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Wann ist der richtige Zeitpunkt fürs eigene Pferd?

Diskutiere Wann ist der richtige Zeitpunkt fürs eigene Pferd? im Allgemein Forum; Hallo! Ich reite schon seit fast 10 Jahren...immer über RB. Ehrlich gesagt hab ich darauf langsam keine Lust mehr. Denn hier in der Gegend ist es...

  1. Annabella

    Annabella Neues Mitglied

    Hallo!
    Ich reite schon seit fast 10 Jahren...immer über RB. Ehrlich gesagt hab ich darauf langsam keine Lust mehr. Denn hier in der Gegend ist es leider nicht so leicht gute RBs zu finden.
    Meine Ausbildung werde ich demnächst beenden und dann endlich Geld verdienen. Dann steht es natürlich im Raum: Eigenes Pferd.
    Aber ist das schon ein guter Zeitpunkt? Ich weis ja nicht, ob ich direkt eine unbefristete Stelle finde oder ob ich mich mit Fristverträgen erstmal rumschlagen muss, ob ich beim ersten Arbeitgeber bleibe oder noch mal wechsel...usw.
    Sind das so große Hürden, dass ich mit dem eigenen Pferd besser noch warte oder sehe ich größere Probleme als tatsächlich da sind?

    Was sagt ihr und wie war es bei euch?

    Grüße

    Annabella
     
  2. Frau Horst

    Frau Horst Bekanntes Mitglied

    Das erste, was mir einfällt: nicht am Kaufpreis sparen!
    Ein gesundes, gut ausgebildetes Pferd ist vielleicht erst mal teuer. Man spart aber längerfristig viele Kosten für Tierarzt oder Beritt/Ausbildung, wenn man was ordentliches, solides im Stall stehen hat. Mit Glück kommt man da ewig nur mit den Standardkosten aus. Also spart man am Ende eigentlich, wenn man am Anfang mehr investiert, dafür notfalls erst spart.

    Eine Sicherheit, dass nichts sein wird, hat man zwar auch beim besten TÜV nicht. Bei einem von vornherein kranken hat man aber die Sicherheit, das wird noch teuer und oft ein Fass ohne Boden. Im Übrigen ist das Kosten-Nutzen-Verhältnis dann oft sehr schlecht.

    Das nur so als Tipp...

    Deine eigentliche Frage ist nicht so ganz leicht zu beantworten. Ich persönlich finde es nicht sooo schwer, ein Pferd zu halten. Man muss nur damit klarkommen, dass man im Schnitt noch 40ct für sich selbst monatlich überhat. :biggrin:
    Nein, das ist natürlich übertrieben. Aber man muss das schon wollen, es geht schon viel Geld weg dafür. 200-300€ sind es hier (NDS), je nach Stall und Haltung. Rechnet man noch 100€ für tierärztliche Standardbehandlungen (Impfen etc.) und den Schmied drauf, kommt man normal klar. Ausrüstung muss man ja nur einmal haben und da kann man erst das Nötigste günstig gebraucht kriegen und dann nach und nach verbessern. Sattel sollte aber passen, da sonst Folgekosten weil Rücken kaputt.
     
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  3. PAweide

    PAweide Bekanntes Mitglied

    Ganz ehrlich, rein Vernunftmässig ist nie der richtige Zeitpunkt , trotzdem haben viele ein Pferd und können dieses auch gut unterhalten. Ich habe mir mein erstes Pferd gekauft, als der Besitzer meine RB verkaufte, ich wollte nämlich nicht, dass das etwas problematische Pferd in falsche Hände kommt, und ich kannte sie. Da war ich 18, kurz vorm Abi.

    Bis heute habe ich Pferde, bin jetzt 43. OK, man fährt seltener in Urlaub, statt neuem Auto fährt man Gebrauchte, Kleider werden nach Notwendigkeit und nicht nach Trend gekauft, aber ich hätte es nie anders gewollt.
    Und dank entsprechender Versicherungen kann man auch den schlimmsten Fall einer sehr teuren Behandlung abdecken .
     
