1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Vom Schmusetier zur Zicke?

Diskutiere Vom Schmusetier zur Zicke? im Pferdeflüsterer Forum; Hallo ihr lieben, (Achtung, lang geworden ;) ) Wieder mal möchte ich euch gerne um euern Rat bezüglich meiner Stute fragen.Mache mir im Moment...

  1. RoterRubin

    RoterRubin Inserent

    Hallo ihr lieben,
    (Achtung, lang geworden ;) )
    Wieder mal möchte ich euch gerne um euern Rat bezüglich meiner Stute fragen.Mache mir im Moment wahrscheinlich viel zu viele Sorgen/Gedanken, aber okay, ich fang mal beim Anfang an:
    Ich kenne mein Pferd erst seit September 2011, ihr früherer Besitzer ist ein Bauer, der früher einmal nebenher gezüchtet hat (wohl auch recht erfolgreich). Von der Zucht war nur noch ein Pferd übrig geblieben, meins, aufgrund seines fortgeschrittenen Alters und verschiedener gesundheitlicher Probleme war der Bauer nicht mehr in der Lage Stuti (mit sehr viel Vollblutanteil, ca 75%) zu händeln.Die Stute ist jetzt fast 9 und stand seit ihrer Stutenleistungsprüfung (mit 5 abgelegt) mehr oder minder nur noch in der Box und mal, bei guten Wetter, nen Stündchen auf der Koppel.
    Zufällig, durch Freunde, lernte ich die Kleine kennen (sie war nirgends inseriert). Ich lernte eine sehr neugierige, super Verschmuste kleine Stute kennen, die man einfach nur ins Herz schließen konnte.
    Da ich die Stute dort auf dem Hof aber nicht richtig testen konnte, vereinbarten wir einen Probemonat und Stuti kam mit zu mir, das war am 01.11.11.
    Am Anfang war sie schrecklich, sie hatte in den letzten Jahren so viel Energie angestaut, dass sie auch für mich kaum zu händeln war, die ersten Male gingen wir auf den Hinterbeinen aus der Box und auch so wieder rein, sobald sie ein wenig Luft hatte fing sie an zu rennen, bei Gegendruck, sofort wieder steigen, an Reiten dachten wir eh noch lange nicht ;) aber während dieser Zeit war sie immernoch in der Box super lieb und schmusig.
    Wir kamen im Laufe der Wochen immer besser miteinander klar, die Stute wurde sehr ruhig im Umgang, ich machte fast ausschließlich Bodenarbeit mit ihr. Irgendwann hatte ich das Gefühl der Knoten war geplatzt, sie folgte am Boden artig ob mit oder ohne Strick und sogar Spaziergänge waren super.
    Ich kaufte sie.
    Ca. Ende Dezember endeckte ich ein über Nacht gekommenes, wirklich großes Überbein, nach langem hin und her wurde geröngt und ein Griffelbeinbruch diagnostiziert, der unweigerlich eine Op zur Folge hatte (Trümmerbruch).
    Damit fing das Drama an, Stuti durfte die letzten Wochen nur noch 10-15 Minuten Schritt gehen, mehr nicht. Seitdem verändert sie sich ganz krass, sie reagiert auf anfassen oft mit heftigem Kopfschlagen, hat chronisch schlechte Laune und schnappt sogar manchmal. Das wäre davor alles undenkbar gewesen! Sie war wirklich eine richtige Knutschkugel ;)
    Natürlich unterbinde ich es wenn sie schnappt, aber ich bin da im Moment einfach so hilflos, putzen hat sie früher geliebt und sich genüsslich in alle Richtungen gestreckt, jetzt schlägt sie nur noch mit dem Kopf, wenn ich beim putzen eine Hand ins Halfter schiebe und mit ihr rede geht es und sie lässt sich ein wenig "fallen".Im Moment steht sie in der Klinik, wurde am Mittwoch operiert (GsD alles gut gegangen) und steigt jetzt dort allen "aufs Dach", wenn sie behandelt wird.
    Jetzt liegen 4 Wochen Boxenruhe vor uns und ich habe keine Ahnung was ich mit der Kleinen machen soll, in Ruhe lassen? Sinnvoll beschäftigen? Oder meint ihr die Wesensveränderung kommt von irgendetwas anderem?
    Achso Zähne sind gemacht und der Ostheo war auch schon da, ohne Befund.
    Bin im Moment echt ein wenig am verzweifeln...
     
