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Vom Kleben und heim rasen...

Diskutiere Vom Kleben und heim rasen... im Pferdeflüsterer Forum; Hallo ihr lieben, ich bin neu hier und muss gleich mal mit ner Frage raus!!:) Also, ich habe mir vor gut 2 Monaten einen 8 Jährigen Wallach...

  1. switchy66

    switchy66 Neues Mitglied

    Hallo ihr lieben,
    ich bin neu hier und muss gleich mal mit ner Frage raus!!:)

    Also, ich habe mir vor gut 2 Monaten einen 8 Jährigen Wallach gekauft, der eigentlich zum Schlachter sollte weil er so seine Macken hat... Ich dumme Nuss mit großem Herz konnte nicht nein sagen!!:no:

    Aufjedenfall war der Gute in seinem alten Stall ein unglaublicher Kleber. Ich hab ihn nicht mal von der Koppel bekommen. Wenn es doch ging habe ich Bodenarbeit gemacht und versucht ein wenig Vertrauen zu gewinnen. Er hat zwar seine Macken, ist aber im Gelände (mit anderen Pferdis) super sicher und cool.

    Jedenfalls sind wir vor gut einer Woche in den neuen Stall gezogen. Ich bin jeden Tag bei ihm und habe ihn von anfang an von der Koppel geholt (er ist noch abgetrennt von den 3 anderen) und bin mit ihm spazieren gegangen. Schon ein rieeeesiger Fortschritt!! Das wäre vor 2 Wochen noch undenkbar gewesen.

    Heute habe ich mich mal in den Sattel geschwungen. Nur schön im Schritt die bekannte Strecke gelaufen.
    Immer gelobt und mit ihm geredet. Ich habe dann gemerkt das er unsicher wird und wir sind umgedreht.
    Aufeinmal geht der "Turbo" an und mein Pferd gallopiert wie bekloppt los. Ich konnte mich ganz gut halten und habe ihn irgendwann mal zum stehen gebracht.
    Jetzt habe ich natürlich vor dem nächsten mal Angst.
    Habt ihr einen Rat? Wie treibe ich ihm das aus? Wie bekommt ihr eure Pferde in solchen Fällen zum stehen? Ein schärferes Gebiss will ich nicht!!
    Immer wieder probieren oder doch besser lassen? Weiterhin nur führen? :dejection:
    Bin ein wenig ratlos...
    Halle oder Platz haben wir jetzt leider nicht mehr.
    Bin dankbar für eure Anregungen!!
    Liebe Grüße
     
  2. Chiara22

    Chiara22 Vorsicht- Chiara Chaos im Anmarsch!

    Zum einen ist er noch nicht angekommen im neuen Stall und zum anderen wäre es sicherer, wenn Du auf einem abgetrennten Stück Weide oder Reitplatz erst einmal reiten würdest. Zum anderen, wenn er "Macken" hat, die Du nicht näher ausführst, so daß man sich kein schlüssiges Bild machen kann, ist er gesundheitlich gut durchgescheckt? Paßt der Sattel, war ein Sattler da zum Schauen, wie ist der Zustand der Hufe, sind die Zähne gemacht? Und dann gib ihm Zeit. Er hat doch Fortschritte gemacht, aber das geht nicht von heut auf morgen und 2 Wochen ist da eher ein Witz, wenn er auch noch umziehen mußte und sich dort eingewöhnen. Leider oftmals STreß pur.
     
  3. switchy66

    switchy66 Neues Mitglied

    Wie gesagt, beides nicht vorhanden. Ich bin extra immer in Richtung Wald und Wiese gelaufen, Autos, Passanten etc. sind da nicht unterwegs.
    Er ist ein relativ unruhiger Typ, zappelt beim putzen, klebt, und verweigert oft die Trense.
    TA war da, hat die Zähne gemacht und ihn durch gecheckt. Sattel habe ich mir neu gekauft (vom Sattler liefern lassen)
    vorher hatte er einen Stocksattel. Und er wollte immer gerne beim gurten zwicken. Habe ihm jetzt einen mit Elastik Teil gekauft und mache immer ganz ganz vorsichtig Loch für Loch. Mich will er schonmal nicht zwicken.
    Die Vorbesitzer haben ihn halt versaut und dann links liegen lassen.

