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Verunsicherung durch Doku

Diskutiere Verunsicherung durch Doku im Allgemein Forum; Liebes Forum, ich würde mich freuen auf folgendes Thema viele Meinungen von euch zu hören. Ich bin bei Youtibe über folgende Dokumentation...

  1. Lady B

    Lady B Neues Mitglied

    Liebes Forum,
    ich würde mich freuen auf folgendes Thema viele Meinungen von euch zu hören.

    Ich bin bei Youtibe über folgende Dokumentation gestolpert:

    The Path of the Horse - Full Length documentary - YouTube

    kurz und knapp:das Reiten wird in Frage gestellt.
    unter anderem wird auf die BEziehung von Reiter und Pferd eingegangen sowie Forschungen die belegen, welche starken Kräfte über das Gebiss auf das Pferdemaul einwirken,wie sensibel dieses innerviert ist, wie schlecht es für die MUskulatur des PFerdes ist wenn ein Reiter auf ihm sitzt.... etc.

    Ich muss sagen, dass ich dadurch sehr verunsichert werde. Es geht mir nicht darum auf verschiedene Reitweisen einzugehen, welche Pferdefreundlicher ist oder nicht, sondern darum ob es eigentlich vertretbar ist weiterhin zum Reiten zu gehen.
    Ich muss dazu sagen, dass sich dies bei mir zur Zeit nur auf Unterricht auf Schulpferden beschränkt, weshalb ich ein richtig schlechtes Gewissen habe.
    Bin mir sicher, dass bei einem eigenen Pferd oder Reitbeteiligungen mehr Abwechslung für das Pferd geboten ist und die BEziehung zwischen Reiter und Pferd auch eine ganz andere ist. ICh merke selbst den großen UNterschied zu meiner vorherigen RB und nun zum Schulpferd.
    Nun überlege ich ernsthaft mit dem Reiten aufzuhören :-(

    lg
     
  2. Lady B

    Lady B Neues Mitglied

  3. Piennie

    Piennie Inserent

    Es sollte jeder bemüht sein ordentlich und fair mit jedem Pferd umzugehen. Das es unschöne Szenen im Reitsport gibt ist weithin bekannt, nur leider werden dabei die schönen Bilder die es auch gibt getrübt. Viele ferde arbeiten gern, auch wenn sie es nicht sagen können, merkt man doch an ihrem Verhalten das ihnen die Arbeit auch Spaß macht. Daher würde ich Reiten allgemein nicht verteufeln.
    Gerade als Schulpferdreiter mit Verstand hat man gute Möglichkeiten etwas für Faireren Sport zu tun, indem man auf Missstände aufmerksam macht, Reitställe inden Pferde grob behandelt oder Tagelang eingesperrt werden meidet und lieber für guten Unterricht und artgerechte Haltung etwas mehr bezahlt. Nur so ist es möglich Reitstallbesitzer zum Umdenken zu bringen.
     
  4. isi love

    isi love Inserent

    Hallo Lady,
    danke für die Version mit den deutschen Untertiteln, ich fand die Doku unglaublich interessant und wirklich sehenswert! Danke! Was mich echt schockiert hat, ist die kurze Zeit, in der das Reiten für das Pferd noch angenehm ist...:elvis: Ich finde es wunderbar, dass du das Video hier ins Forum gestellt hast! Ich denke jeder, der sich ernsthaft für das eines Pferd interessiert, sollte sich nicht nur das Video anschauen, sondern danach nachdenken...
    Was mich noch stark interessieren würde, ist, wie lange das Reiten im Leichten Sitz für das Pferd angenehm ist, oder ob es da überhaupt Veränderungen gibt..
    Nochmal vielen vielen Danke für diesen Film..ich bin echt schockiert.
    LG
     
     
  5. Halloauchhier

    Halloauchhier Gesperrt

    Schluck...
    :grey:

    kannte den Film noch nicht.

    Er ist so wahr! Durch und durch!

    In jedem Verein, auf jedem Turnier, in jedem Reitstall, Privatstall sieht man diese schlimmen Bilder.
    Viel mehr als die Guten Beispiele!!
    Harmonie??? Sehe ich selten, ehrlich.
    Das fängt schon mit einer Einzelhafthaltung an.
    Gefolgt von verzurrtem Zaumzeug, permantem stumpfen Training im Viereck...

    wer geht denn heute noch mit seinem Pferd ne´ Stunde und länger im Gelände spazieren?
    Oder macht lieber Bodenarbeit statt täglich stupide Dressurarbeit zu knechten, zu ackern ?

    Die Meisten sind doch Karriere - geil, Schleifen - geil und von Ergeiz zerfressen.

    Das habe ich in meinen 46 Jahren noch nie verstanden.

