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Von Boxenhaft zu Ganztagskoppel -> Probleme über Probleme! :(

Diskutiere Von Boxenhaft zu Ganztagskoppel -> Probleme über Probleme! :( im Haltung und Pflege Forum; Hallo liebe Forengemeinschaft, seitdem ich mit meiner Stute den Stall gewechselt haben, häufen sich bei uns die gesundheitlichen Probleme.....

  1. M.ENA

    M.ENA Neues Mitglied

    Hallo liebe Forengemeinschaft,

    seitdem ich mit meiner Stute den Stall gewechselt haben, häufen sich bei uns die gesundheitlichen Probleme.. Erstmal die Vorgeschichte..

    Meine Stute wird in zwei Wochen 10 Jahre alt. Seit ihrer Geburt stand sie im selben Stall zusammen mit ihrer Mama und ihren Halbgeschwistern. Sie hat NIE einen anderen Stall gesehen, weder zum Beritt noch sonst irgendwie. Also wirklich NIE! Als sie vier Jahre alt war, hatte ich sie als RB, fünf Jahre später habe ich beschlossen sie zu kaufen. Kurz nach dem Kauf stand für mich fest, dass wir den Stall wechseln werden und zwar aus folgenden Gründen.
    Die Pferde kamen nur vormittags für etwa 2h ohne Wasser und Futter raus, die restlichen 22h standen sie in einer Box ohne Paddock. Meine Stute stand sogar in einer Box ohne richtiges Außenfenster, das heißt sie durfte - wenn ich nicht zum reiten gekommen bin - 22h lang die weiße Wand anstarren. Links neben ihr stand ein Wallach, der permanent gegen die Boxenwand klopfte und rechts neben ihr eine Stute, mit der sie immer "zusammen giftelte". Dazu kam, dass die Heurationen m. M. nach zu wenig waren. Es gab morgens und abends einen mittelgroßen Haufen. Der Hafer (und das waren morgens und abends je 2L bei meiner Stute) wurde immer vor dem Heu gefüttert. So blieben ab und an Koliken auch nicht aus.

    So, und nun zum Stallwechsel.

    Nach neun einhalb Jahren im selben Stall, mit den selben Pferden, beschloss ich also, meiner Stute ein besseres Leben zu ermöglichen. Im jetzigen Stall ist sie von morgens bis abends auf dem Paddock oder der Koppel. Sie steht mit mehreren Pferden zusammen. Über Nacht ist sie in der Box. Sie bekommt ausreichend Heu, Hafer nur noch abends 1,5L und das reicht vollkommen.
    Natürlich war die Situation für sie anfangs MEEEEEGAAAA stressig. Mittlerweile stehen wir seit etwa drei Monaten im neuen Stall und ich würde sagen, sie hat sich eingelebt. Es macht keinen Anschein, als würde sie abends unbedingt zurück in die Box wollen, sie hat Freunde gefunden, ist wirklich entspannt und vom Gemüt her total anders geworden. Viel ausgeglichener! Sie steht aktuell den ganzen Tag auf dem Gras, das genießt sie sichtlich!

    Ja, so weit, so gut. Nur kamen mit dem Stallwechsel immer wieder neue Probleme, die bis heute nicht abreissen wollen.

    1. Ein paar Tage nach dem Umzug hatte meine Stute eine Kolik. Allerdings nichts schlimmes, mit Colosan, Führen und Mash war die Sache wieder erledigt. Ich tippe da sehr auf eine Stresskolik, da sie die ersten Tage EXTREM nervös war!

    2. Die Tage darauf fand ich immer wieder Schrammen und offene Stellen, allerdings nichts schlimmes, nur immer oberflächlich. Trotzdem nervig. Außerdem hat die Maus anfangs ziemlich gerotzt, ich denke wegen der Umstellung von dauernd drinnen zu dauernd draußen. Sie bekommt aktuell unterstützend den Immunsaft von Ewalia und ich habe den Eindruck, der hilft. Das Rotzen ist seitdem nämlich weg.