    Zuletzt bearbeitet: 3. Feb. 2012
  2. Berliner_Reiter

    Berliner_Reiter Inserent

    Du hast dir deine Frage doch schon selbst beantwortet.. :fox:

    Aus der Ferne kann man natürlich immer nur mutmaßen, aber für mich sieht der Fall so aus:

    - Stuti steht nur in der Box und dreht ab, sobald sie (draußen) die Gelegenheit hat
    - du kaufst sie, und beginnst langsam sie sinvoll zu beschäftigen/ Boxenaufenthalt wird verringert
    - Stute wird umgänglich/ ausgeglichener

    - Griffelbeinbruch -> OP -> BOXENRUHE (ohne Beschäftigung?)

    - Stuti wird zunehmend unleidlicher

    *schulterzuck*

    Solange gesundheitliche Ursachen (Eierstockzyste/ Hormonproblem?) abgeklärt sind, liegt für mich der Fall klar auf der Hand..

    Da könntest du deinen TA fragen, ob ein leichtes Beruhigungsmittel sinnvoll wäre. Was nützt dir die OP und nachfolgende Boxenruhe, wenn Stuti in der Zeit die Wände hochgeht und sich evt. wieder /weiter Verletzt?


    Und mal so am Rande: Vielleicht würde es ihr, wenn alles wieder in Ordnung ist, gut tun, im Offenstall zu stehen? 24 h Bewegung und Beschäftigung durch die Kumpels sind Balsam für die Psyche des Pferdes.

    ICH hätte mein Pferd, dass sich offensichtlich so unwohl in der Box fühlt, NIE WIEDER in eine solche gesperrt..
     
  3. ayla-fan

    ayla-fan Die, die mit sich selber spricht!

    Hi Rubinchen! Das hört sich echt nicht gut an mit deiner Stute. Ich denke schon auch, dass es kein Wunder ist, dass sich die gute so benimmt. Aber so versteckte Vorwürfe wie grad bei Berliner Reiter zu lesen, haben doch keinen Sinn.

    Ich an deiner Stelle würde mich mal mit Mary89 austauschen. Sie hatte ja im letzten Jahr das gleiche Problem mit ihrer RB. Also den Griffelbeinbruch.

    Und mit Streunerin und Chiara22 wegen Klickertraining. Beide machen das und haben auch ganz gute Erfolge damit. Chiara22 rate ich auch deswegen, weil sie Jungspunde hat, die nicht so ganz einfach sind. Außerdem kennt sie vielleicht passende Schüsslersalze.
    RioNegro würde ich mal fragen. Sie hat auch immer super Tipps (Beinwell?)

    Sinnvolle Beschäftigung (Klicker, Spielzeug in der Box, wenn du darfst, mehr Spaziergänge etc.) sehe ich als A und O bei Stuti. Medies nur, wenn der TA dafür ist und sie sich ansonsten wirklich selbst verletzt. Ich würde ihn auch fragen, ob sie nicht länger spazierengehen darf (zur Not mit Kette). Die Verletzungsgefahr dabei ist jedenfalls wesentlich geringer, als beim in der Box ausflippen.

    Ich stimme Berliner Reiter insofern zu, als ich versuchen würde, sie in den Offenstall zu stellen, sobald als möglich. Wenn es denn die Möglichkeit bei dir gibt. Meine frühere RB war ein Vollblut und der wurde zur Furie, wenn er sich eingesperrt fühlte. Er hat sich erst beruhigt, als er im Offenstall war bzw. im Alter, als er eine Paddockbox nur für Nachts hatte. Wo er wirklich immer raus gehen und gucken konnte. Die Box war nicht hochgeschlossen, sondern auch da konnte er überall hinsehen und mit den Nachbarn "kabbeln".

