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Vom Boden ist alles anders...zu dominant?

Diskutiere Vom Boden ist alles anders...zu dominant? im Bodenarbeit Forum; Hallo Zusammen, nun ist Subito seit etwas über vier Monaten bei mir und so richtig finden wir noch keinen Nenner. Kurze Erklärung der aktuellen...

  1. Subito_W

    Subito_W Neues Mitglied

    Hallo Zusammen,


    nun ist Subito seit etwas über vier Monaten bei mir und so richtig finden wir noch keinen Nenner.

    Kurze Erklärung der aktuellen Situation:


    Subito ist im Umgang wirklich artig.

    Er lässt sich entspannt beschlagen, beim Tierarzt ist er super tapfer und auch bei der Osteo ist er, bis auf das er sich nicht sofort entspannen kann, brav.

    Das einzige Manko ist sein dominantes Verhalten an der Hand.

    Beispielsweise passiert es meistens, wenn man vom Waschplatz mit ihm zu den Stallungen gehen möchte, ihn von der Wiese rein holt oder auch rausstellt oder eben auch im Roundpen, wenn er einfach kein Bock mehr hat.

    Er zieht dann einfach leicht nach rechts, trabt los und galoppiert an.

    Bei mir hat er das einmal gemacht, nachdem ich ihn dann 3x rückwärts über den Reitplatz geschoben und das klassische „Stehen bleiben und wieder antreten“ gemacht habe, hält es sich in Grenzen.

    Bei meiner besten Freundin und Reitbeteiligung ist er schon einmal auf Asphalt ausgerutscht und gestern über den Misthaufen Richtung Wiese gelaufen.

    Übungen wie anhalten, rückwärts richten, Abstand halten, etc. mache ich grundsätzlich vorm Reiten mit ihm.

    Nun scheint das aber nicht alles zu sein.


    Nach Rücksprache mit der Züchterin hat er das bei ihr wohl auch schon gemacht und ist sogar mal auf dem Turnierplatz abgehauen.

    Solange man ihm den Strick über das Nasenbein zieht, geht es, aber das ist nicht mein Ziel.

    Er ist jetzt 10jährig und 3jährig gelegt worden.

    Vielleicht leichte Hengstmanieren?


    Bevor hier irgendwelche „hätte, könnte, wäre“ Sprüche kommen, möge er diese bitte behalten.

    Damit ist mir nicht geholfen und ich habe wirklich Sorge, dass meiner besten Freundin und ihm irgendwann mal was passiert.


    Ich möchte einfach ein paar Impulse zum Thema Vertrauensarbeit, Dominanztraining, o.ä.


    Danke im Voraus und Gruß

    Saskia
     
  2. ruffian

    ruffian Inserent

    Ich hatte tatsächlich eine Idee und eine damit zusammenhängende Frage im Sinn bis zu diesem Satz. Bin dann mal wieder weg und überlasse den qualifizierten Trainern ddas Antworten. :)

    Komischer Umgang hier inzwischen.
     
  3. emmaxx

    emmaxx Bekanntes Mitglied

    Nö, keine Hengstmanieren ... schlicht unerzogen ...

    Jedes Weglaufen usw. ist ein Erfolgserlebnis, ein "ach guck, das kann ich ja einfach so machen".

    Also, führtechnisch aufrüsten (ggf. Kette durch's Maul, Steiggebiss oder nur mit Trense führen) und alle Beteiligten üben lassen, damit auch sie lernen, wie "geführt" wird, ... irgendwann hat der Bursche verstanden, wie "Führen" geht. :)
     
  4. terrorschaf

    terrorschaf Bekanntes Mitglied

    Man muss das Handeln des Pferdes im Keim ersticken und aufmerksam bei ihm sein.
    Er hat gerade eine gute Idee oder andere Interessen, total normal. Du sagst ja selbst wie er es ankündigt, leicht nach rechts ziehen, antraben, Gas und weg.
    Also gar nicht erst nach rechts ziehen lassen, den Kopf bei dir halten.
    Er hatte da früher mit Erfolg und hat da aktuell wieder Erfolg mit. Irgendwann kann man sicher entspannt am langen Strick spazieren, jetzt halt nicht. Da muss deine rb/freundin sich konzentrieren und das sorgfältig durchhalten.
    Rückwärtsrichten/schieben sollte übrigens keine 'Bestrafung' sein, sondern eine normale Bewegung. Es ist auch wahrscheinlicher dass er das bei dir lässt, weil du aufmerksamer bist. Da muss dene Freundin /rb an sich arbeiten.

    Edit: die Kette als fuhrhilfe auf der Nase ist ein klares Kommunikationsmittel wenn man es kann. Durchs Maul für mich einfach Gewalt gegen das Pferd aus Hilflosigkeit. Da sollte man sich Hilfe holen.
     
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  5. Mabel

    Mabel Inserent

    macht er das Wegziehen mit Halfter oder Trense?
     