    3. Mit dem neuen Stall haben wir auch einen neuen Hufschmied getestet. Mit meinem alten war ich zwar so weit immer zufrieden, allerdings hat meine Stute die Eisen von ihm immer verloren. Der Schmied entpuppte sich als geisteskrank und verprügelte mein Pferd, nachdem es hinten nur absetzen wollte (sie hat NICHT in seine Richtung geschlagen etc, wollte nur absetzen!) mit dem Kopf einer Eisenzange. Sie hat vor Angst geäppelt und gepinkelt. Das Resultat letzten Endes: RIESEN Hämatom in der Sattellage, enormer Stress für meine Maus und 10 Tage Reitpause, da ich keinen Sattel auflegen konnte. - Aber gut, für die Geschichte kann der neue Stall ja nichts.

    4. Kurze Zeit darauf hatte meine Stute dann Mauke in beiden Fesselbeugen. Meines Erachtens kommt das von Innen, wegen dem Stress und dem geschwächten Immunsystem. Und weil sie evtl doch auch 1-2 Wochen auf matschigerem Untergrund im Paddock stand (allerdings nie bis zu den Fesselbeugen im Matsch, nur immer minimal bis zum Viertel des Hufes). Die Mauke haben wir soweit im Griff, ich denke ein bis zwei Wochen und sie ist wieder weg - hoffe ich.

    5. Und nun zum absoluten "Highlight": Bei der Schmiedaktion VERMUTE ich, dass sie sich ihr Bein gestoßen hat. Absolut sicher bin ich mir aber nicht, ich war in der Situation ziemlich unter Schock und durch den Wind. Jedenfalls wurde das Karpalgelenk vorne links dick. Schwammig, nicht warm, nicht schmerzempfindlich, kein Lahmen, auch kein schlechterer Allgemeinzustand. Nach zwei Tagen war es dann aber schon wieder normal und ich hab dem Ganzen keine Beachtung mehr geschenkt. Etwa eine Woche später kam die Schwellung zurück. Ich habe diese zuerst mit der Mauke verbunden, allerdings kam es mir schon komisch vor, dass dann nicht die Fessel oder das Röhrbein geschwollen waren sondern nur das Karpalgelenk. Jedenfalls hab ich den Tierarzt gerufen, der meinte dass es zwischen der Schwellung und der Mauke keine Verbindung gibt. Es wurde Blut abgenommen, um die Entzündungswerte zu prüfen. Das Ergebnis: Entzündungswerte gleich null, heißt Entzündung konnte ausgeschlossen werden. Ich habe dann ein Pulverchen für den Lymphfluss bekommen, damit wurde es auch etwas besser. Der Tierarzt meinte das sind Wassereinlagerungen und "nur" ein Schönheitsfehler, nichts Wildes. Es wird immer wieder mal dünn und dick werden. Als das Pulverchen aus war, wurde die Schwellung dann auch tatsächlich wieder schlimmer. Wie es der Zufall wollte, hatte ich sowieso eine Blutegelbehandlung ausgemacht, kurzer Hand beschloss ich, an diesem Karpalgelenk auch gleich Egel ansetzen zu lassen. Die Behandlung ist nun eine Woche her und das Gelenk ist immer noch geschwollen. Ich möchte es auch nicht als "Schönheitsfehler" abhaken, da ich Schwellungen am Gelenk doch immer etwas problematisch finde. Ich weiß aber auch nicht mehr, was ich tun soll, denn der Tierarzt meinte, wirklich was dagegen tun kann man nicht und die Schwellung wird immer mal wieder zurück kommen. Auf jeden Fall werde ich noch eine Woche abwarten, denn dann sieht man erst das endgültige Ergebnis der Egel.

    SO, das waren unsere Wehwehchen in den letzten drei Monaten.. ganz nach dem Motto: Wenn's kommt, dann richtig! :( Mittlerweile habe ich wirklich Bedenken, ob der Stallwechsel die richtige Entscheidung war. Aber 22h Box, kaum Heu und m. M. nach viel zu viel Kraftfutter waren für mich kein Zustand mehr. Mit den Stallbesitzern konnte man in dieser Hinsicht absolut nicht reden! Umstellen in eine Box mit Fenster durfte ich sie auch nicht... Das Ding ist ja, meine Stute fühlt sich wirklich wohl, wirkt ausgeglichen, zufrieden. Nur die ganzen Verletzungen etc. machen mir mittlerweile wirklich zu schaffen! Ich brauche gerade glaube ich einfach nur seelische Unterstützung.. Vielleicht hat ja der ein oder andere von euch noch einen Rat bzgl. der Schwellung, der Mauke, der Gesamtsituation? Da ich noch nie mit einem Pferd den Stall gewechselt habe, weiß ich nicht, wie lang es dauert, bis ein Pferd sich WIRKLICH eingewöhnt hat? Braucht sie vielleicht einfach noch Zeit?

