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Wallach akzeptiert junge Stute absolut nicht in der Herde

Diskutiere Wallach akzeptiert junge Stute absolut nicht in der Herde im Haltung und Pflege Forum; Hallo, vielleicht hat einer von euch ja schonmal so etwas erlebt und hat einen Tipp für mich was noch helfen könnte.... so aber erstmal zur...

  1. Mistral

    Mistral Neues Mitglied

    Hallo,

    vielleicht hat einer von euch ja schonmal so etwas erlebt und hat einen Tipp für mich was noch helfen könnte....
    so aber erstmal zur Vorgeschichte.
    Unsere Herde, zu der Zeit bestehend aus 3 Stuten und 1 Wallach ( 2 Stuten sind ranghöher als der Wallch, nur 1 ist unter ihm ) ist in ihr Winterquatier umgezogen ( Offenstallhaltung, 24h Sommerweide, auf dieser gab es keinerlei Probleme ).
    Unser neuer Nachbar hat einen Hengst, welcher, zusammen mit seiner Stute, in Sicht und Höhrweite von unseren steht ( das wird sich auch nicht ändern lassen ).
    Seid sie in das Winterquatier umgezogen sind, neben den Hengst, zeigt unser Wallach ziemlich starke Hengstmaniren ( er ist ca 17, wann er genau kastriert wurde wissen wir nicht, er ist seid ca 5 jahren bei der neuen Besitzerin, da war er auf jeden Fall schon kastriert ). Er hat die Stuten möglichst weit von dem Hengst weg getrieben, immer Nase dicht am Boden, Ohren weit zurück, sie mussten immer alle zusammenbleiben, durften ja nicht aus dem Unterstand rausgehen.
    Da 2 Stuten ranghöher sind haben sie sich das natürlich nicht lange gefallen lassen.Sie machen also was sie wollen und er versucht verzweifelt sie unter kontrolle zu halten.
    Die erste Zeit ist er ziemlich auf die Rangniedrigste ihm unterlegene Stute losgegangen, das hat sich jetzt aber gelegt.
    Der Hengst nebenbei erwähnt hat überhaupt kein Intresse an unseren Stuten und ist ziemlich ruhig.