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  4. Butterblume :))

    Butterblume :)) Inserent

    Ich hab mein erstes mit 10 bekommen und meine Eltern hatten keinen blassen Schimmer von Pferden. War auch nicht der richtige Zeitpunkt.
    Und ich stimme da horst voll und ganz zu.... Ich hab das schon so oft gesehen das man ein Schnäppchen für 1000€ gemacht hat und hinterher war irgendein haken dran...
     
     
  5. Nico

    Nico Bekanntes Mitglied

    Meine Güte, so lange wie bei mir dauert es bei Dir hoffentlich nicht.
    Selbstständigkeit, Kinder, Auslandaufenthalt....... ich habe 15 Jahre gewartet. Geduldig und in der Überzeugung: kommt schon.
    Ich wusste immer, was ich wollte. Und wäre zu keinen Abstrichen bereit gewesen. Wunschrasse, komfortabler Stallplatz, eigener Hänger und
    passendes Zugfahrzeug.
    Schlussendlich war ich fast 50 Jahre alt. Und es ist alles noch besser und schöner geworden als ich mir das erträumt hatte.
     
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  6. GilianCo

    GilianCo Langzügelbespaßer

    Lol - stimmt, mit Sicherheit wäre aktuell NICHT der richtige Zeitpunkt gewesen, um sich auch noch ein zweites Pferd zu kaufen, wie ich es im März getan habe....

    Man sollte mal etwas durchrechnen. Kaufpreis nicht zu niedrig ansetzen, das ist richtig. Dann - wie teuer ist der Stall, wie viel hab ich monatlich übrig? Zeit is auch ein wichtiger Faktor...
     
  7. hawkeye

    hawkeye Account inaktiv

    Den richtigen Zeitpunkt gibt es meiner Meinung nach eh nie. Erst fehlt das Geld, dann, wenn man genug Geld verdient, fehlt gerne mal die Zeit. Und wenn dann noch Familienplanung im Raum steht...

    Ich selbst habe mir mein Pferd mit 21 gekauft, parallel zum Beginn meiner Ausbildung. War nicht optimal, aber ich wollte einfach nicht mehr warten und wenn alles so gekommen wäre, wie geplant, wäre es perfekt gewesen. Leider kam es anders, ich wurde nach 3 Monaten gekündigt (unverschuldet, Probezeit gab es nicht) und stand dann ohne alles da. Nun gut, ich hatte genügend Rücklagen, konnte ein paar Monate überbrücken und hab eben nebenbei gejobbt. Neue Ausbildung, wurde nach 4 Wochen schwer krank und bestand die Probezeit nicht. Wieder ohne alles. Noch mal die Zeit überbrückt und gejobbt, als ich wieder halbwegs gesund war. Dann, wieder Ausbildung angefangen, Rückfall, wieder krank (die Ausbildung hatte mich krank gemacht, Allergie) und ich musste zwangsläufig abbrechen. Das ist der derzeitige Stand, schlage mich wieder mit Nebenjobs durch.

    Geplant war es selbstverständlich ganz anders, eigentlich wäre ich schon längst fertig mit der Ausbildung und würde gutes Geld verdienen. Hat halt nicht sein sollen, so ist das mit dem Leben. Man kann planen, so viel man will, mit Pech kommt es eh ganz anders.

    Mein Pferd hab ich immer noch und denke auch nicht dran, den zu verkaufen. Obwohl der echt sehr teuer im Unterhalt ist und den TA sehr, sehr gerne sieht und ich daran nicht spare... Daher wird jetzt halt gejobbt, ich wohne wieder zu Hause und hab kein Auto mehr. MIR ist es das wert.

