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Was ist ein "Dominanzproblem"?

Diskutiere Was ist ein "Dominanzproblem"? im Pferdeflüsterer Forum; Hi Ihr, abgeleitet von dem Thema "Körperlicher Druck" (huhu an Garry :D ) kam bei mir die Frage auf, was wohl landläufig als Dominanzproblem...

  1. beate

    beate Inserent

    Hi Ihr,
    abgeleitet von dem Thema "Körperlicher Druck" (huhu an Garry :D ) kam bei mir die Frage auf, was wohl landläufig als Dominanzproblem bezeichnet wird.
    Hierzu würden mich Eure Meinungen interessieren, was Ihr als ein solches ansehen würdet und wodurch es entstehen kann.
    Danke!
    Gruß
    Beate
     
  2. isis-r

    isis-r Inserent

    Dominanzproblem ist für mich wenn das Pferd mich nicht als ranghöher akzeptiert und mir auf der Nase rumtanzt. Wenn man sich beim Zusehen die Frage stellt: geht der Reiter mit dem Pferd spazieren oder das Pferd mit dem Reiter?
    Es gibt viele Pferde, die kein Respekt vor Kindern oder unsicheren Personen haben, sie einfach nicht für voll nehmen.
    Auslöser kann ein sehr ausgeprägtes Selbstbewußtsein des Pferdes oder mangelnde Erziehung sein.
     
  3. beate

    beate Inserent

    Hi,
    noch ein kurzer Nachsatz - was mir gerade noch eingefallen ist:
    Meist heißt es dann: "Das Pferd hat ein Dominanzproblem!" Aber ist es nicht eher so, daß - wenn jemand eines hat - eher der MENSCH ein "Dominanzproblem" hat?
    Gruß
    Beate
     
  4. LadyX

    LadyX Inserent

    Auslöser kann ein sehr ausgeprägtes Selbstbewußtsein des Pferdes oder mangelnde Erziehung sein.[/QUOTE]

    darf ich da noch was hinzufügen?! In den meisten Fällen liegt es nicht an mangelnder Erziehung, sondern wohl eher an falscher Erziehung.
     
     
  5. Garry

    Garry Inserent

    Huhu Beate :D
    Sehr interessante Theman über die man sich mit dir unterhalten kann, find ich immer sehr aufschlussreich :p

    Ich finde auch das nicht das Pferd ein Dominanzproblem hat sondern der Mensch. Was ja fast immer der Fall ist wenn das Pferd irgendein Problem hat :(
    Das Pferd ist eigentlich nie allein Schuld, entweder haben beide ein Problem, oder nur der Mensch

    Wer ja mal auch interessant was in einem Wörterbuch über Dominanz steht... was das nun ganz genau bedeutet

    Ich muss jetzt zum Pferd gucke aber morgen mal rein was ihr so geschrieben habt

    Gruß Garry
     
  6. Lorelai

    Lorelai Chaos-Trulla

    Hmmm... Ein Dominanzproblem hat finde ich weder der Reiter noch das Pferd, eher das Team an sich... Es gibt auch Herden, in denen es Dominanzprobleme unter den Pferden gibt - zum Beispiel dann, wenn zwei (oder mehr Pferde) die Rangordnung unter sich nie wirklich ausmachen (können). Da gibt es dann immer wieder Rangeleien, weil jeder immer wieder dem anderen den Rang als "Herdenchef" streitig macht.
    So ähnlich sehe ich das beim Pferd-Reiter-Team auch. Das Dominanzproblem hat ein Team, wenn die "Rangordnung" nicht eindeutig geklärt ist - logisch dass in dem Fall der Mensch das ranghöhere Mitglied sein sollte, daher ist es - finde ich - eben auch ein Problem, wenn die Rangordnung zwar geklärt ist, aber der Mensch "unterbuttert" wurde... ;) Das Pferd hat damit keine Problem, klar, aber das "Team" leidet darunter...