    Jetzt zum eigentlichen Problem:
    Am Dienstag kam eine neue junge Stute in unsere Herde.
    Man sollte meinen, kein Problem, der Wallach freut sich noch eine Stute, und zudem auch noch eine junge ( 3,5 jahre ) in seine Herde aufnehmen zu können....aber Pustekuchen.
    Wir haben schon oft neue Pferde bekommen und manchmal gehts wild her die ersten Tage, aber sowas wie das was wir von dem Wallach erlebt haben gabs noch nie.
    Er ist auf die neue Stute losgegangen, so extrem aggressiv hat sie so getreten und gebissen das wir ihn rausnehmen mussten weil es einfach zu gefährlich geworden wäre für sie.
    Er wurde dann extra gestellt, aber direkt an der Weide dran so das sie über den Zaun kontakt haben können.
    Die junge Stute immer wieder hingegangen, hat sich ihm deutlich unterworfen, hat ihn überhaupt nicht interessiert.
    Wir haben dann ein paar Stunden später nochmal versucht ihn wieder zur Herde zu stellen, aber keine Chance, der geht so übel auf sie los als wär sie ein Hengst der versucht ihm seine Stuten zu klauen.
    Also wurde der Wallach über Nacht allein gestellt, wieder direkt neben die Weide damit die neue sich erstmal in die Stutenherde einfügen kann.
    Hat auch soweit gut geklappt, sie durfte gleich mit unter dem Unterstand stehen, die Leitstute akzeptiert sie beim fressen dicht neben sich, die anderen 2 zeigen auch normales Verhalten ihr gegenüber.
    Der Wallach hat die ganze Nacht weder gefressen ( er hat Heu bekommen, er hat es überhaupt nicht angerührt, liegt noch genau so da wie den abend zuvor ) noch außreichend getrunken ( hat nen vollen Bottich reinbekommen, heute abend hab ich ca 13 L aufgefüllt, so viel hatte er also maximal getrunken ).
    Als wir ihn dann heute wieder zu den Stuten gelassen haben hatte sich nichts an seinem Verhalten der neuen gegenüber geändert. Er treibt sie aggressiv von "seinen" Stuten weg, nur wenn sie ganz am anderen Ende der Weide steht lässt er sie in Ruhe.Aber wehe eine der anderen ranghöhere Stuten will zu ihr, dann geht er extrem auf sie ( die Neue ) los. Gefährlich wirds wenn "seine" Stuten keine Lust mehr haben zusammen zu stehen und er sie nicht kontrollieren kann, weil dann muss das alles die neue Ausbaden.
    Wir haben ihn nach ca 2 Stunden auf der Weide, wo er tatsächlich auch mal was gefressen hat, zumindest wenn die Neue weit weg und "seine" Stuten dicht bei ihm standen, wieder allein gestellt für die nacht.Unbeobachtet ist das einfach grad zu gefährlich für die neue.
    Da das aber natürlich keine Dauerlösung ist und der Arme ja auch so total unter Stress steht, und die Neue auch ( in der Stutenherde ist sie mittlerweile recht gut integriert , sobald der Wallach dazu kommt ist es aber auch für sie mega Stress, sie weiß garnicht mehr wie sie sich ihm gegenüber verhalten soll weil ihre Unterwerfung ja überhaupt nichts bringt ) brauch ich Tipps, bitte.
    Hat jemand so etwas schonmal erlebt?
    Wir überlegen ob wir evlt mal den Wallach und die Neue alleine, abgetrennt und außer sichtweite der anderen Stuten zusammen stellen. Aber das wär natürlich auch mega Stress, besonsers für die Neue Stute, grade 2 Tage in der neuen Herde auf der neuen Weide und schon wieder an einen neuen Ort, mit einem Wallach der sie nicht sonderlich mag......
    Andere Tipps?Vielen Dank schonmal für jede Antwort :)

    Was ich schon probiert hab ist die Neue mit Putzzeug der anderen zu putzen das sie evtl nicht mehr ganz so fremd riecht...hat aber nix gebracht.
     
  2. treuerhusar

    treuerhusar Gesperrt

    Ein Wallach ist kein Neutrum. Er ist lediglich zeugungsunfähig.
    Ansonsten besteht da kein allzu großer Unterschied zu einem Hengst.

    Tipps zur Integration von neuen Pferden in eine Herde, die sich ohnehin noch zusammen finden muss?
    Langsam, vorsichtig und bedächtig ...
    Auch wenn es schwer fällt, in der beschriebenen Situation hat der Wallach nichts in der Stutenherde zu suchen.
     
  3. Mistral

    Mistral Neues Mitglied

    Die PFerde haben alle unterscheidliche Bestizer und die Besitzer vom STall werden der Wallachbesitzerin bestimmt nicht kündigen und so bei uns ist Einzelhaltung dauerhaft nicht möglich und wär auch eine Qual für ihn. Er hat vorher nie so ein Verhalten gezeigt, die Herde bei uns war immer eine gemischte.
    Ich bin ihn selber eine Zeit lang geritten und kenn ihn ganz gut.Er hatte sich auch schon an den Hengst in der Nähe gewöhnt, man konnte ihn wieder gut von seiner Stutenherde wegführen ohne das er einen Aufstand gemacht hätte und wir konnten auch immer die Stuten von der Weide holen ohne Probleme.

    Und ja, ich weiß das ein Wallach kein Neutrum ist, aber grade deswegen macht es keinen Sinn das er die junge Stute als Konkurrenz ansieht.Er behandelt sie als wäre sie ein Hengst.
    Logischer Weise müsse er ja eher versuchen sie in seine Herde zu integrieren.
     
  4. treuerhusar

    treuerhusar Gesperrt

    Pferde handeln aber nicht logisch.
    Denn sonst wären sie Vulkanier ...