    SORRY für den Roman und danke an diejenigen, die immer noch mitlesen..

    MfG!
     
  2. Mirage

    Mirage Bekanntes Mitglied

    Erstmal willkommen im Forum. :smile:

    Grundsätzlich kann eine Umstallung mit neuer Herde bis zu einem Jahr dauern. Kommt einfach auf´s Pferd an. Ich bin mir aber relativ sicher, dass es bei Deinem Pferd schon etwas länger dauern wird, denn seit der Geburt im gleichen Stall ist jetzt natürlich schon eine enorme Umstellung.

    Zusammenhänge zwischen Stallwechsel und Erkrankungen sehe ich schon, allerdings nicht zwangsläufig im negativen Sinne.

    Die Kolik ganz am Anfang kann stressbedingt gewesen sein, dem würde ich keine weitere Beachtung schenken ehrlich gesagt.

    Die Rotzerei kann einfach ein Infekt (bei Stress durch den Umzug sind die gerne mal etwas anfälliger) sein oder aber das Pferd hat durch die 10 letzten Jahre mit extrem vielen Stehzeiten ggf. einen leichten Schaden auf der Lunge und durch die extreme Mehrbewegung kommt der Rotz jetzt raus. Da der Rotz auch raus soll, ist das aktuell ja nur positiv zu sehen, gibt nichts schlimmeres als festsitzenden Schleim.

    Da Dein Pferd jetzt eh angegriffen ist über Rotz etc. und das Immunsystem somit bereits etwas arg beansprucht, hat Mauke natürlich leichtes Spiel. Aber das vergeht auch, wenn sich das Immunsystem wieder erholt hat.

    Schrammen und offene kleine Stellen würde ich nicht überbewerten. Je länger die Herde zusammensteht, desto weniger wird das werden.

    Die Aktion vom Schmied war übel, aber das hat - wie Du selber ja schon sagtest - mit dem Stall rein gar nichts zu tun. Das der Typ nicht mehr an Dein Pferd rankommt, ist ja eh klar denke ich.

    Und zu guter Letzt zur Karpalgelenksschwellung. Hier können mehrere Ursachen möglich sein wie u. a. Schlag auf den Schleimbeutel (langwierig, bleibt manchmal als Schönheitsfehler dauerhaft dick) oder aber es ist eine leichte Überlastung. Die Bewegung hat sich ja gravierend vermehrt, kann natürlich sein, dass da das eine oder andere Gelenk jetzt erstmal mault, das sollte sich mit der Zeit dann aber auch geben.

    Also alles in allem würde ich mir wegen dem Stall selber keinerlei Gedanken machen. Du sagst Dein Pferd ist zufrieden und entspannt. Und zurück in den letzten Stall sollte sowieso keine Option sein. Den so eine Haltung geht halt einfach gar nicht. :smile:
     
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  3. M.ENA

    M.ENA Neues Mitglied

    Hallo Mirage und danke für deine schnelle Antwort! :)
    Deine Worte beruhigen mich gerade ungemein und lassen mich wieder etwas runter fahren.

    Ich sollte vielleicht auch erwähnen, dass ich mein Pferd durch einen Unfall aus Übermut und Bewegungsmangel mal fast verloren hätte, seitdem bin ich eine richtige "Übermutter" und krieg beim leisesten Husten schon die Krise.. definitiv etwas, wo ich noch an mir arbeiten muss!