    Ich gebe mein bestes die vom Mensch gemachten Fehler wieder ein wenig auszubügeln. Mir ist bewusst das er Zeit braucht und mich erst akzeptieren muss.
    Das das stressig für ihn war bzw. ist ist mir auch vollkommen bewusst. Ich habe ihn ja täglich auch nur ein Stck geführt um das Kleben schonmal zu umgehen. Das ging ja auch echt prima. Auch das reiten verlief soweit echt super, bis er halt Angst bekommen hat und dann bin ich ja gleich zurück.
    Jeden Tag ein Stückchen mehr...
    Ich weiß nur nicht ob es jetzt sinnvoll ist ihn weiterhin zu führen oder morgen gleich wieder aufzusteigen...

    Pampige Antworten bitte ersparen!! Danke
     
  4. Steady

    Steady Nur echt mit dem Q!

    Moin moin,

    ich hatte vor ein paar Jahren ein ähnliches Problem mit meinem RB-Tinker.
    Er hatte zwar vorher nicht so schlechte Erfahrungen gemacht wie deiner, war aber generell von seinem Charakter her eher vorsichtig und hat sehr extrem auf Veränderungen reagiert.
    Wenn da ein Büschel am Wegesrand plötzlich anders war, als beim letzten Ausritt/Spaziergang, hat er erstmal einen Bogen drumherum gemacht oder wollte gar nicht weiter.
    Das hat sich zum Glück mit der Zeit von alleine recht gut gelegt.
    Trotzdem ist er mir immer spannig geworden, wenn uns Spaziergänger entgegen kamen.
    Einmal ist er mit mir seitlich auf eine Wiese gehüpft und losgetrabt, hat sich auch öfters mal auf der Hinterhand rumgeworfen und wollte mit mir wieder ab zum sicheren Stall.
    Buckeln oder Steigen gab es nie, da war er dann doch irgendwie "typisch Tinker".
    Es gab entweder stehen bleiben und nichts mehr machen, oder umdrehen und "rennen", wobei das eher immer ein flotter Trab war.
    Mit einem oder mehreren Ausreitpartnern hatten wir nie Probleme.

    Mir würde jetzt als Lösung auch erstmal spontan einfallen, dass du vielleicht nochmal einen Schritt zurück gehst.
    Ich vermute auch, wie Chiara22 vor mir, dass er vielleicht noch nicht ganz in seinem neuen Zuhause angekommen ist.
    Vielleicht hilft es, erst einmal ein ganz lockeres Programm zu machen.
    Eine Bekannte von mir am Stall hat sich auch so ein "Problempferd" (bzw. ein von Menschen verhunztes Pferd) zugelegt und hat auf Anraten ihrer Trainerin die ersten Wochen nichts gemacht, außer bei dem Pferd zu sitzen, ein Buch zu lesen, es ein wenig zu betüddeln und dann folgten 2 Monate intensive Bodenarbeit, da das Tier wirklich panische Angst vorm Reiter hatte.
    Mittlerweile hat die Stute zwar manchmal noch ihre "Zickentage", ist aber ansonsten gar nicht mehr wieder zu erkennen.
    Sie ist neugieriger geworden, steht ruhig am Putzplatz, läuft toll unter ihrer Reiterin, geht mit ihr alleine raus usw.

    Anscheinend könnt ihr ja in dem Sinne keine Bodenarbeit machen, aber vielleicht lassen sich nach und nach kleine Übungen bei den Spaziergängen mit einbringen?
    So, wie du es beschreibst, würde ich, denke ich, auch zu deiner eigenen Sicherheit erst noch auf das Ausreiten alleine verzichten, bis ihr euch beide noch etwas besser kennt und einschätzen könnt.

