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Was ist nur passiert?

Diskutiere Was ist nur passiert? im Pferdeflüsterer Forum; Hallo, ich habe seit ca. zwei Wochen ein Problem mit meinem Wallach. Ich habe in seit ca. 8 Wochen. Ich habe ihn bei mir probegeritten und...

  1. *Zottel*

    *Zottel* Inserent

    Hallo,

    ich habe seit ca. zwei Wochen ein Problem mit meinem Wallach.

    Ich habe in seit ca. 8 Wochen. Ich habe ihn bei mir probegeritten und es war i. O. Ich habe auch jetzt noch Kontakt mit der Vorbesitzerin, sie kam uns auch schon ein paar Mal besuchen.
    Ich hatte von Anfang an keine Angst beim Ausreiten, da das Pferd als Lebensversicherung galt. Die Arbeit auf dem Platz war etwas schwieriger, aber zu bewältigen.

    Nun habe ich dem Wallach vor ca. 4 Wochen eine 10-tägige Reitpause gegeben (mit täglich 6-8 Stunden Weidegang), da ich zeitlich sehr eingeschränkt war.
    Dann wollte ich ihn zuerst mal longieren und stellte ihn zum Putzen und fertigmachen bei uns ganz normal an den Putzplatz. Da schaute er schon etwas komisch und ich dachte, es wäre besser, ihm beim Trensen einen Halsriemen anzulegen.
    Und das war kein Fehler. Denn mein Wallach bekam aus irgendeinem Grund Panik und rannte los. Der Panikhaken vom Halsriemen ging leider auf und das Pferd rannte davon, ließ sich zwar gleich einfangen, rannte dann aber in die Box zurück.
    Er ließ sich dort schnell beruhigen und dann auch problemlos trensen und fertigmachen, aber seitdem steht er mir nicht mehr alleine an dem Putzplatz. Nur, wenn meine Stute dabei steht, geht es einigermaßen.

    Ich hab keine Ahnung, was mit ihm los ist. Er lässt sich nicht mehr richtig am Kopf anfassen, was vorher kein Problem war.
    Zudem finden wir kein Vertrauen mehr zueinander. Er hat ein richtiges Protestverhalten. Beim Hufeauskratzen äppelt er oft. Er zieht zwar davor das Bein weg, aber das hat er vorher auch nicht gemacht.

    Ich bin seither nur mit der Doppellonge mit ihm unterwegs und bin fast schon ein bißchen ängstlich, auf ihm zu reiten. Denn wie gesagt, das gegenseitige Vertrauen ist weg. Denn er lässt sich immer noch nur in der Box trensen.

    Habt ihr so etwas auch schon mal erlebt?
     
  2. Hazira

    Hazira offizielle ironische Forums-Klobürste

    steht der wallach NUR mit der stute zusammen?
    hast du ihn in den 10 tagen irgendwie beschäftigt oder kontakt gehabt?
    was hast du versucht um das vertrauen wieder aufzubauen / die kopfscheue herauszubekommen?

    wie alt bist du? wie alt ist das pferd?
     
  3. *Zottel*

    *Zottel* Inserent

    Ich hab mich schon jeden Tag um ihn gekümmert.
    Direkten Kontakt hat er zu meiner Stute, die die Box neben ihm hat. Gegenüber stehen noch drei andere, die sind aber auf der Koppel getrennt, weil die drei anderen rabiat sind.
    Der Wallach ist unumstritten der Chef und meine Stute gibt nach. Die Stute ist 20, der Wallach 16 und ich 25.

    Ich hab den Wallach, weil mir meine andere Stute kurz zuvor verstorben ist bzw. eingeschläfert werden musste.

    Ich hab viel mit ihm versucht, das Vertrauen wieder herzustellen. Er ist so im Umgang auch korrekt. Also, wenn ich ihn von der Weide hole, dann kommt er auch gleich. Einzig und allein der Putzplatz muss sein Problem sein, denn da fühlt er sich nicht mehr wohl. In der Box lässt er sich besser den Kopf anfassen. Eigentlich so wie gewohnt.
     
  4. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    Hi,
    ich würde sagen, das Problem liegt primär nur am Putzplatz. Irgendwas hat ihn dort erschreckt und jetzt verbindet er diesen Platz mit der Angst. Nimm dir Zeit und führ ihn am Halfter zum Putzplatz. Binde ihn nicht an, lass ihn am Strick. Dort kannst du vorher Karotten hinlegen und ihn finden lassen, dann verbindet er schonmal etwas positives damit. Nimm dir Leckerlies in einer Tasche mit und lenke ihn damit ab sobald er wieder Anzeichen von Angst bekommt. Gibt es eine Stelle, an der er besonders gern geputzt wird? Dann Putz diese dort, oder streichel ihn mit einer weichen Bürste. Das würde ich regelmässig machen und ihn dann so nebenbei auch satteln und versuchen zu Trensen. Vielleicht kann dir beim Trensen jemand helfen, der ihn am Halfter um den Hals festhält, damit er sich nicht verletzt. Die Trense mit einem Leckerlie anlegen und immer schön loben.
    Da ihr euch ja noch nicht so lange kennt, fehlt einfach noch das Vertrauen. Solche Erschreckereien bedeuten dann oft erstmal einen großen Rückschritt, das wird mit der Zeit aber besser.
    LG
     
  5. *Zottel*

    *Zottel* Inserent

    @Gromit:
    Das Vertrauen war schon riesengroß zwischen uns. Wir haben in der kurzen Zeit auch schon tolle Ausflüge im Gelände gemacht, sowie toll auf dem Platz gearbeitet.
    Ein Leckerlie bekam er immer nach dem Trensen. Aber ich glaube auch, dass er mit dem Putzplatz irgendwas Blödes in Verbindung bringt. Aber wie gesagt, wenn meine Stute noch dabei steht, ist es besser. Abe da draußel lässt er sich wirklich kaum anfassen.
    Wenn ich ihn in der Box fertigmache, dann ist er der Alte, nur deutlich schreckhafter als vorher.
    Ich hab auch schon versucht, ob er mit weniger Hafer ruhiger wird - aber da wird er nur grantig.