    Woher die Probleme kommen? Ich finde die "Erziehung" hat damit oft gar nicht mal sooo viel zu tun - eher die Körpersprache und das Verhalten des Menschen... Wenn das stimmt, "unterwerfen" sich die meisten Pferde von selbst... Wenn einer halt schon mit eingezogenem Kopf auf ein Pferd zugeht und bei jeder Bewegung des Tiers zusammenzuckt oder gar weggeht - klar, dass das Pferd dann die Leitrolle übernimmt, es kennt es ja nicht anders. Der, der führen KANN soll das ja auch tun - kann der Mensch das nicht, dann macht es eben das Pferd, was für das Tier ja ganz natürlich und für die Herde überlebenswichtig ist...
    Von demher finde ich "falsche" Erziehung da eher das falsche Wort dafür - das Pferd wurde ja richtig "erzogen", von seinen Artgenossen und seinen Instinkten nämlich, es macht ja in dem Fall alles richtig - zumindest aus der Sicht eines Pferdes...
    Das Erziehungsproblem liegt da eher am Menschen, der nicht gelernt hat, selbstbewusst aufzutreten und seinen Standpunkt klar zu machen - was bei Gott nicht heißt, dass er mit dem Tier echte "Rangkämpfe" im Sinne von Prügeleien führen soll, sondern einfach nur, dass er dem Pferd Ruhe und Sicherheit vermitteln muss, dann akzeptieren die meisten Pferde diesen Menschen von sich aus als "Leittier", denn bei ihm fühlen sie sich gut aufgehoben (und ein Pferd MUSS sich m.M.n. "gut aufgehoben" fühlen, um den Menschen vollkommen als Leittier anzusehen, denn es muss sich ja auf den Herdenchef verlassen können und ihm vertrauen, dass er es nicht in Gefahr bringt).

    Klar, es gibt Pferde, die dominanter sind als andere und den Menschen nicht gleich als Leitmenschen ansehen, aber das sind meiner Erfahrung nach eher die Ausnahmen... Denen muss man erstmal "zeigen, dass man der Boss ist", aber wie gesagt, ich denke das sind eher die Ausnahmen - oder die von Menschen "verkorksten" Pferde...

    Ach übrigens Beate: Wieder mal ein tolles Thema! ;)
     
    Zuletzt bearbeitet: 7. Nov. 2006
  7. Frann

    Frann Guest

    hi ihr.
    ich sehe das ein wenig differenzierter, nämlich, jeh nachdem , wo und wie das problem gelagert ist.
    und ich sehe auch bei weitem nicht immer die schuld beim reiter, besitzer oder wie auch immer....
    ein beispiel:
    meine einstellerin hat seit über 20 jahren eine stute, die stute ist der boss. seitdem sie nun beide bei mir sind, tuen sich welten auf. keiner von uns besis oder reitern, lässt sich das heu von der schubkarre klauen, oder sich den weg versperren....
    stute absolut baff, leicht verwirrt, aber hats gelernt und kapiert.
    besi genau die gleiche reaktion, weil auch lernfähig, und siehe da, es klappt. war aber bis dahin für besi eher ein normalzustand. sie kannte es nicht anders.

    oder mein zweit jungster. der fängt nun an, trotz gut 4 jähriger ausbildung und absolutem verständniss, wer hier der boss ist, mich zu kneifen. das muss unbedingt unterbunden werden. jedes pferd/pony, welches nach jahren ausprobiert, wie stark es nun ist, muss unbedingt gleich lernen: so nicht.
    sonst ergeht es einem wie meine damalige bekannte es erlebt hat. nach 9 jahren ist ihr pferd von heute auf morgen so dominant geworden, er hat sie absolut nicht mehr akzeptiert. ene? verkauf!!! das war teilweise schon lebensgefährlich, was der gemacht hat. und sie? sie war suizietgefährdet, mit ihrer weichheit.

    wer hat das dominatzproblem? eigentlich am ende doch beide.....
    lg
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 7. Nov. 2006
  8. belladonna

    belladonna Guest

    Es gibt in meinen Augen kein Dominanzproblem. Das ist nur ein Ausdruck für einen hilflosen Reiter, der eine Erklärung sucht, warum sein Pferd nach inkosequenter Behandlung irgendwas macht, aber nicht das, was der Reiter will.
    Für weitere Informationen nehme man sich einen guten Reitlehrer, der so ein Problem schnell beheben kann oder das Buch "Bestrickt" von Gleitner, wo auch sehr gut erklärt wird, was man machen kann.
    Das muß nicht immer mit der Gerte sein, ein konsequenter Umgang kann da auch viel bewirken.
     
  9. beate

    beate Inserent

    Hi Ihr,
    noch ganz kurz ein Einwurf von mir, bevor mir die Augen zufallen...
    Hier wurde als eventuelle Ursache für ein Dominanzproblem (falls es dies tatsächlich gibt), ein "ausgeprägtes Selbstbewußtsein" genannt. Aber ist ein selbstbewusstes Pferd nicht etwas ganz tolles und absolut positives? Ich würde ein solches Pferd jederzeit einem "unsicheren" vorziehen. Allerdings gäbe es hier u.U. das Problem, ob bzw. wie der Mensch mit diesem Tier umgeht; ergo > der Mensch hat das Problem!?
    Gruß
    Beate
     
  10. Leo

    Leo . Mitarbeiter

    Und was ist mit den ganzen Reitschulpferden, die es ja fast nur mit unsichern Reitern zu tun haben, die ihnen gegenüber kein kosequentes Auftreten haben ? Müßten die nicht alle furchtbar dominant sein ? Oder sind sie das und zeigen es nur nicht immer ?
     
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