    Ich bin/war mir einfach total unsicher, ob diese Haltungsform nun auch wirklich das richtige für mein Pferd ist, denn blöd gesagt kannte sie es ja nicht anders, als 22h in der Box zu stehen. Und neun Jahre Boxenknast ist ja wirklich eine ganze Zeit lang.. Aber länger hätte ich das auch einfach mit meinem Gewissen nicht mehr vereinbaren können, daher ist ein "Rückzug" wirklich keine Option mehr, wie du schon sagst. Zudem kommt dann noch, dass mir meine alte Stallbesitzerin vor dem Umzug nochmal richtig Angst gemacht hat.. sie meinte sie glaubt nicht, dass mein Pferd das überlebt. Mir war klar, dass hier der verletzte Stolz spricht (ich war 12 Jahre lang RB auf verschiedenen Pferden im Stall und gehörte somit zum "Inventar"), trotzdem nagt sowas natürlich an einem.

    Ich hoffe die Verletzungen und Wehwehchen legen sich mit der Zeit wieder, wenn sie sich einfach besser ein- und umgewöhnt hat. Ich musste mich hier wirklich mal "ausweinen", da ich mit der Karpalgelenksschwellung nun wirklich kurz vorm Verzweifeln war.. :sad:

    Liebe Grüße!
     
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  4. *FrogFace*

    *FrogFace* Frosch ohne Locken

    Zeit. Es braucht Zeit :wink:

    Mein Wallach stand 14 Jahre in dem Stall, in dem er auch geboren und aufgewachsen ist. War nie irgendwo anders. Zwar mehr Koppelzeit als Deine Stute (4h im Winter etwa, 8h im Sommer) mit maximal 4 Pferden. Dann bin ich weggezogen und hab ihn umgestellt.

    Plötzlich Extensivhaltung mit 24/7 Weidehaltung in einer Gruppe. Das war auch eine riesen Umstellung, an der er zu knabbern hatte. Aber er hat es nicht nur gepackt, sondern mag auch mittlerweile absolut in keine Box mehr. Insgesamt hat er sehr profitiert. Ist jetzt 20. Seine Kollegen aus dem alten Stall sind mittlerweile alle tot. Hatten viel Atemwegsgeschichten und die Knochen kaputt. Ich denke die viele Steherei ist einfach Gift für Pferde. Also nur Mut und nicht kapitulieren.
     
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  5. Otterchen

    Otterchen Bekanntes Mitglied

    Ich finde es klasse von dir, dass du dir Gedanken über dein Pferd gemacht hast und ihm ein artgerechteres Leben ermöglichst.
    Natürlich wird es noch ein wenig brauchen, bis sich dein Pferd komplett an sein neues Leben gewöhnt hat, gerade, weil sich die alte und die neue Haltungsform sehr stark unterscheiden.

    Dinge, wie zB Husten, sind nach Stallwechseln keine Seltenheit (hier wird das auch manchmal als Stallwechsel-Husten bezeichnet). Dein Pferd ist durch den Umzug und die neuen Lebensumstände etwas aus dem Gleichgewicht gekommen. Das etwas angeschlagene Immunsystem hat dann keine wirkliche Chance mehr gegen das neue Keimmilieu. Ist absolut nichts, worüber man sich große Sorgen machen müsste. Das passiert relativ häufig beim Umstellen, auch wenn oft die Stallwechsel weniger krass sind (von 22 h Box auf so viel draußen ist ja ein wahnsinniger Unterschied ).
    Das könnte zB auch zur Mauke beigetragen haben.

    Mach dir nicht so viele Gedanken, auch wenn es als Besitzer oft schwer fällt, sondern erfreu dich daran, dass dein Pferd jetzt ein schöneres Leben hat.
     
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  6. Wanderreiter

    Wanderreiter Inserent

    Deine Beobachtungen und Schlüsse sind alle richtig! Die Umstellung ist aber insgesamt positiv zu sehen und du hast eigentlich alles richtig gemacht. Das mit der Schwellung ist ärgerlich, aber noch kein Drama. Die Schwellungen sind wohl ähnlich wie Gallen zu beurteilen. Erkundige dich mal, ob es nicht Salben oder Einreibungen gibt, die diese Flüssigkeitsansammlungen positiv beeinflussen können.
    Hier habe ich leider keinen Tipp für dich.
    Ansonsten weiterhin alles Gute, ihr seit auf dem richtigen Weg!
     
  7. nasowas

    nasowas Bekanntes Mitglied

    Mich wundert dass kein Bild von Gelenk gemacht wurde ...