    Aber trotzdem danke für die Tipps, ich werde einfach Geduld haben müssen!
     
  6. Dakota

    Dakota Inserent

    ich würd eher sagen, da wird einer etwas aufmüpfig....wenns bei der stute klappt, warum dann nicht auch bei dir? :twitcy:
     
  7. Piennie

    Piennie Inserent

    Vielleicht lässt Du den Putzplatz erstmal außenvor.Wenn er sich in der Box deutlich wohler fühlt dann mach ihn erstmal da fertig - ich weiß das ist nicht optimal aber das wird keinen umbringen. Bring erstmal eure Beziehung wieder in Ordnung, laß Dir evt. von der Vorbesitzerin helfen. Klär in der Zeit deutlich wer Chef ist und beginn erst wenn soweit alles wieder klappt mit den Übungen (siehe Gromit) am Putzplatz.
     
  8. Wanderreiter

    Wanderreiter Inserent

    Auch wenn du das Gefühl hast, das Vertrauen da ist: er kennt dich einfach noch nicht gut genug. Also ist er erst einmal vorsichtig, nach dem Schrecken auf dem Putzplatz. Hinzu kommt, das er deine Unsicherheit fühlt und jetzt vielleicht auch ein wenig aufmüpfig wird und deinen Rang in Frage stellt.
    Du solltest ihn nach wie vor zum Putzplatz bringen und dich normal verhalten, sein Gezappel ignorieren und ihn ruhig ausgiebig loben, wenn er gut steht.
    Ein Leckerlie oder Möhren/ Apfel wirken Wunder!
    Gib ihm beim Auftrensen ein Stück Zucker mit dem Gebiß, daß verleitet ihn dazu, den Kopf zu senken und entspannter zu stehen.
    So sollte es eigentlich nach einiger Zeit wieder zu einem normalen Verhalten kommen.
     
  9. *Zottel*

    *Zottel* Inserent

    Hallo nochmal an alle,

    ich habe Neuigkeiten in meinem "Fall":

    Und zwar muss ich da erst nochmal was fragen, aber es hört sich sehr komisch an:
    Habt ihr schon mal ein Pferd erlebt, das beleidigt war, weil es nicht geritten wurde???

    Wie komme ich zu dieser Frage?
    Naja, ich hab mich eben in Geduld mit meinem Wallach geübt und ihn auch immer wieder an den Putzplatz gestellt. Die Abstände, dass ich meine Stute neben ihn gestellt hab, habe ich langsam vergrößert und es wird immer besser mit ihm. Trotzdem sattle und trense ich ihn immer noch in der Box, weil ihm das gerade angenehmer erscheint.

    Tja, dann hab ich die letzte Zeit sehr viel an der Doppellonge mit ihm gearbeitet, weil er sich da schön rund macht und gut v/a geht. Vor drei Tagen wollte ich nach 15-20 Minuten Arbeit an der Doppellonge noch ein bißchen reiten.
    Es ging alles gut, keine besonderen Vorkommnisse. Und als ich dann von Reitplatz wieder an den Stall kam war der Wallach wie ausgewechselt! Ich kann es selbst kaum glauben, aber er ließ sich besser am Kopf und Hals anfassen und steht seitdem auch viel besser am Putzplatz.
    So, nun habe ich das gestern und heute auch gemacht und es scheint, als ob er mich jetzt wieder viel lieber mögen würde. Und ich kann das einfach nur auf das Reiten zurückführen. Denn gearbeitet habe ich ja mit ihm (an der Doppellonge), aber erst seit ich wieder geritten bin, hat er sich zum Alten verwandelt.

    Und heute ließ er sich wieder richtig gut an Kopf und Ohren anfassen. Und nun konnte ich sehen, warum er womöglich vor ein paar Wochen so panisch beim Trensen reagierte. Denn er hatte hinter den Ohren am Mähnenansatz eine kleine, schon verheilte, Wunde. Nicht da, wo das Reithalfter liegt, sondern noch etwas mehr in Richtung Hals. Wahrscheinlich hat meine Stute ihm doch mal Paroli geboten und ihn dort erwischt und ich kam beim Trensen an die Stelle...

    Naja, jedenfalls bin ich ziemlich glücklich, dass gerade wieder alles so gut mit ihm läuft!

    Ich danke euch für eure Antworten und Hilfestellungen!!!
     
  10. Coco5

    Coco5 Guest

    Hab ich mir fast gedacht, wenn du ihn 4 wo hast und 10 Tage Pause, das kommt am Anfang nie gut an, dann verliert er das Vertrauen schneller.
    Aber das der Knabe so heftig reagiert muss aber auch nicht sein.
    Man sagt ja auch, Arbeit (Reiten) macht ungehorsame Pferde gehorsam.
    Na, dann hat das ja nun nen Happy End
     
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