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Warum Parelli?

Diskutiere Warum Parelli? im Bodenarbeit Forum; Heja, gibt es hier auch Leute, die mit ihrem Pferd nach Parelli arbeiten? Wenn ja, warum arbeitet, bzw. spielt ;) ihr so, und nicht anders? Frage...

  1. Laurinchen

    Laurinchen Sieger Bildwettbewerb Januar

    Heja,
    gibt es hier auch Leute, die mit ihrem Pferd nach Parelli arbeiten? Wenn ja, warum arbeitet, bzw. spielt ;) ihr so, und nicht anders? Frage mich schon seit längerer Zeit, ob es bei der BA von Parelli auch um Gymnastizierung handelt, oder "nur" um Vertrauensaufbau/Kommunikation zwischen Pferd und Mensch. Wenn das wirklich so ist, wie würdet ihr dazu stehen, mit einem Jungpferd nach Parelli zu arbeiten? Nur Parelli, nur ein Teil der BA nach Parelli, erst Parelli, wenn die Muskeln so weit da sind? Schreibt eure Meinung.
    Nachdenkliche Grüße,
    von der Öki. :)
     
  2. Reykjavik

    Reykjavik Inserent

    Hier auf der Homepage ist nochmal alles sehr informativ erklärt. Auch generell zu dem Programm.
     
  3. Laurinchen

    Laurinchen Sieger Bildwettbewerb Januar

    Aha. Also soweit ich das verstanden hab, ab Level 3 gehts los mit setzen der HH?! Aber davor, von v/a oder ähnlichem steht gar nix dabei...
     
  4. Katrin

    Katrin Inserent

    Hmmm, ich kann jetzt nicht viel dazu sagen, ausser dass ich dieses Bild auf der Seite daneben finde.
    http://www.parelli.ch/deutschland/html/wiss/wgmdw.php

    Ich hab auch irgendwo mal gelesen, dass es eine ziemlich brutale "erziehung" sein soll, in Form von "Wenn das Pferd nicht reagiert, dann gibt es Schläge mit Stock oder Karabiener vom Strick". Hab bis jetzt nur negatives von Parelli gehört, und erhlich gesagt steht auf der HP keine Information, wie er wirklich vorgeht, sondern nur gefasel von "Levels, die dasunddas bewirken, aber dafür musst du diese DVD kaufen" oder so ähnlich. Für mich ist das sehr negativ. Aber ist meine Meinung, muss jeder selber wissen.

    Liebe Grüße
     
  5. beate

    beate Inserent

    Hi Ihr,
    also ich selbst arbeite nicht nach Parelli, habe aber einige Bekannte, die dies versuchen, und war auch als Zuschauer auf einigen Kursen bzw. Vorführungen von/mit Parelli-Instruktoren.
    Der Aufbau der Lehre - mit den verschiedenen Levels, bei denen einer auf den anderen systematisch aufbaut - ist absolut genial. Ebenso wie die Philosophie, die dahintersteckt.
    Aber es ist so, daß hier in Deutschland - eigentlich in Europa - ein wesentlich härteres PNH gelehrt und vermittelt wird, als in USA (von Pat selbst). Ich habe noch nie derart verbissene Gesichter gesehen, wie bei "spielenden" PNH-Leuten :( .
    Meines Wissens wird die Gymnastizierung nicht extra hervorgehoben (habe gerade deswegen schnell das Buch durchgeschaut); es wird wohl davon ausgegangen, daß bei einem weichen, willigen und nachgiebigen Pferd diese automatisch einsetzt.
    Zur Jungpferdeerziehung kann ich mir diese Methode gut vorstellen, ebenso wie für Anfänger in Sachen Pferd, die eine konsequente Anleitung suchen. Jedoch darf man nie den Fehler machen, das Pferd und auch sich selbst dadurch allzusehr unter Druck zu setzen.
    Gruß
    Beate
     
  6. Laurinchen

    Laurinchen Sieger Bildwettbewerb Januar

    Die hab ich auch schon gesehen. Wenns Pferd läuft ist alles gut, wenn nicht, wird der Mensch böse.
    Aber, wenn ein Pferd eben nicht so reagiert, was würde dann gemacht werden? Einfach so weiterarbeiten, auch wenn das Pferd keinerlei Anstalten macht, v/a zu kommen? Das ist es ja, was mich beschäftigt.
     
