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Wallach rastet aus :(

Diskutiere Wallach rastet aus :( im Pferdeflüsterer Forum; Wir haben seit knapp 2 Monaten eine neue Einstallerin. Ihr Wallach 7 Jahre ca 150 cm groß, kräftiger Mix aus unbekannten Rassen, wird überwiegend...

  1. Kigali

    Kigali Sternchenreiter

    Wir haben seit knapp 2 Monaten eine neue Einstallerin. Ihr Wallach 7 Jahre ca 150 cm groß, kräftiger Mix aus unbekannten Rassen, wird überwiegend im Gelände allein u. in Gruppen geritten. Seine Besitzerin ist nicht die beste Reiterin, kommt aber ganz gut mit ihm klar. In der Halle / Platz wird er meistens longiert oder sie macht Bodenarbeit mit ihm.
    Negativ aufgefallen ist er bisher nicht. Er kommt gut mit seinem Boxen/Paddocknachbar (einem 3 Jahre alten Quarter Wallach) lediglich auf den Gemeinschaftspaddocks zeigte er sich bisher etwas dominanter.
    Allerdings nichts aufregendes ;) er giftete mal hier mal da, nichts wildes. Mittlerweile steht (bzw. stand) er auch schon mit einem anderen Wallach zusammen, was erst sehr gut klappte, mittlerweile mussten wir sie aber trennen, da der Wallach schon etwas älter, nicht zur Ruhe kommt und letzten Mittwoch massiv angegangen wurde.

    Wir haben auf jeder Seite 3 Gruppenpaddocks, dazwischen einen Gang. Besagter Wallach stand mit seinem Kumpel auf dem linken unteren Paddock. Dieses Paddock grenzt an der „Rennbahn“ auf der wir z.Zt. anweiden.
    Neben seinem Paddock standen ebenfalls 2 Wallache, im Paddock danach (im ersten)zwei Stuten.
    Ihm gegenüber (durch den Gang getrennt) standen meine Wallache, daneben ebenfalls Wallache und im ersten Paddock wieder Stuten.
    Auf der Rennbahn stand ein Wallach mit „seinen“ 3 Stuten.
    Plötzlich ohne Vorwarnung (wir saßen bei Kaffee u. Kuchen am Stall) drehte der Wallach komplett durch. Er ging seinen Paddockkumpel massiv an. Biss ihn so sehr in die Nüstern, das die Wunde genäht werden musste. Er stellte ihn in eine Ecke und trat auf ihn ein. :( das Blut spritzte :( es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis wir die Pferde getrennt hatten und das verletzte Pferd vom Paddock runter hatten.
    Den Wallach ließen wir auf seinem Paddock, es musste sich erst um das verletzte Pferd gekümmert werden.
    Einige Minuten später der nächste Zwischenfall. Der Wallach ist in den Zaun zur Rennbahn gesprungen und der Wallach auf der Rennbahn und er traten sich wie die Kesselflicker :(
    Mein Mann rannte auf die Rennbahn und öffnete die Weiden. Die Pferde auf der Rennbahn kannten das und liefen zum Glück sofort auf die Weide.
    Der neue Wallach, kannte das nicht und lief somit zu weit, so das wir die Weide schließen konnten und ihn damit von den Pferden trennen.
    Seine Besitzerin holte den Wallach von der Rennbahn, er ging auch artig mit, bis sie in den Gang zwischen der Paddocks kam, dort rastete der Wallach erneut aus :(
    Ganz ehrlich, die Situation war lebensgefährlich. Es interessierte ihn nicht, ab seine Besitzerin am Strick hing. Es ging nicht vor und nicht zurück, er ging alle Pferde rechts und links an. Stieg mit weit aufgerissenem Maul und trat nach seiner Besitzerin.
    Natürlich ließen sich die Pferde auf den Paddocks diesen Angriff auch nicht einfach so gefallen. Irgendwann (wieder eine gefühlte Ewigkeit später) stand auf jedem Paddock für jedes Pferd ein Mensch und hielt das jeweilige Pferd fest.
    Wirklich beruhigt hat das den Wallach nicht :( seine Besitzerin hing nach wie vor am Strick und ließ sich durch die Gegend ziehen. Ein Wunder das sie aus der Geschichte unverletzt raus gekommen ist. Irgendwann bekam mein Mann den Strick zu fassen, schlug dem Wallach damit einige male kräftig gegen die Brust und setzte ihn ein paar Schritte rückwärts.
    Beruhigt hat ihn das nicht, aber zumindest konnte mein Mann das Pferd so zumindest in seine Paddockbox bringen.
    Dort ging das Theater weiter :( Nicht mehr so schlimm wie zuvor aber er stieg und trat wie irre um sich :(
    Nachdem wir dann aus seinem Paddock mit Litzen einen Hochsicherheitstrakt gemacht haben, kam der Wallach irgendwann zur Ruhe.