    Ich drück dir ganz feste die Daumen, dass ihr eine für Stuti passende Lösung findet und alles gut verheilt! :smilie_love_047::mx8:
     
    Zuletzt bearbeitet: 3. Feb. 2012
  4. Wanderreiter

    Wanderreiter Inserent

    Ich kann mich da nur anschließen.
    Die Situation ist nun durch die Verletzung noch verschärft worden. Ich würde mich ebenfalls mit dem TA absprechen, ob leichte Beruhigungsmittel sinnvoll sind.
    Wenn das Pferd wieder belastbar ist, sollte sie so viel Auslauf wie möglich haben (ja,auch im Winter, notfalls mit Decke raus!).
    Wie wurde das Pferd denn bis jetzt bei dir gehalten? Welch Mengen an Rau- und Kraftfutter hat sie erhalten?
     
     
  5. RoterRubin

    RoterRubin Inserent

    Erstmal vielen Dank für eure Antworten!
    Vorallem danke ayla, für die vielen Ansprechpartner, werd ich natürlich nutzen :)

    In der Box verhält sie sich (noch) halbwegs okay, bis auf kleinere kurze "Ausfälle", vorallem wenn andere Pferde raus dürfen ist sie relativ ruhig. Nur im Umgang wird sie echt blöd langsam :( ich denk die vielen verschiedenen Menschen, die sie gar nicht kennt um sie herum kann sie langsam auch einfach nicht mehr ab (sie ist sehr Personenbezogen, in meinen Augen ein typisches Ein-Mann-Pferd), aber das geht gerade einfach nicht anders durch die Verletzung und den Klinikaufenthalt. Ich versuche so viel wie möglich bei ihr zu sein, und obwohl sie sich auch von mir nicht mehr so gerne anfassen lässt, merke ich, dass dann viele Sachen besser laufen, ohne mich geht z.B. Drainage leeren eigentlich gar nicht, sie steigt, beißt und schlägt um sich. Ohne mich ist sie auch nicht in den Op gegangen, das sind dann die Momente wo ich merke, dass sie doch an mir hängt.
    Problem ist sie darf gar nicht raus, nicht mal kurz vor die Box, das Bein braucht scheins ganz arg viel Ruhe und an spazieren gehen darf ich nicht mal denken im Moment, frühestens in 4 Wochen ein paar wenige Minuten, ich glaube das wird Horror -.-Hab eben gerade echt Angst dieses wirklich tolle Pferd so "versauen" zu lassen. Deswegen dachte ich auch schon an kleine Übungen in der Box, die sie wenigstens im Kopf beschäftigen und das Bein geschohnt werden kann.

    Oh man, klar habt ihr total recht, dass so ein Pferd nicht in eine Box gehört, das sehe ich genauso, ich bin auch schon auf der Suche nach einem anderen Stall für sie.Das Problem ist, dass ich in Stuttgart wohne und dort einen Stall zu finden wo die Pferde im Winter überhaupt raus dürfen (und ja, sie stand sonst täglich, egal bei welchem Wetter, mit ihrer Freundin draußen, einfach weil sie das für ihren Kopf ganz arg braucht!), war schon schwierig genug. -.-Offenställe sind meistens so weit außerhalb, dass ich da dann höchstens Besucher am Wochenende währe, ohne Auto doppelt doof, das will ich auch nicht. Aber ich bemühe mich, ich bin echt die letzte die Boxenhaltung gut oder irgendwie erstrebenswert findet!

    Lg Rubinchen ;)

    Edit: Haltung war bisher beim Vorbesitzer Box, bei mir Paddockbox, mit täglichem Weide/Paddockgang und Beschäftigung (wenn sie gesund ist) und im Moment steht sie in der Klinik in der riesen Abfohlbox, für ne Box wirklich super, aber unnötig zu erwähnen, dass das nicht reicht.

    Sie bekam beim Vorbesi morgens und abends 1 Liter Hafer, das hab ich "abgesetzt", sie bekommt nur noch Heu, da kann sie den ganzen Tag dran knabbern. (Bin der Meinung solang sie nichts tut braucht sie auch kein KRAFTfutter).
     