  7. Seepferdchen

    Seepferdchen Neues Mitglied

    als erstes: "Verbissene Gesichter" sehe ich auch bei Dressur- und Springrteitern, genau so wie bei Freizeitreitern usw...
    Ich selbst habe mit meinem Pferd nach Parelli gearbeitet. Ich kann aus meiner erfahrung sagen: das System ist PERFEKT und LOGISCH auf gebaut. Allerdings empfehle ich auf jeden Fall einen Kurs bei einem guten Ausbilder/instructeur zu besuchen!! Vom reinen selber Lernen nach Buch oder CD rate ich dringend ab, da sich sehr leicht Fehler einschleichen, die man selber einfach nicht sehen KANN. Und so wird man sehr schnell gefrustet ... oder, noch schlimmer, behandelt das pferd ungerecht!! :mad:
    Ist ein Pferd korrekt nach Parelli Horsemnaship ausgebildet hat man nicht einfach nur ein Pferd, sondern einen echten Partner. Pferd und Mensch lernen einander zu respektieren. Probleme wie: pferd geht nicht in den Hänger, "Klebt" am Weidekumpel, geht nicht durch" Wasser oder an Flatterband vorbei, Pferd lässt sich nicht longieren, bleibt nicht stehen, geht usw usw usw - diese Probleme gibt es bei Parelli Pferden nicht! Und das ist einfach nur genial :) Voraussetzung natürlich IMMER: Man macht alles richtig!!
    leider gibt es mittlerweile sooo viele I...., die sog. Horsemanship Kurse für teures geld anbietem, selber aber leider absolut keine Ahnung haben! Solche Leute verwenden den begriff "Horsmanship" und schaden damit allen anderen, die gute Arbeit leisten und echte Horsemen sind! :mad:

    Ganz kurz: das Parelli System beruht auf sieben Spielen, das sind sieben verschieden Arten in der Kommunikation der Pferde untereinander, Spiele, die auch die Pferde untereinander spielen (Geht mal auf die Weide und beobachete so eine Herde mal einen ganzen Tag!). Die Spiele basieren auf der Logik der Fluchttiere. Man benutzt also die Kommunikation der Pferde, wenn man eine auf unsere Freundschaft und unseren Respekt gegründete Rangordnung aufbaut. Denn: Pferde sind Fluchttiere, wie Menschen jedoch Raubtiere! Wir riechen wie Fleischgfresser, sehen so aus und bewegen uns so. da liegen viele unserer probleme mit den Pferden begründet! Hat man das einmal verstanden, kann man schon viel besser mit dem Fluchttier Pferd umegehen...
    Das Thema ist wirklich seeehr komplex, zu komplex um es hier exakt dar zu legen.

    Hier kurze Info - von www.parelli.ch:

    "Pat hat dieses Programm während den 25 Jahren entwickelt, in denen er Pferde trainierte und Menschen auf der ganzen Welt unterrichtete. In dieser Zeit realisierte er, dass die Menschen nicht nur ihre Frustrationen überwinden, sondern auch ihr Potential mit Pferden entdecken können, wenn er ihnen ein tieferes Verständnis - richtiges Savvy für Pferde - beibringen würde.

    In Pats Worten: "Savvy kann man lernen. Ich habe es gelernt und ich hatte keine natürliche Begabung mit Pferden, ich hatte nur den grossen Wunsch und Willen dazu. In diesem Programm zeige ich dir den Weg, den ich auf meiner eigenen Reise zu Savvy gegangen bin, aber ohne die falschen Abzweigungen und Seitenpfade, die mich unterwegs Zeit gekostet haben".