    Warum darf Pferd nicht einfach mal Pferd sein und nicht Mittel zum Zweck?
     
  6. Lady B

    Lady B Neues Mitglied

    Sehe das genauso!
    Ich bin zur Zeit sehr am zweifeln, natürlich ist man ehrgeizig und will etwas erreichen,aber meiner Meinung nach durch falsche Methoden.
    bin schon früher geritten und habe damals aufgehört( Fuß gebrochen,anschließend schloss das Gestüt) dachte bis heute, dass ich nicht mehr angefangen hab weil es keine Möglichkeit mehr in der Nähe gab. Aber je öfter ich jetzt in den Reitunterricht gehe, desto mehr bin ich der ÜBerzeugung, dass es daran lag weil mir die Methoden dir dort angewendet werden missfallen.
    Jetzt heisst es für mich entweder mitmachen oder gar keine Pferde.
    HAb bisher leider keinen Stall gefunden, an dem es den Pferden gegenüber gerecht zugeht:-(
     
  7. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    Hi,
    wenn du bei deiner Reitschule ein schlechtes Gefühl hast, gehe besser nicht mehr hin. Du sollst ja Spass haben und etwas lernen, was für DICH sinnvoll erscheint. Wenn das Konzept völlig anders ist, nutzt es dir ja nichts.
    Reiten zu lernen, koste es was es wolle ( also mit fragwürdigen Methoden, schlecht gehaltenen Pferden), sollten viel mehr Menschen ablehnen. Aber leider machen sich die wenigsten Anfänger Gedanken darüber und so rentieren sich diese Systeme weiterhin.
    In meiner Umgebung gibt es einen Reitbetrieb, den ich jedem empfehlen würde, weil dort wirklich horsemanship gelehrt wird und den Kindern Respekt vor dem pferd beigebracht wird. Die schulpferde werden optimal gehalten und Reitstunden gibt es auch nur an 2 Tagen in der Woche und da ist noch nicht mal jedes Schulpferd unbedingt dran.
    Ansonsten sind die Betriebe mit schulpferden oft wirklich nur aufs reiten orientiert und die Pferde funktionieren halt. Als schulpferdereiter kann man auch leider nicht wirklich eine intensive Beziehung zum Pferd aufbauen, dass muss dir schon klar sein.
    Deswegen hab ich mir, entgegen jeder Vernunft, auch wieder ein eigenes Pferd angeschafft. Bei Unsinn Umkreis gibt es sehr gute Trainer, die horsemanship vermitteln und bei den berühmten horsemanship in den USA waren. Gelegentlich kommen diese auch zu Kursen in die nähere Umgebung. Nur ohne eigenes Pferd eröffnet sich einem diese Welt und diese Aspekte der Pferd- Mensch Beziehung gar nicht. Das ist sehr schade, aber man kann natürlich nicht sofort sich ein eigenes Pferd anschaffen.
    An deiner stelle wuerde ich das aber evtl. Schon Näher in Betracht ziehen.
    leider kenne ich auch viele Pferdebesitzer, die nur schnell reiten wollen und dann wieder weg, die kennen ihre Pferde gar nicht und wundern sich dann darüber wie anders ihre Pferde mit dem stallpersonal können. Für diese Menschen sind solche massen-Reitschulen leider Ideal... Also es gibt da schon eine Nachfrage dafür, wie man sieht.

    Lg
     
  8. Wanderreiter

    Wanderreiter Inserent

    Mit dem Reiten aufzuhören wäre der falsche Weg! Aber über das Reiten und die Pferdehaltung nachzudenken!!!
    Pferde sind wie Rinder, Schafe, Schweine etc. Nutztiere. Der Mensch hat sie nur deswegen noch nicht ausgerottet, weil sie uns nützlich sind. Jeder Mensch sollte aber daran denken, daß Haus-und Nutztiere von uns abhängig sind und deshalb bestmöglich zu halten und zu behandeln sind.
    Der erste Schritt beim Pferd ist der faire, korrekte Umgang, eine artgerechte Haltung und Versorgung.
    Wenn du also der Meinung bist, die Haltung in dem Stall sei nicht in Ordnung, dann mußt du Konsequenzen ziehen! Was ist für dich persönlich vertretbar, was nicht.
    Ebenso stellt sich die Frage beim Reiten: Wie kann ich das Tier reiten, ohne ihm Schmerzen zuzufügen?!
    Passendes Sattelzeug ist der Anfang. Dann sollte man seine Reitweise überdenken und anpassen, den Sitz verbessern, die Hilfengebung optimieren UND tatsächlich darüber nachdenken, was dem Tier zumutbar ist für ein paar Erfolge und alberne Schleifen, die nur dem eigenen Ego dienen...
    Aus diesem Grund bin ich Selbstversorger mit ganzjähriger Offenstallhaltung geworden und ordne dieser Pferdehaltung alles andere unter.
    Ich habe keine Halle, kann deshalb nicht bei jedem Wetter reiten (und wir haben hier WETTER!), im Winter längere Zeit nicht. Also trainiere ich im Frühjahr mein Pferd wieder langsam an.
    Mein Pferd ist mittlerweile 22, gesund und zufrieden, und ich hoffe wir werden die nächsten Jahre noch einige Touren gemeinsam erleben.
    JEDER Reiter sollte übrigens erkennen, ob es seinem Pferd körperlich UND psychisch gut geht. Das Pferd signalisiert dies sehr deutlich, man muß es nur sehen wollen!!!
     