    Kein Mensch kann sich sein verhalten erklären. Am wenigsten seine Besitzerin. Angeblich hat er so etwas noch nie gemacht, war immer rangniedrig und ist überhaupt nur ein Engel :( Sie lässt sogar ihre Kinder an das Pferd. (Mädchen 6 u. 8 Jahre an den Wallach) das ist jetzt aber bei uns im Stall verboten!
    Hat jemand eine Idee, was mit dem Pferd los sein könnte?
    Seit diesem Vorfall ist er wieder ganz normal, macht keinerlei Probleme. Gut, wir sind auch alle vorsichtig und so leid es uns tut, im Moment darf er nur raus, wenn seine Besitzerin da ist.
    Wir haben schon mal darüber nachgedacht, das er sich so verhält, weil einige Stuten rossig sind. Was dagegen spricht, er hat zuvor in einer gemischten Herde gestanden uns soll rangniedrig sein.
    Dienstag kommt der TA, dann wird ein Blutbild gemacht.
    Meine Vermutung, Klopphengst? Kann das sein? Habe damit keine Erfahrungen. Sie hat das Pferd 1 Jahr, wenn dem so ist, kann es sein, das er sich bisher normal verhalten hat?
     
  2. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ. Mitarbeiter

    Hallo Sonja,


    OK...

    Also erstmal:

    "Grundlos" wird es höchstwahrscheinlich nicht gewesen sein - ihr habt nur den Grund nicht ersehen können, oder?
    Für das Pferd gab oder gibt es - wenn er nicht einen Hirntumor hat - wohl einen Grund.
    Den zu finden gilt es nun, würde ich sagen.


    GROSSES Blutbild, Tumorcheck, Hodencheck, Schmerzcheck würde ich ASAP machen lassen, sehe ich auch so.


    Zusätzlich würde ich in großer Runde aller Besitzer / Pfleger erörtern:
    * Ist die Fläche groß genug?
    * Sind die Abstände der einzelnen Gruppen groß genug und ausreichend befestigt?
    * Ist die Herden-/Gruppenkonstellation sinnvoll?
    * "Knapp zwei Monate" ist eine sehr kurze Zeit! Vielleicht mehr Zeit lassen? (Nicht einfach nach einem solchen Vorfall, schon klar!)



    [ot]OFFTOPIC:
    Bei Euch im Stall ist es verboten, daß Besitzer ihre eigenen Kinder an ihr eigenes Pferd lassen? :eek:[/ot]



    LG, Charly
     
  3. Golddust

    Golddust Inserent

    mein erster Gedanke war ein Hirntumor
     
  4. Kigali

    Kigali Sternchenreiter

    :hopelessness: ok, das war blöd ausgedrückt! Die Kinder haben Pferdeverbot. Wir haben der Mutter dazu geraten und diese hat das Verbot ausgesprochen. :distracted:

    * Ist die Fläche groß genug?

    Das ist relativ. Wir haben ca 12 x 40 Meter große Paddocks für 2 Pferde.

    * Sind die Abstände der einzelnen Gruppen groß genug und ausreichend befestigt?

    Die Paddocks liegen fest nebeneinander. Innerhalb der bestehenden Gruppen gibt es keine Probleme. Die Böden sind teilbefestigt, haben auch Sandliegeflächen.

    Besagter Wallach ist auch meine Wallache angegangen, die ihm gegenüber standen. Das zwischen den Paddocks ein 3 Meter breiter Weg war, hat ihn nicht interessiert.

    * Ist die Herden-/Gruppenkonstellation sinnvoll?
    Anders geht es im Moment noch nicht. Noch stehen die Pferde nicht im Herdenverband draußen.(Weide) Und da wir einige Pferde hatten, die letzten Sommer noch nicht bei uns waren, sind wir froh, das wir für jedes Pferd (mit Ausnahme des Wallachs) einen passenden Paddockkumpel gefunden haben.

    * "Knapp zwei Monate" ist eine sehr kurze Zeit! Vielleicht mehr Zeit lassen? (Nicht einfach nach einem solchen Vorfall, schon klar!)
    Natürlich sind 2 Monate nicht viel Zeit. Aber keiner will sein Pferd im Moment zu dem Wallach stellen. Was ich ehrlich gesagt verstehen kann.

    Ab nächsten Sonntag sollen die Pferde ganz auf die Weide. Geplant sind 1 Weide mit 1 Wallach und 6 Stuten (die Gruppe steht seit Jahren zusammen) 1 Weide mit 1 Wallach + 1 Stute (beide Pferde sind Fußkrank, sollen nach Möglichkeit nicht rennen und kennen sich seit Jahren) und 1 weide mit 8 Wallachen – den „Spinner“ mitgerechnet.
    Ob wir das so machen, keine Ahnung! Wir werden sehen, wie er sich benimmt.
    Leider haben wir kaum eine Chance das anders zu planen. Wir haben halt nicht unendlich Platz und ,müssen für jedes Pferd das Beste raus holen.

    Bin gespannt, was der TA sagt....
     
     
  5. Lysett

    Lysett Inserent

    Huhu,
    das Pferd einer Bekannten hatte auch solche "Aussetzer" bei ihm kam raus, dass er einen Lungentumor hatte und wohl solch massive Schmerzen, die sich ab und an so entladen hatten, als es für ihn nicht mehr auszuhalten war. Reit- bzw atemtechnisch war ihm zu dem Zeitpunkt noch nichts anzumerken.