    In diesem Programm geht es in erster Linie um Selbstentwicklung. Die ersten drei Levels sind speziell konzipiert, um den Menschen zu lehren und können über Pats Savvy System studiert werden. Nach Level 3 Refinement geht es im Programm mehr darum, den Pferden etwas zu lehren: Wettbewerbe; schwierige Pferde; junge Pferde, etc.. Hier wird es sehr viel detaillierter und intensiv und persönliche Betreuung ist unerlässlich.
     
  8. Laurinchen

    Laurinchen Sieger Bildwettbewerb Januar

    Hab net viel Zeit, aber kurz noch die Frage: Was heißt dieses "Savvy" eigtl.? Kenn das iwie nur in Zusammenhang mit Savvy Jeans, des ist ne Marke. ;) ;) Ausführliche Antwort auf den Beitrag morgen.
     
  9. Katrin

    Katrin Inserent

    Ich hab mal eine Frage: Mir schwebt gerade ein Bild im Kopf rum wo alle im Kreis stehen, die Pferde rückwärts schicken wollen. Die Pferde sollen ja auf möglichst wenig Druck reagieren. Ist es denn so, wenn das Pferd nicht reagiert, dass man so lange den Druck erhöht, vielleicht so hoch, dass man dem Pferd einen Schlag verpasst, wohlmöglich noch mit einem harten Gegenstand? Ich meine das mal gelesen zu haben. Das fände ich dann nicht gut, dann hat mein Pferd ja Angst vor mir.

    Liebe Grüße
     
  10. Seepferdchen

    Seepferdchen Neues Mitglied

    savvy heißt Grips, Köpfchen, Könne, Know-how ...

    @ Katrin: hast Du schon mal Pferde in der Herde beobachtet? Die gehen nicht gerade sanft mireinander um - sie knuffen, zwicken, rempeln unbd treten sich, drohen mit angelegten Ohren und zeigen die Zähne. Und sie mögen sich trotzdem. Vielmehr noch - sie brauchen eine Rangordnung, sie wollen ein starkes Leittier, nur dann fühlen sie sich wohl und behütet. Die wenigsten Pferde wollen Leitstute sein, das ist ein echter Scheiß-Job in der freien Natur! Die Leitstute hat nur Stress, muss immer aufpassen, bekommt am wenigsten Schlaf und Futter und wird meist nicht sehr alt.

    Zu Deiner Frage wegen dem Druck: Dein Pferd hat nur dann Angst vor Dir, wenn Du unfair oder unberechenbar handelst. Parelli nennt das die "vier Phasen der Bestimmtheit", das heißt der Druck wird in 4 Phasen erhöht, und zwar immer gleich, das ist ganz wichtig! So lernt das Pferd sehr schnell (meist schon nach ein paar weinigen Wiederholungen), dass es viel bequemer ist, schon auf ein kleines Zeichen zu weichen.
    So verhalten sich Pferden untereinander: Ranghohes Tier kommt - legt die Ohren an - zeigt die Zähne - und beißt dann auch, wenn das Rangniedere Tier immer noch nicht Platz macht. Auch hier: verschiedene Phasen. Wenn das Pferd lernt, Dir Deinen Raum zu lassen, wird es auch für Dich angenehmer - und sicherer - im täglichen Umgang. Ein Pferd, das Dich als Leittier und Partner anerkennt, wird Dir nicht "aus Versehen" auf den Fuß treten oder Dich rempeln. Hast Du schon mal gesehen, wie ein Pferd mit seinem Schweif eine Fliege vertreibt? Der Schweif trifft genau die Stelle, die kitzelt! Pferde wissen genau, wohin sie ihre Füße setzen, und es ist sicher auch kein Zufall, wenn man dann mal plötzlich den Schweif im Gesicht hat .... sehr angenehm ...
    Nebenbei: Pferde kennen nur schwarz und weiß, ja und nein, niemals vielleicht!

    Parelli hat also das Rad nicht neu erfunden, sondern ganz einfach gut beobachtet, und sein ganzes Wissen (Savvy) in ein System gepackt, das auch Leute verstehen und lernen können, die selbst eben nicht soo gute Beobachter oder Horsemen sind. Das ist das Besondere daran und unterscheidet ihn von anderen "Pferdeflüsterern" ...
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. Dez. 2006
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