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Wann ist es Zeit Abschied zu nehmen?

Diskutiere Wann ist es Zeit Abschied zu nehmen? im Sonstiges Forum; Ich bin ja sonst recht nüchtern aber bei dem Thema etwas Esoterisch angehaucht. Alle Tiere die ich habe erlösen oder hart gesagt töten lassen...

  1. nasowas

    nasowas Bekanntes Mitglied

    Ich bin ja sonst recht nüchtern aber bei dem Thema etwas Esoterisch angehaucht.
    Alle Tiere die ich habe erlösen oder hart gesagt töten lassen haben mir „gesagt“ wann es so weit ist. Ich weiß nicht wieso aber es war mir immer einfach klar . Aus dem Bauch. In dem Moment, ganz plötzlich! Ich glaube hier ist der Bauch der bessere Ratgeber als der Kopf!
    Allerdings muss man die eigenen Befindlichkeiten klar sehen, also das „nicht gehen lassen wollen“ muss man irgendwie im Griff haben um nicht die Signale des Tiers zu übersehen.
     
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  2. PAweide

    PAweide Bekanntes Mitglied

    Bei den Pferden gilt das Urteil "meines" TAs. Der ist zwar aufgrund der Entfernung derzeit nicht der behandelnde TA, aber bei wirklich schwerwiegenden Sachen (z.B. Kolik letztes Jahr) fahre ich die Pferde in seine Praxis. Und wenn es meinem Pferd richtig schlecht ginge, würde auch er gerufen und um Rat gefragt. Ich weiß, dass er jede sinnvolle Behandlung vorschlagen wird, aber auch direkt sagt, wenn er alles weitere für Quälerei hält. Wegen seiner sehr direkten Art ist er schon oft angeeckt, aber ich mag das, ich habe nicht das Fachwissen und kann sowas nicht sachlich beurteilen.
    Mit einem Kaninchen sind wir zu einem anderen TA, 14 Jahre alt, blind, TA diagnostizierte Schlaganfall. Wir sind dahin, um es zu erlösen, und er schlug Aufbauspritzen und Vitamine vor. Erst als wir nochmal betonten, dass wir der Meinung sind, dass er leidet, und ausdrücklich keine Weiterbehandlung wollen, schläferte er ein.

    Falls du einen TA hast, dessen Meinung du wirklich vertraust, frage ihn und folge deinem Rat. Säge ruhig auch, dass eine tägliche Behandlung dir nur schlecht möglich ist usw.
     
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  3. nasowas

    nasowas Bekanntes Mitglied

    Ich höre auch auf meinen TA aber die Entscheidung treffe ich alleine. Und das muss ich vor mir und mit mir und mit keinem anderen ausmachen.
    Nur so komme ich damit klar. Würde ich ohne davon wirklich überzeugt zu sein der Entscheidung des TA folgen würde ich mit mir nicht klar kommen!
     
  4. pjoker

    pjoker Bekanntes Mitglied

    Ich vertraue meinem TA auch sehr, aber mir geht es da wie @nasowas.Ich will eigentlich platt gesagt nur die Bestätigung meines eigenen Empfinden, entscheiden tu ich selber und muss damit Leben.Leichtfertig entscheide ich es sicher nicht und möchte nach Möglichkeit vorallem eine klare Diagnose. Mein altes Pferd baute in kürzester Zeit extrem ab, hatte mehrere Baustellen, aber der Grund des Verfalls war mir wesentlich klarer als dem TA.Warum auch immer, er vermutete einen anderen Grund der behandelbar bzw deutlich verbesserbar gewesen wäre.Ich wollte den Tumor als erstes abgeklärt haben und lag richtig, leider. Wir waren dann einer Meinung, dass der Zustand sich nicht mehr ändern würde und er war 15min nachm Röntgen friedlich eingeschlafen.

    Prinzipiell ist mir der Grund aber egal, lässt sich der Zustand nicht mehr verbessern auf absehbare Zeit, sei es aufgrund der Schwere der Erkrankung oder auch weil mir es schlichtweg nicht möglich ist, egal wie sehr ich es auch drehe oder wende, zu leisten was nötig ist. Mein Pferd ist als Beispiel nicht lahmfrei im Schritt und trabt und galoppiert nicht freiwillig und gern auf der Weide und wird es auch nicht mehr tun, ist es für mich nen Grund es zu beenden. Ich glaube wenn man es sehen will,egal wie sehr es einem weh tut, merkt man wann es soweit ist.
    Ich liebe meine Pferde sehr, aber möchte lieber nen Tag zu früh wie zu spät dran sein.
     
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  5. nasowas

    nasowas Bekanntes Mitglied

    Ich mag mir garnciht so "wenn , dann" Regeln auferlegen.
    Ich mag nicht sagen "wenn mein Pferd dies und jenes nicht mehr tut dann..."
    Für mich ist die Entscheidung extrem individuell!

