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Was hat das Pferd?

Diskutiere Was hat das Pferd? im Sonstiges Forum; Hallo, aus gegebenem Anlass möchte ich dieses Thema eröffnen. Es geht hierbei nicht darum "ein Spiel zu gewinnen", sondern darum sich mit einer...

  1. Nike

    Nike Fotowettbewerbssieger Mai ´09

    Hallo,
    aus gegebenem Anlass möchte ich dieses Thema eröffnen. Es geht hierbei nicht darum "ein Spiel zu gewinnen", sondern darum sich mit einer Symptomatik auseinanderzusetzen und die Ursache dieser zu finden. Das gestaltet sich, wie wir wissen, leider manchmal sehr schwer bei Pferden. Sie können einfach nicht sagen "mir tut es hier und da weh!". Es bleibt bei uns Menschen Symptome zu deuten und Krankheitsbilder zu erkennen. Dabei ist es wichtig nie etwas auszuschließen und allen möglichen Ursachen offen gegenüber zu stehen. In diesem Thread wünsche ich mir eure Erfahrungen von "auf der Spur der Erkrankung", denn das kann uns allen und insbesondere unseren Pferden im Notfall einmal hilfreich sein. Beginnen möchte ich mit der mysteriösen Erkrankung meines Ponies, die im Juni diesen Jahres auftrat und inzwischen -Gott und meinem TA sein Dank- erkannt und behandelt werden konnte.

    Syptome meines Ponies:
    Tag 1:
    - Asti frisst schlecht, speichelt viel, z.T. bildet sich Schaum vor dem Maul beim fressen. Es hat den Anschein als würde er alles sehr gründlich durchkauen und dann nicht schlucken können. Es entstehen Heurollen, die z.T. rausgezogen werden müssen. Er sucht meine Nähe, steht wenn ich nicht auf dem Paddock bin unentschlossen rum. Er hat stark angeschwollene Lymphknoten zwischen den Ganaschen bis vor zum Kinn. Erhöhte Temperatur von 38,6°C. Insgesamter Zustand: Matt, sehr ruhig, aber "da".
    - TA-Untersuchung: Zähne okay, keine Fremdkörper ersichtlich. Zunge unterhalb leicht gerötet. Sehr blasse Schleimhäute. Keine Anzeichen von Kolik. Keine äußeren Verletzungen oder Zeckebisse ersichtlich. TA gibt Schmerzmittel und Enzündungshemmer, tippt auf bakteriellen oder viralen Infekt -> abwarten

    Tag 2:
    Pony hat nachts gefressen. Ist aufmerksam und besser drauf. Lymphknoten sind weiterhin stark angeschwollen. Temperatur aber wieder im Normalbereich. Schmerzmittel nur morgens, da der TA wissen will, wie es sich ohne Schmerzmittel entwickelt.
    Blutergebnisse sind da: Zuviele weiße Blutkörperchen (Entzündung, Infekt, Parasiten, Magengeschwür, Soor, Borriliose, Druse) und zu wenig rote Blutkörperchen (Blutverlust: Blutkörperchen gehen verloren, werden zerstört oder nicht gebidet...) Pony ist inzwischen also leicht anämisch. [​IMG]
    [​IMG]

    Tag 3:
    Schock: Nachdem ich dachte, es geht bergauf.... Asti hat die Nacht über nichts gefressen und getrunken. Kein Fieber.
    Medikamente verabreicht (Schmerzmittel, Entzündungshemmer), danach frisst er. Überlegung in die Klinik zu fahren. Dagegen entschieden: Zu unbestimmte Syptome laut TA (Klink kann nicht mehr machen als er vor Ort) + zu viel Stress. Es werden weitere Bluttests gemacht.

    Tag 4:
    Es geht wieder aufwärts. Asti frisst und trinkt.... Kein Fieber. Er ist insgesamt ganz gut drauf...

    Tag 5:
    .... Allerdings nur unter Medikamenten. Sobald die abgesetzt sind steht er matt in der Ecke, frisst nicht und trinkt nicht. Also eindeutiges Zeichen: Ohne Schmerzmittel/ Entzündungshemmer geht nichts.

    Was hat Asti?
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. Juli 2014
  2. Delora

    Delora Inaktiver Nutzer

    Ich tippe auf offenes Magengeschwür.
     