    Ich würde also auch als erstes und schnell zu einer umfassenden tierärztlichen Untersuchung raten.

    LG
     
  6. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    Wir hatten auch mal einen Wallach am Stall, der komplett ausgerastet ist und die anderen Pferde übel zugerichtet hat.
    Er hatte eine Nervenkrankheit und dadurch auch Schäden am Gehirn. Deswegen kam es zu diesen Aussetzern. Was es genau war, weiß ich leider nicht, ist schon lange her. Das Pferd musste aber eingeschläfert werden.
    lg
     
  7. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ. Mitarbeiter

    Also, Klopphengst kann sein, halte ich aber für unwahrscheinlich, weil er daann eigentlich mit 7 Jahren schonmal so hätte reagieren müssen.

    Ich vermute entweder Schmerzen (wo auch immer sie herkommen mögen!), Tumor / Nerven - oder aber: Ganz einfach massiven, angestauten Streß!

    Was alles hat sich denn für das Pferd verändert?
    Klima? (Kam er aus dem Norden / Osten / Süden zu Euch? Oder "schon immer" Rheinland?)
    Arbeitspensum? Weniger Arbeit / andere Arbeit als vorher bei seiner Besitzerin?
    Futter? Was bekommt er und wieviel und war das schon "immer" so?
    Haltung? Wie wurde er vorher gehalten? Hatte er dort Herde / mehr Bewegung?


    Die Haltung auf relativ beengter Fläche mit hohem Pferde-Aufkommen, wobei sich die Pferde eben NICHT bekannt sind (also, zumindest dem Wallach nicht, er stand ja noch nie im Sommer in der Herde, richtig?), angrenzend an mehrere Paddocks, ständige Unruhe durch Anweide-Wechsel, Partnerwechsel, kein Platz zum Ausweichen / Zurückziehen - das kann für ein Herden-Lauf-Tier unter Umständen übelster Streß sein!

    Natürlich - ihr versucht, das Beste draus zu machen, und bei den anderen "Neulingen" hat es mit der Zeit auch geklappt - aber es gibt eben auch Sensibelchen.

    Besonders stutzig macht mich vor allem, daß er rangniedrig gewesen sein soll, und nun so aufmuckt.
    Das "Angehen" des älteren Paddockpartners könnte das erste Warnzeichen gewesen sein.

    Für mich spricht das entweder für Streß, oder für Verhaltensänderung durch schwerwiegende Krankheit / Schmerz / Tumor.



    LG, Charly
     
  8. Kigali

    Kigali Sternchenreiter

    Gestern Abend gab es erneut einen Zwischenfall mit dem Wallach :(
    Diesmal hatte seine Besitzerin weniger Glück :( Sie holte den Wallach von der Rennbahn (dort stand er zum anweiden) ging ca 3 Meter mit ihm und er rastete wieder aus. Stieg, trat nach vorn, traf sie am Beim und als sie nach vorn kippte, biss er ihr in die Schulter.
    Eine Miteinstallerin, die nebenan ein Paddock abäppelte, reagierte und zog die Besitzerin aufs Paddock.
    Der Wallach rannte wie von Sinnen an den 10 Stall und griff sämtliche Pferde an. (wir haben ausschließlich Paddockboxen, fast alle Pferde standen draußen.)
    Irgendwie bekamen wir den Wallach eingefangen und in seine Box. Seine Besitzerin hatte Glück, für sie mussten wir keinen Arzt rufen, sie hat außer ein paar böse Kratzer und Prellungen nichts abbekommen.
    Allerdings riefen wir sofort einen Tierarzt. Dieser verabreichte dem Wallach ein starkes Beruhigungsmittel.
    Blut wurde ebenfalls abgenommen. Sollte das Blutbild keine Erklärung für das Verhalten des Pferdes geben, wird der Wallach nächste Woche in eine Klinik gebracht.

    Ich habe seit über 35 Jahren mit Pferden zu tun, halte seit fast 25 eigene Pferde, so etwas habe ich noch nicht erlebt :(
     
  9. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ. Mitarbeiter

    Das ist echt heftig und ziemlich mysteriös!

    Klinik hätte ich jetzt auch vorgeschlagen - da scheint doch richtig was im Argen zu sein!


    Die arme Besitzerin - bestimmt ist es ihr peinlich, und andererseits sorgt sie sich sicher auch um ihr Pferd, denn das ist ja wirklich nicht normal.

    Ich drücke die Daumen!



    LG, Charly
     
  10. gabi

    gabi Bekanntes Mitglied

    Ich denke auch das man da auf eine klinische Untersuchung und deren Ergebnisse wartn soll. Meist lösen Tumore oder starke Schmerzen so eine verhaltensänderung aus. Unsere Cushingstute hatte u.a. auch eine Wesensveränderung durchlebt, sie war rangniedrigeren Tieren gegenüber ungewöhnlich agresiev. Seit sie ihre Tbl. bekommt ist sie wieder normal.

    Vg
     
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