    Liebe Grüße (und viel Erfolg bei eurer Arbeit)
    Charly
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. Sep. 2012
     
  5. Wanderreiter

    Wanderreiter Inserent

    Ich kann mich den anderen im Grunde nur anschließen.
    Das Pferd hat schlechte Erfahrungen gemacht, ist stark verunsichert und erst seit wenigen Tagen in seiner neuen Umgebung.
    Es kennt dich nicht, die anderen Pferden und die neuen Eindrücke sind fremd, es ist quasi völlig allein- eine extrem stressige Situation für ein unsicheres Pferd!!!
    Laß das Ausreiten erst einmal sein!
    Kümmere dich um das Pferd und helfe ihm, in der neuen Umgebung zurecht zu kommen.
    Es muß dich kennen lernen, erfahren, wie du reagierst und wie es dich einzuschätzen hat.
    Dies kann dauern, je nach Charakter des Pferdes auch länger!
    Habe also sehr viel Geduld, kümmere dich täglich und longiere vielleicht erst einmal, ehe du reitest.
    So kannst du schon Kommandos trainieren und das Pferd lernt dich im Umgang einzuschätzen.
    Gehe dann nach einiger Zeit vom Hof, mache einen kleinen Spaziergang. Nicht zu weit, damit keine Panik entsteht und das Pferd sich womöglich losreißt. Ziehe auf jeden Fall Handschuhe an!!
    Mach das regelmäßig, vergrößere die Strecke langsam.
    Außerdem solltest du sehr viel mit Lob arbeiten, das verstärkt das Vertrauen.
    Nehme für den ersten Ausritt eine Freundin mit, falls sich kein Mitreiter findet. Sie soll dich an die Longe nehmen, wenn es brenzelig wird.
     
  6. Farooq

    Farooq Erbsianerin

    hallo du, is ja unschön. meine auch, lasst euch zeit. eilt doch nchts oder?

    und weiterhin: dieses aufs pferd einreden und betätcheln beim reiten, wird nicht zum gewünschten effekt beitragen. du verunsicherst das pferd damit nur. das gelabber und beruhigen ist eh meistens nur für den reiter selber. aber für das pferd brngts unsicherheit! du verspannst dich, hast selber bisl angst bestimmt (is ja nix schlimmes) und das merkt das pferd......

    würde auch erstmal garnix mit dem machen und nur putzen, und so kram.....

    lass dir zeit und lass ihm die zeit, die er braucht. aber ihr schafft das schon, mit geduld und spucke! zwinker....
    viel erfolg und alles gute euch beiden....

    die faro
     
  7. switchy66

    switchy66 Neues Mitglied

    Danke für die Antworten.
    Ihr seid also auch der Meinung wieder einen Schritt zurück. Darüber hab ich mir eben Gedanken gemacht ob es jetzt gescheiter ist weiterhin einfach anwesend zu sein und spazieren zu gehen oder mich gleich nochmal in den Sattel zu setzen.

    Es war jetzt auch nicht wirklich brenzlig, er hat weder gebuckelt noch sonst was, er ist halt zügig gallopiert und wollte auf meine Signale erstmal nicht reagieren, hat er aber nach einem Stück dann doch gemacht.
    Wirklich sicher ist so eine Situation (mir völlig bewusst).

    Wenn ich auf die Koppel komme kommt er auch gleich immer angetrabt und weicht mir nicht mehr von der Seite. So ist er wirklich ein super lieber Kerl und es tut mir echt im Herzen weh das er bisher nur als schmuckes Sportgerät betrachtet wurde. Wir haben schon noch viel Arbeit vor uns...:gi81:

    In zwei Wochen kommt meine Freundin (selber 2 Pferde) aus dem Urlaub zurück. Mit ihr bin ich sonst immer geritten. Wir haben schon ausgemacht das wir sooft wie möglich dann zusammen gehen wollen.
    Ich denke das wird für Deep dann auch leichter wenn er einen "Vorläufer" hat.
    Oder was meint ihr?

    Also ich werde jetzt erstmal die Ratschläge befolgen.
    @ Farooq: nein zum Glück eilt da nichts...;-)
    @ Wanderreiter: spazieren gehen geht wunderbar. Da ist er ruhig und "freut sich". Handschuhe habe ich immer dabei!;)
     
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