  9. Leo

    Leo . Mitarbeiter

    Problem ist doch, dass Reitschulen, die pferdegerecht arbeiten und sehr guten Unterricht geben deutlich teurer sind, als die schlechten 08/15 Schulen. Man muss dann auch bereits sein, mehr zu zahlen, um diese zu unterstützen.
     
  10. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    ich kannte den film schon udn ich war sehr enttäuscht von ihm.
    prinzipiell blieb es beim "hohlen gesülze" mit eingestreuten plakativen abschreckbildern (die aufgerissenen pferdemäuler beim geritten werden), die höchstens laien vom normalen pferdesport abschrecken aber erfahrenen pferdemenschen ncihts brachten.

    das ding ist: es gibt so viele pferde, weil wir reiten wollen. bis auf wenige ausnahmemenschen, die ihre pferde auch ohne jeglichen nutzen weiter behalten und kostenintesiv durchfüttern, würde es diese pferde sonst nciht geben. denn ein hund ist einfacher udn billiger in der haltung. oder schafe.

    also muss man reiten lernen.
    wenn die schule dir nicht gefällt, dann such dir eine andere und unterstütze die machenschaften dort nicht weiter.
    hier ist eine ganz gute checkliste für dich:
    http://www.pferdewissen.ch/pdf/reitschulcheck.pdf
    lernt man nicht fortlaufend immer weiter reiten, tut man seinem pferd unnötig weh.

    ich bin ehrlich gesagt genervt von den neuen "strömungen". laien werden animiert, nciht mehr aufs pferd zu steigen, sie werden nciht mehr geschult, ihre arschbacken zusammen zu kneifen und sportlich über ihren schatten zu springen, sondern die ängste werden immer ernster genommen. heutzutage scheinen vile pferdebesitzer sich ncith mehr über sportliche leistungen hervorgheben zu wollen sondern über ihr gerede über angst. sie bleiben am boden, versuchen methoden zu erlernen wie man "pferde dominiert", die pferde dürfen nciht mehr lustvoll rennen sondern müssen stehen. eine prima entschuldigung für die pferdebsitzer, weiter auf dem rücken hoppeln zu dürfen, weil sie ja "anders" reiten udn ja nicht so schnell sein wollen... - und gerade damit tut man mindestens genauso weh!

    ganz schlimm: es haben die methoden großen zulauf, die in die psyche des pferdes eingreifen.
    mag es bei profis funktionieren, richten die laien großen schaden an.

    mein ratschlag an dich:
    auch neben dem pferd richtet man schnell großen schaden an. nicht nur gebisse und sporen tun weh sondern auch psychische manipulationen wie wirbelnde stricke und körpersprachen.

    BEIDES muss man einsetzen KÖNNEN, und dafür muss man LANGE JAHRE von profis lernen!!

    keiner kann weder den umgang noch das reiten mit pferden über das wochenende lernen. kaum einer ist da autodidaktisch genügend gut begabt.
    man braucht dafür HILFE!

    das üble: durch die vehement auftretenden "alternative strömungen" ist tür und tor geöffnet für stümper, die mit worten die leute begeistern, die aber keine fachkenntnsise haben, geschweige denn welche vermitteln können.

    deswegen: such dir gezielt hilfe aus. egal, ob du noch reiten oder nur noch führen möchtest. wenn dir das pferd als spaziergangbegleiter anstelle eines hundes genügt, dann reite halt nicht mehr.
    dafür würde ich mir dann aber auch ein geeignetes (pflege)pferd suchen, denn nicht jedes pferd ist dafür geschaffen, dass ein mensch langsam nebenher schlurft. ein altes shetty machst du damit ggf glücklich udn du rettest ihm damit das leben, einen 7jährigen, auf leistung gezogenen hannoveraner bringst du damit ggf aber direkt zum schlachter, weil du ihn nicht auslastest, wofür er geschaffen wurde.

    egal, wofür du dich entscheidest: pferde sind toll und sie sind es wert, das leben mit ihnen zu verbringen!
     
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