    Unter Pferden gibt es genau so Unverträglichkeiten wie unter anderen Tieren auch.
    Oder unter uns Menschen.
    Zu letzteren liegt der Unterschied darin, dass Pferde dabei frei von Vorurteilen sind.

    Es kann sein, dass diese Stute nicht gesund ist und deshalb vertrieben wird.
    Es kann auch sein, dass der Wallach riecht, dass es sich um "engere Verwandtschaft" handelt.
    Das Verhalten des Wallach ist instinktiv.
    Aber in keinem Fall mit Logik zu erklären.
     
     
  5. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ.



    Grundlegender Fehler!
    Wer hat das so geplant?!


    Es wird NIEMALS das neue Pferd reingeschmissen und ein Herdenmitglied aussortiert - das fördert doch gerade genau den "Hass" und die "Eifersucht"!!!

    Man stellt IMMER den Neuling extra neben die Herde, dann das Leittier dazu, und dann gliedert man ein!

    Nie umgekehrt!



    Zweiter grundlegender Fehler:

    Alle paar Stunden macht ihr was Anderes.
    Viel zu schnell, vviel zu unbedacht!


    Die Neue gehört jetzt mal 1 Woche auf eine Weide / Paddock neben die Herde, dann die Leitstute für mindestens 48 Stunden dazu.
    Danach kann man dann mal an Eingliederung denken...



    LG, Charly
     
  6. Semmel

    Semmel Gesperrt

    sehe es wie Charly K.

    ansonsten... unser Herdenchef hatte ein ähnliches Problem mit einer neuen Stute.

    Wir machen die Eingliederung nach dem o.g. Verfahren, erst die Neue daneben, und zwar nicht nur für ein paar Stunden, sondern durchaus auch einige Tage, ne Woche, wenn nötig auch 2 Wochen! Je nachdem, wie die Herde auf das neue Pferd reagiert, dann den Chef und das neue Pferd zusammen auf groooooooße Fläche. Dadurch fällt eine Menge Druck vom Chef ab (die Herde steht sicher hinterm Zaun, er muß nix verteidigen) und auch für den/die Neue, weil sie nur 1 Pferd im Auge behalten und sich mit dem arrangieren muß und weil, wenn der Chef erstmal abnickt, der Rest der herde eigentlich kein Problem mehr darstellt. Da gehts dann nur noch um sowas wie wer ist nun letzter, oder vorletzter...

    Aber mit dieser einen Stute gings ähnlich ab. Warum kann ich letztlich auch nicht genau sagen, die Stute war mehr als unterwürfig, der Wallach hatte keinen Hengst nebendran... aber ich hatte damals das Gefühl, der hat die Stute tatsöächlich nicht als "Stute" wahrgenommen (hat die gleiche Fellfarbe wie ein dominanter Wallach, der davor in der Herde war und ziemlich Ärger gemacht hat). Es dauerte eine ganze Weile, bis der Wallach schlußendlich erkannt hat.. Mensch.. das issja n WEIB!!! Von da an wars gegessen :zuck: (Er ist nicht direkt der brillianteste aller MöchtegernHengstwallachherdenchefs, aber stets bemüht ;) )

    So, wie Du das alles beschreibst.. und mit großer Wahrscheinlichkeit sieht EUER Wallach die Stute tatsächlich eher als "noch ein Hengst!!!! " an... und steht momentan eh unter Strom, weil es da nebenan einen echten Hengst gibt. Sowas, ein echter Kerl direkt nebenan, nimmt dem starken Geschlecht gern mal den Blick aufs Reale ;)

    Was das Ganze entschärfen würde: Blick und Riechkontakt zum Nachbarhengst verhindern und die Eingliederung auf einer entsprechend großen Fläche zunächst mal nur mit der neuen Stute und dem Wallach ohne Herde machen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. Okt. 2013
  7. Mein Schimmelchen reagiert zB garstig auf andere Schimmel. Dunkle Pferde findet er ok.
     
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