  6. satine

    satine Inserent

    Das hat so gar nichts mit Hengstmanieren zu tun (sagt eine Hengsthalterin), sondern etwas mit "interessant sein".
    Ihr müsst eben schnell sein. So schnell, dass er den Hals gar nicht erst wenden kann.
    Schnell und konsequent. Bei einem Pferd, das dieses Verhalten an den Tag legt, muss man über einen langen Zeitraum wirklich konzentriert bei der Sache bleiben. Auch läppisches Führen ist Bodenarbeit. Er hat seine Position und die darf er nicht verlassen. Und da gibt es auch gar keine Ausnahme!
    Wenn ihr ihn mit Strick über der Nase führen könnt, dann lasst das doch um Himmels Willen die nächsten Monate so! Da geht ja keiner von kaputt. Im Gegenteil: es schützt euch und andere.

    By the Way: das Verhalten hat auch nichts mit Dominanz zu tun ;)

    Am Besten sucht ihr euch einen guten Bodenarbeitstrainer vor Ort, der das Pferd und euch sieht. Ohne Video ist das nämlich sonst reines Glaskugellesen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. Okt. 2020
  7. Subito_W

    Subito_W Neues Mitglied

    Das macht er nur am Halfter und eben auch nur, wenn man den Strick ganz normal einhängt.
    Sobald er über die Nase geht und er Druck auf dem Nasenbein spürt, ist er händelbar.

    Vielen Dank erstmal für die raschen Antworten. Damit kann man arbeiten.
    Wir haben uns für einen Kurs zum Thema Dualaktivierung angemeldet.
    Ich unterlasse auch konsequent das Füttern aus der Hand, denn auch da wird er aufdringlich.
    Das mit dem Strick werden wir vorerst auch weiterhin so durchziehen, denn wie schon erwähnt ist es nicht Sinn der Sache, dass irgendwer verletzt wird.
    Er macht das auch nicht bösartig oder vor Panik, sondern gefühlt aus Trotz. Getreu dem Motto: "Kann ich nicht, will ich nicht. Bin dann mal weg".
    Sicher bekommt man das hin, aber klar: er ist damit immer durchgekommen und jetzt plötzlich beschäftigt man sich damit. Das ist sicher nicht von heute auf morgen aus dem Kopf.
    Kette, Steiggebiss, etc. ist eher keine Option für mich. Dann lieber mit Trense, denn ich habe zu viel Angst ihn zu verletzten oder damit schlechte Erfahrungen zu provozieren.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 19. Okt. 2020
  8. Mabel

    Mabel Inserent

    hast du den Strick schon mal links am Halfter eingeclickt?
    Was macht er wenn man ihn mal auf der anderen Seite führt?
     
  9. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ.

    Sagst Du ihm denn, daß Du (Deine Freundin) ihn führen willst?
    Sagst Du (Deine Freundin) ihm, daß Du voll und ganz bei ihm bist?
    Sagst Du (Deine Freundin) ihm, was er tun soll, was Du wünschst?
    Drückt jede Faser Deines (Eures) Körpers das aus, strahlt Dein Geist, Deine Konzentration das aus?

    Oder ist es vielleicht doch so, daß Du (Deine Freundin) „halt so daherläufst“, daß Deine Schultern hängen, die Füße mal schlurfen, die Gedanken schwelgen,...? ;)

    Es gibt Pferde, die 100% einfordern. Die lange brauchen, um Souveränität anzuerkennen und sich anzuvertrauen.

    Das darzustellen und Deinem Pferd zu geben, ist Deine Aufgabe.


    LG, Charly
     
    Belle, emmaxx, Subito_W und 2 anderen gefällt das.
  10. Charda

    Charda Profi Vollpfosten

    Er hat sich ein Muster zurecht gelegt, in dem Ihr wunderbar funktioniert.

    Ich würde hier kein Dominaztraining oder Vertrauensarbeit machen wollen. Das hat nämlich nichts mit Vertrauen zu tun. Eher mit "Führungsqualität".

    Ich würde hier ganz klar mit Gerte führen und beim leichtesten Ansatz eines abdriften, diese auch einsetzen. Nicht schlagen, aber als Rahmen auf der anderen Seite.

    In der Regel geht ein anspannen des Halses voraus, ein Ohr dreht in die andere Richtung die Nase geht nach rechts keine Ahnung. Irgendwelche Vorboten gibt es dann doch immer. Da das vrmtl nicht regelmäßig passiert, sondern immer dann, wenn man eben nicht darauf gefasst ist, verlangt das vom Führer höchste Aufmerksamkeit und Disziplin (Was man vom Pferd erwartet, sollte man auch bereit sein zu geben....) ALso würde ich die erste Zeit tatsächlich nicht ohne Kette, Gebiss oder Gerten führen. Ziel soll es nicht sein, das immer benutzen zu müssen. Ziel muss es sein, den Ablauf 1-3 mal zu seinen Gunsten abändern zu können.

    Und ja, so lange würde ich da einfach mal dran bleiben.

    Wenn er also dann anspannt und abdrehen will, Gerte an die Brust und nach links abwenden. Geradeaus, abwenden. Die Kraft ihn an der Kette oder am Gebiss zu halten, haben wir Frauen in aller Regel nicht. Ich finde es auch ungut, da mit Kraft dran zu gehen. Ich würde andere Wege wählen, den Weg völlig unvorhergesehen ändern, einfach mal eine Schlaufen / Volte führen.
     
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