    Zuletzt bearbeitet: 3. Feb. 2012
  6. Offenstall ist halt auch nicht für jedes Pferd was. Und Pferde, die die Ruhe und Ungestörtheit einer eigenen Box jahrelang kannten, sind im Offenstall dann plötzlich gestresst. Das ist dann auch nicht das gelbe vom Ei, wenn die Besis auf Biegen und Brechen ihr Pferd auf "natürliche Haltung" umstellen wollen. So, wie Du es handhabst, hört es sich doch recht vernünftig an und hat ja wohl auch funktioniert? Das Klinikpersonal sollte auch mit so einem unwirschen Pferd klar kommen und dass der Bruch jetzt ordentlich ausheilt ist doch erst mal die Hauptsache. Sind die Griffelbeinsplitter entfernt worden? Und war das die einzige Verletzung?
     
  7. Henrieke

    Henrieke Neues Mitglied

    Hey RoterRubin!
    ich stimme überwiegend allen zu.
    Ich Denke aber auch, wenn diese ( für euch öde Zeit ) vorbei ist und Ihr euch wieder mehr beschäftigen könnt dass Sie sicher wieder zum Schmusepferd wird. Und sehe eins positiv, du hast festgestellt das dein Pferd dich kennt und dich wirklich braucht. Und du hast sie nun fast von ALLEN ihrer Seiten kennen gelernt, in relativ kurzer Zeit ( auch wenn über unpraktischen Weg )!

    Ich denke, vorallem wenn Sie dann wieder bei jedem Wind und Wetter mit Ihrer Freundin raus darf, wird es Ihr gleich viel besser gehen. Denn Sozialkontakt unter Pferden darf man ja auch nun nicht unterschätzen.

    Ich drücke euch 2en die Daumen, wobei Ihr dass bestimmt gemeinsam hinbekommt!

    :)
     
  8. RoterRubin

    RoterRubin Inserent

    @Leo: Ja, die Splitter und überhaupt das ganze Griffelbein (bis auf das obere Drittel ca.) wurden entfernt, zusätzlich wurde das Überbein abgetragen. Ja, das war zum Glück die einzige Verletzung, obwohl wohl auf längere Sicht die Sehne Schaden genommen hätte.

    @Henrieke: Ja stimmt, wir sind bestimmt in kurzer Zeit uns ein großes Stück näher gekommen, das ziehe ich auch als absolut positives Fazit daraus, obwohl es manchmal echt anstrengend mit ihr ist.
    Morgen darf sie endlich wieder 10 Minuten Schritt gehen, ich fürchte zwar, dass sie mich umbringen wird, aber freue mich auch unheimlich, es geht endlich wieder bergauf :)
     
  9. Henrieke

    Henrieke Neues Mitglied

    Das Hört sich doch schonmal gut an, wenn es ab morgen wieder bergauf geht.
    Hast du unterstützung?
    nach so einer langen Boxen-Zeit solltest du nicht gleich alleine los maschieren oder dich/Sie gut "ausrüsten"?!
    Viel Erfolg euch !!
     
  10. ReksioLover

    ReksioLover Inserent

    Naja. Früher hatte sie wenig Auslauf, Jetz hatte sie die Gelegenheit, und dann darf sie nicht mehr.Ich glaube, da wäre ich auch agressiv.
    Wenn sie wieder gut laufen kann, und sie viel Auslauf bekommen würde, würde sie wahrscheinlich wieder kuscheln wollen! LG
    :angel:
     
Die Seite wird geladen...

Vom Schmusetier zur Zicke? - Ähnliche Themen

Zickenalarm
Zickenalarm im Forum Allgemein
Zicken beim einfangen
Zicken beim einfangen im Forum Allgemein
Putz-Zicker seit neuestem
Putz-Zicker seit neuestem im Forum Allgemein
Stallzicken und alles was sonst noch nervt
Stallzicken und alles was sonst noch nervt im Forum Allgemein
Reitstallzickereien?!
Reitstallzickereien?! im Forum Allgemein
Thema: Vom Schmusetier zur Zicke?