    Wichtig ist meiner Meinung nur, dass man wirklich genügend Rücklagen hat. Sonst wäre ich schon verloren gewesen.
     
  8. Malbrouck

    Malbrouck Bekanntes Mitglied

    Der richtige Zeitpunkt ist nie, und rein ökonomisch gesehen gibt es kaum größeren Schwachsinn, als sich ein Pferd anzuschaffen...

    Mal rein die Geldseite betrachtend: für mich gab's immer ein Doppelkriterium.

    1) die laufenden Ausgaben müssen aus den laufenden Einnahmen finanzierbar sein. Also Stall, ggf. Zusatzfutter, Schmied, Impfungen --> alle planbaren Fixkosten.

    2) es muss genug auf dem Sparbuch sein, um eine Kolik-OP + Klinikaufenthalt (als angenommenes worst-case-Szenario) überstehen zu können. Mindestens. Besser mehr, um ggf. auch einen Ausfall der laufenden Einnahmen zumindest zeitweise überbrücken zu können.
    Etwas mindern kann man die Last dieses 2. Kriteriums durch eine OP-Versicherung. Andererseits steigen dadurch die Fixkosten. Muss man abwägen, und so eine Versicherung wird wahrscheinlich mit jedem Pferd, das man mehr hat, uninteressanter.

    Ansonsten ist das "billigste" Pferd vermutlich das gut ausgebildete zwischen ca. 7 und 10. Hat man lange was davon, muss -- je nach Ambition natürlich -- nichts mehr in die Ausbildung investieren, kann gleich den endgültigen Sattel kaufen... Vor "Baustellen" wurde ja schon gewarnt. Ich würde auch noch vor dem vermeintlich billigeren Absetzer warnen. Ich habe (im vollen Bewusstsein, was das kosten wird...) so ein Baby, jetzt wird er 4. Ich habe noch nie draufgesessen und könnte mir von dem Geld, das da drin steckt, vermutlich eher 2 bis 3 der o.g. "Billigpferde" kaufen.

    Gleichzeitig gibt es fast nix Schöneres, als ein ganz eigenes Zottelpony :lv25: Ich träume davon, seit ich 6 bin. Mit der Umsetzung hat es gute 30 Jahre gedauert...
     
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  9. Deife

    Deife Bekanntes Mitglied

    Richtiger Zeitpunkt? Gibt es nicht. Es wird immer was geben, was dich aus Vernunft zurückhält. Und auch den sichersten Job kann man verlieren. Ich hatte auch keinen Bock mehr auf RB´s und hab mir dann ein eigenes geleistet. Alles mehrmals durchgerechnet, das das Geld für alles reicht, mir einen Monat Bedenkzeit gegeben und los gibt´s mit dem Pferdekauf. Natürlich muss man sich einschränken, aber wirklich bereut hab ich es bisher nicht!
     
  10. kaawa

    kaawa Bekanntes Mitglied

    Wie bereits mehrfach geschrieben, gibt es den richtigen Zeitpunkt nicht. Aber die Finanzen sollten stimmen. D. h. ein ordentlicher Notgroschen, der wirklich nur im äußersten Notfall angegriffen wird und der dann auch wieder in absehbarer Zeit aufgefüllt werden kann, plus das Budget für den Kaufpreis muss erst mal vorhanden sein. Außerdem regelmäßige Einnahmen, mit denen du Stallmiete, Hufpfleger, ggf. RU, "normale" TA-Rechnungen bezahlen kannst, ohne dabei auf den Notgroschen zurückgreifen zu müssen und ohne dabei deinen Lebensstandard spürbar einschränken zu müssen.

    Dass man sich manchmal trotzdem einschränken muss, wenn das Pferd dann mal da ist, steht auf einem anderen Blatt. Kann dir trotz aller gewissenhaften Planung und Rechnerei trotzdem passieren. Aber von vornherein Einschränkungen einkalkulieren würde ich nicht.
     
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