    Ansonsten ist alles eigentlich „normal“ und alles kein Drama.
    Meine Stute hatte nach dem umstellen in unseren Stall erstmal nen Infekt und dann Mauke! Da wars eher weniger die haltungsform als die 700km oder so zwischen den Ställen.
    Nach wenigen Monaten war alles gut .
     
  8. Deife

    Deife Bekanntes Mitglied

    Ich würde das jetzt auch nicht überbewerten. Husten und Stresskolik können beim Stallwechsel schon mal auftreten, genauso wie Mauke bei Stress/oder angegriffenen Immunsystem. Ist bei Menschen mit Lippenherpes auch nix anders. Lass ihr ruhig die Zeit, es dauert bis zu einem Jahr, bis ein Pferd im neuen Umfeld heimisch ist.

    Meine Stute hat nach einem Schlag auf´s Sprunggelenk auch ein kleines Überbein zurückbehalten, das je nach Wetter auch mal schwammig/leicht geschwollen ist. Uns hilft da immer die Gamaschen von BOT, da das Gewebe dann stärker durchblutet wird und die Lymphe abtransportiert.
     
  9. CSantana

    CSantana Mitglied

    Hallo,

    klingt ja alles nicht so pralle.
    Aber die Stresskolik und das Immunsystem, das kann ich absolut verstehen das das erstmal verrückt spielt, nachdem das Pferd 9 Jahre lang, 22 Stunden am Tag, kein normales Leben führen durfte.

    Den Schmied hätte ich übrigens angezeigt und zwar kurzum. So einer gehört nicht ans Pferd.

    Mauke kommt ziemlich sicher vom Immunsystem in deinem Fall. Matsch löst keine Mauke aus (kann sie aber verschlimmern, wenn schon vorhanden, aber Auslöser definitiv nein). Also ich denke das, wie du schreibst, das auch wieder verschwindet.

    Ich sehe das grösste Problem eigentlich in der Schwellung die ja vom Schmied verursacht wurde wenn ich es recht verstanden habe oder nicht?

    Der Rest ist in meinen Augen Pipikram (um es mal so auszudrücken), der Körper reagiert halt jetzt erstmal. Aber es ist ja nichts schlimmes.

    Ausser das Bein vielleicht, mit der Schwellung.

    Ich hätte dir jetzt auch mal Abwarten empfohlen wegen der Schwellung und auch ein Schoner von Back on Track, ich hab viele Sachen von denen und die sind echt gut.

    LG
    CS
     
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  10. Frau Horst

    Frau Horst Bekanntes Mitglied

    Sollte das Gelenk doch ein Belastungsproblem sein, wäre es aber vielleicht ratsam, das Pferd ein bisscher ruhig zu stellen? Der Plan der Haltungsänderung ist ja sehr löblich und sollte dringend weiter verfolgt werden. Andersrum sind 9 oder 10 Jahre eine lange Zeit. Vor allem im Wachstum ist falsche Haltung Gift und kann auch nicht durch später besser halten vollständig wieder gutgemacht werden. Ein in der Box aufgewachsenes Pferd wird nie so robust und stark sein, als wäre dasselbe draußen gewesen. Unter diesem Aspekt sollte man die Schwellung vielleicht doch mal näher definieren und eventuell handeln. Wenn es wirklich nichts ist, dann brauchst du dich ja nicht weiter zu sorgen. Aber normalerweise lagert nicht einfach so Wasser ein, da muss schon ein Schaden vorliegen. Und dann ist eben die Frage, kann das Pferd sich selbst ruhigstellen, wenn es sich danach fühlt. Manchmal zwingen andere Pferde es, sich zu bewegen, manchmal auch der eigene Herdentrieb.

    Ich hab mal ein lauffreudiges, sozial aktives Pferd von Box/Weide (ca. 8-10h täglich) in einen Offenstall mit 24h Wiese gestellt. Es war in Turnierkondition und gut trainiert. Trotzdem bekam es vorne zwei dicke Sehnen mit deutlichem Bogen, aber lahmfrei. Durch einen Intervall Sehnenplatte ließ sich das in den Griff bekommen, danach lief es draußen problemlos.
    So eine Umstellung ist eben eine Belastung. Auch wenn der Fehler die vorherige Haltung war, muss man da schon eventuell drauf eingehen.
     
    melisse gefällt das.
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