  3. Nike

    Nike Fotowettbewerbssieger Mai ´09

    Hallo Delora,
    könntest du erklären warum du ein offenes/ blutendes Magengeschwür im Verdacht hast?
     
  4. Delora

    Delora Inaktiver Nutzer

    Passt zumindest teilweise ganz gut. Vielleicht noch etwas zusätzliches, was ich nicht deuten kann, aber ich hatte ne Stute mit MG.
    Das sind massive Schmerzen, daher wohl das Fressverweigern. Bei Schmerzmitteln ging es ja besser.
    Speicheln und Schäumen hatte meine auch vom Leerkauen. teilweise hat meine dann sogar mit den Zähnen geknirscht. Das würde also auch passen.
    Die Blutwerte sagen, da ist ne Entzündung. Ein Ulkus ist eine, das würde auch stimmen.
    Blutverlust? Wenns soweit schon ist, dann wäre es aber auffälliger mit echten Kolikanzeichen. Hier ist vielleicht doch noch etwas anderes im Argen, könnte aber mit reinspielen.
    Dann etwas aus eigener, menschlicher Erfahrung: Wenn die Säure im Magen bis in die Speiseröhre stand, dann TUT schlucken weh. Als wenn man Glasscherben schlucken wollte. Also würde ich rein aus dem Gefühl da auch bei der Schluckunlust dran denken.
     
     
  5. Nike

    Nike Fotowettbewerbssieger Mai ´09

    Ich finde deine Erklärung wirklich gut mitgedacht, nachvollziehbar und auch begründet. Wie gesagt, auch ich habe ein Magengeschwür nicht ausgeschlossen. TA jedoch schon....

    Aber ich gespannt, was andere Leser noch für Ideen haben...
     
  6. Fuchsschimmele

    Fuchsschimmele Rennsemmel

    Hallo, aus welchen Gründen hat der TA eine Magengeschwür ausgeschlossen? Grüsse
     
  7. treuerhusar

    treuerhusar Gesperrt

    Warum spricht sich der TA gegen die Klinik aus?

    Kein Haus- TA kann das gewährleisten, was eine Klinik bietet:
    24 Stunden ständige Aufsicht über das betreffende Pferd.
    Zumal in der Klinik ständig ein TA vor Ort ist.
    Ein nicht zu vernachlässigender Vorteil, sollte es zu einer Krisis kommen.

    So wie Du das schilderst, ist das Pferd noch transportfähig.
    Warum also warten, bis es das nicht mehr ist?
    Stress hin oder her, ich würde verladen und in die Klinik fahren.
    Die threapeutischen und diagnostischen Möglichkeiten einer Klinik kann kein ambulanter TA bieten.
    Da besteht immer das Zeitproblem, verursacht durch die Anfahrt.

    So plausibel die Erklärung bezüglich des Magengeschwüres auch erscheint, mir stellt sich da eine Frage:
    “Warum entstehen Heuwickel?“
    Das ist doch ein Indiz dafür, daß im Bereich Maul/ Zähne etwas nicht in Ordnung ist.
    Eine Verletzung in dem Bereich würde ich da nicht ausschließen wollen.
    Mit anschließender Entzündung.

    Auch wenn die Zähne oberflächlich in Ordnung erscheinen, also keine Haken, aber wer weiß denn schon, ob das auch für den Kiefer gilt?
    Bei einer eitrigen Kieferentzuündung wird das Pferd die aufgenommene Nahrung auch nicht vernünftig durchkauen können.
    Womit wir dann eine Erklärung für die Heuwickel hätten.
     
  8. satine

    satine Inserent

    Husar,

    das Pferd ist bereits geheilt! es geht hier nur darum, sein medizinisches Wissen unter beweis zu stellen!
    Sozusagen: Cluedo mit Pferdekrankheiten :lol:
     
  9. treuerhusar

    treuerhusar Gesperrt

    Mag sein ....
    Aber einen TA, der in einem solchen Falle den Transport in eine Klinik ausschließt, würde ich in die Wüste schicken.
    Zu oft habe ich in der Klinik gehört:
    “Wären sie früher zu uns gekommen .... !“
     
  10. satine

    satine Inserent

    So, da ich nicht alleine auf der Couch sitze, gebe ich zwei Tips ab!
    Männchen sagt: Vergiftung
    Ich sage: eine beginnende CNI bzw. Nierenentzündung.
     
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