    Ich hatte mal ein Meerschweinchen das einen Knochentumor am Bein entwickelt hat. Die TÄ meinte es geht nur noch Tage dann hat er schlimme SChmerzen.
    Also gab sie mir ein Schmerzmittel und meinte wenn er Schmerzen bekommt soll ich das geben und dann zu ihr kommen und ihn einschläfern lassen.
    Mit dem Plan bin ich heim.
    Noch Wochen war er ganz normal, dann ging das laufen schwerer weil das Beinchen mit dem Tumor halt unförmig wurde. Aber er war quick lebendig, quikte mich an kam zum futter gelaufen, interagierte mit den anderen. Also hab ich ihn weiter leben lassen. Das ging dann weitere Monate weiter, ganz langsam wurde es schlechter, Schritt für Schritt.
    (Vorsicht das mag jetzt grausam klingen aber ich schwöre es war es nicht)
    Dann konnte er kaum mehr laufen, zog das Beinchen nach, aber war noch immer genau gleich, dann konnte er nicht mehr laufen war aber noch immer normal (wir reden jetzt nur noch von Tagen). Er quikte mich ncoh immer an , war scharf auf das leckere Futter, interagierte mit den anderen., klaute denen noch Futter wenn es ging.... Also lies ich ihn immer noch am Leben weil es war noch nicht so weit. Dann plötzlich hab ich ihn angeschaut und er war müde, keine "Funken mehr" in den Augen. Er hat noch gefressen und das stellen sChweinchen ja dann schon ein , er ist quasi Gras mümmelnd eingeschläfert worden. In der Sekunde habe ich ihn gehen lassen.
    Schlussendlich hat er noch über 6 Monate (meiner Meinung nach glücklich) gelebt und das ist für ein sChweinchen schon viel Lebenszeit!
    Wenn man mich fragt "würdest du ein Meerschwinchen das nicht mehr laufen kann kann einschläfern?" würde ich eigentlich ja sagen aber es war halt anders.
    Deshalb mag ich das "wenn-dann" nicht gerne.
     
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  6. PAweide

    PAweide Bekanntes Mitglied

    Naja, um es genauer zu präzisieren:
    Wenn mein Gefühl sagt, es könnte dem Ende entgegen gehen, oder Tier leidet dauerhaft, dann kommt mein favorisierter TA.
    Sagt der Pferd erlösen würde ich es wohl machen (und habe ich einmal).
    Sagt er, man kann noch sinnvoll das und das versuchen, dann würde ich es versuchen, weil ich weiß, dass er nicht auf Kosten leidender Tiere Gewinn machen möchte.
    Bei anderen TÄ bin ich mehr da nicht so sicher.

    Zum Beispiel Tier, welches andere eingeschläfert hätten: Wir hatten einen Wellensittich(aus dem Sonderangebot beim Zoohandel), der schlecht fliegen konnte, und durch einen zu engen Ring einen dicken Fuß hatte.
    Der konnte aber ganz toll zu Fuß unterwegs sein (flatterte ab Käfig bis er dann am anderen Ende des Zimmers auf dem Boden landete), und spazierte Krümel pickend trotz dickem Fuß durchs Wohnzimmer. Er konnte nicht auf einer runden Stange sitzen, wegen dickem Fuß, aber auf einem Lineal, dort schlief er dann auch.
    Manch einer hätte wohl gesagt, er leidet und sollte besser eingeschläfert werden, Moritz wirkte aber glücklich, er hatte seine Wellensittichfreundin (die oft mit ihm über den Boden spazierte) und zwitscherte wie jeder Wellensittich vor sich hin.
    TA wollte den aber auch nicht einschläfern, der fragte nur, ob er mit dem Fuß klarkommt.
     
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  7. KleinElli

    KleinElli Aktives Mitglied

    Die fehlenden 'Funken in den Augen' habe ich auch schon oft bemerkt, und ich finde, es ist ein wichtiger Indikator.
    Manchmal bemerkt man auch eine Art 'farblos werden', das Tier wirkt weniger präsent oder irgendwie substanzlos.
    Das fällt manchen aber in der Regel nicht auf, wenn/weil sie (noch) nicht loslassen möchten, bzw wollen sie es dann wahrscheinlich auch gar nicht sehen/wahrnehmen.
     
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  8. Barrie

    Barrie Inserent

    Bisher hatte ich bei allen Hunden und Pferden den Moment, in dem ich wußte "es geht nicht mehr". Und die jeweiligen TÄe stimmten zu. Nur einmal in 40 Jahren hatte ich einen TA, der noch gegen alle Hoffnung und aus wohl finanziellen Gründen weiter behandeltn wollte, er hatte das Pech, daß seine vertretung mir gesagt hatte, aus Versehen, wie mies die Sauerstoffwerte tatsächlich waren. Als ich den Chef fragte, ob ich mich an die Kammer wenden sollte, hieß es, er müsse den aktuellen Zustand noch mal prüfen....Wenn das Pferd mir unter den Händen erstickt wäre, wäre ich vor Gericht gegangen, das hatte ich ihm gesagt...
    Es ist immer schwer und meinen großen schwarzen Hund vermisse ich jeden Tag.
    Barrie
     
  9. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ.

    @Barrie: :knuddel:
    Wir unsere Schwarze auch.


    LG, Charly
     
  10. cern

    cern Inserent

    Liebe Lea, entscheide nach deinem Gefühl. Wie schon gesagt wurde ist Leben nur mit einem Minimum an Lebensqualität lebenswert. Für Tiere ganz besonders. Lass dir sagen, dass ich drei mal zu lange gewartet hatte.
    Ein Fehler, den man vielleicht länger bereut. Für ein Tier hat ein schneller Tod keine große Bedeutung. Mitten aus dem Leben gerissen, ohne langes Leid ist nur für die Trauernden schlimm. Und trauern wirst du sowieso. Wie wir alle, die das schon hinter uns haben. Nach langer Zeit erst weicht die Trauer einer dumpfen Wehmut.
     
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