde seit über einem Jahr kaum gefordert. Deswegen hat mich unsere Entwicklung bisher auch unglaublich gefreut. Ich reite ihn übrigens seit ca. 6 Monaten. Ich hab wohl in den letzten Tagen viel durcheinander gebracht. Hast du einen Rat wie er mir wieder traut und sich wenigstens einfangen lässt. So könnten wir wenigstens auf den Platz und etwas Boden Arbeit machen. Ich habe auch gelesen, dass es vielleicht gut ist ihn einfach nur mit zum Stall zu nehmen, zu streicheln, zu füttern um ihm zu zeigen, dass er nicht wieder in so eine Situation gebracht wird. Was denkst du?
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 11. Aug. 2018
     
  5. PinkPony

    PinkPony Ich bin nix für schwache Nerven

    Wie gehst du denn zu ihm? Erwartest du schon böses?
    Ich kenne das Pferd ja nicht aber von dem was du schreibst klingt es so als wäre es möglich dass es so ein "Sensibelchen" ist - ich kenne z.B. einen der sich nicht einfangen bzw halftern lässt wenn man zu gestresst oder angespannt ist.
    Vielleicht liegt es nicht nur daran, aber vielleicht schadet es nicht wenn du bisschen durchatmest, dir Zeit lässt und vielleicht gar nicht so mit dem Druck rangehst das muss jetzt klappen.

    Und Bodenarbeit ist zwar ne gute Sachen aber nicht unbedingt das absolute Wunderheilmittel gegen alles, und Bodenarbeit in dem Sinne fängt ja an wenn du auf die Kippen gehst. Also würde ich mich gar nicht so darauf versteifen ihn "mit allen Mitteln" von der Kippen zu holen um das Problem auf dem Platz lösen zu können sondern einfach mal hin, bisschen auf der Koppel tüddeln, wenn Halftern und so geht bisschen putzen wenn er das mag oder grasen oder spazieren oder was auch immer euch gut tut und entspannt.
     
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  6. Lorelai

    Lorelai Chaos-Trulla

    Ich tät jetzt vermutlich wieder nen schritt zurück gehen und mit dem weitermachen, was ihr bisher so gemacht habt.
    Wenn du ausreiten gehen willst, vllt mit nem ruhigen begleit-Pferd zusammen?
    Ansonsten tät ich wohl die nächsten male wieder auf den platz gehen, wenn das vorher gut funktioniert hat. Evtl da auch jetzt mal was nettes machen, nicht zu viel fordern.
    Ich glaub aber nicht, dass ein halbes jahr "gute Zusammenarbeit" durch einmal son bissl Probleme gleich zunichte gemacht ist.
    Tät ich jetzt gar net son drama draus machen, ist passiert, blöd gelaufen, nächstes mal eben wieder "normal".
     
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  7. AnneB

    AnneB Bekanntes Mitglied

    das sehr ich auch so. wenn du dich wieder normal verhältst hat er es einfacher dich wieder einzuordnen. zum einfangen gibt es immer die möglichkeit ohne halfter mit nen leckerli in der tasche einfach in die gruppe zu gehen und viel zeit mitzunehmen. wenn er kommt gib ihm das lecker und kraul ihn kurz. das nächste mal wird er sich dann sicher wieder aufhalftern lassen.
    den rest wurde ich nicht zerdenken und erstmal wieder das machen was sicher sitzt.
     
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  8. Wanderreiter

    Wanderreiter Inserent

    Ulrike hat es ganz gut erklärt. Dein Pferd hat während des Ausrittes mehrere Situationen mit dir erlebt, in denen du nicht souverän warst, sondern unsicher und vielleicht auch ängstlich. Nun ist das erarbeitet Vertrauen erst einmal erschüttert.
    Du kannst nur wieder einen Schritt zurückgehen und mit dem Perde arbeiten.
    Sei verläßlich, ruhig und ausgeglichen, dann wird es wieder Vertrauen finden.
    In ein paar Tagen wird es sich auch wieder aufhalftern lassen.
    Einfach dran bleiben!
     
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  9. Belle

    Belle Bekanntes Mitglied

    Wanderreiter hat es gut zusammengefasst.

    Für eure zukünftigen Ausritte würde ich erstmal Minirunden wählen, um das Risiko für "Schreckmomente" so gering wie möglich zu halten.
    Minirunden reiten, wenn alles entspannt war, absatteln und die Arbeitseinheit mit einem guten Gefühl für Reiter und Pferd beenden.
    Später den Ausritt immer ein bisschen verlängern ...
    Ich habe es am Anfang immer so gemacht, dass ich den Ausritt in Führ- und Reiteinheiten geteilt habe wenn wir alleine unterwegs waren.
    Irgendwann wurden die Reiteinheiten immer länger, nur wenn etwas besonders "gruselig" für Frau Pony war haben wir es uns zusammen vom Boden aus angeschaut.
    Hab Geduld, das wird schon:astrein:
     
  10. aquarell

    aquarell Inserent

    Das Pferd ist 17j alt, der hat schon einiges gesehen in seinem Leben. Man sollte die Sache nicht überbewerten.

    Mein Wallach ist 11j, der hinterfragt fremde Reiter immer und macht ggf sein eigens Ding. Und er schafft es ganz schnell, dem Reiter zu vermitteln, daß er Unsicher ist, wenn er zu irgendwas keine Lust hat.
     
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