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Was kann ich machen ? Beim Pferdekauf betrogen!

Diskutiere Was kann ich machen ? Beim Pferdekauf betrogen! im Pferde Allgemein Forum; Hallo, hoffe ich bin hier richtig. Ich habe mir im Mai 2011 eine Stute bei einer Züchterin gekauft. Sie sagte mir man könne mit ihr noch...

  1. Smoothie

    Smoothie Mitglied

    Hallo,
    hoffe ich bin hier richtig.

    Ich habe mir im Mai 2011 eine Stute bei einer Züchterin gekauft.
    Sie sagte mir man könne mit ihr noch super Turniere gehen ( Springen L ,Dressur A geritten und A Voltigieren gegangen vorher ) Es hat dann alles gepasst und ich habe sie für 3900€ gekauft, AKU wurde vom Tierarzt des Verkäufers gemacht und war in Ordnung.
    Nun habe ich mal ein bisschen nachgeforscht was meine Stute vorher gemacht hat und warum die Vorbesitzer sie verkauft haben, da bin ich dann auf einen Reitverein gestoßen wo sie als Voltigierpferd eingesetzt wurde.
    Der Reitverein erzählte mir dann das die Stute auf der Weide einen Unfall hatte und sich das Eisen in den Huf gerammt hat, daraufhin sind sie in die klinik mit ihr und es hieß sie solle 1 Jahr pausieren,desweiteren wurde da festgestellt das sie am linken Hinterbein eine Verkapselung hat und sie daher nicht mehr gesprungen werden sollte.
    Der Verein konnte sich den ausfall nicht mehr leisten und haben sie dann ausdrücklich als Beistellpferd oder Zuchtstute an die Züchterin Verkauft für 500€ .
    Die Züchterin hat mir aber lediglich erzählt das sie mal ein Hufgeschwür hatte ,was ja so nicht schlimm ist.
    Sie hat damals alle Krankenunterlagen mitbekommen und wusste genau über ihren zustand bescheid hat mir aber nichts davon gesagt und beim Kauf nur Pass und Eigentumsurkunde ausgehändigt.
    Der Reitverein hat mir die Berichte von der Klinik ausgehändigt aber die Klinik hat dem Verein nur Mündlich gesagt das sie nicht mehr gesprungen werden sollte und aufgrund ihrer verletzung 1 Jahr pausieren sollte.
    Im August 2010 hatte sie den Unfall und im Dezember 2010 hat sie die Züchterin gekauft und mir im Mai 2011 wieder weiterverkauft ,somit hatte sie das Jahr pause nicht.
    Ich bin sie dann auch gesprungen und danach hat sie gelahmt,danach bin ich dann nicht mehr gesprungen
    habe sie aber ein paar Monate später nochmal Freispringen lassen vorauf sie wieder gelahmt hat.

    Nun meine Frage : Habe ich irgendwelche Chancen gegen die Züchterin vorzugehen und gegebenfals Geld zurück zu bekommen? Die Stute möchte ich aufjedenfall behalten und gebe sie auch nicht mehr her.
    Ich hatte nochmal mit dem Verein gesprochen und der meinte das ich gute Chancen hätte weil die Züchterin mir
    die Klinikberichte usw verschwiegen hat und Sie mir als Top Turnierpferd Verkauft hat obwohl sie das ja so nicht mehr ist.

    Könnt Ihr mir vielleicht helfen ob ihr ähnliche fälle hattet oder wisst was ich machen könnte ?
    Wäre euch wirklich sehr sehr Dankbar!


    Liebe Grüße Smoothie
     
  2. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ. Mitarbeiter

    Dann als erstes die Frage: Was steht in dem Vertrag zwischen Dir und der Züchterin, also steht da drin, daß:

    - oder steht da nur drin, daß die Stute reitbar ist?


    LG, Charly
     
  3. Smoothie

    Smoothie Mitglied

    Naja also sie hat mir das nur Mündlich gesagt.
    Im Kaufvertrag steht halt nur das sie L Springen,A Dressur, A Voltigieren gegangen ist.

    Sie hat aber auch geschrieben das sie ausdrücklich darauf hinweist das die Stute erst seit Dez. 2010 in Ihrem besitz ist und sie keine
    Kenntnisse über den Vorherigen Gesundheitszustand/ Lebensumstände über die Stute hat.
     
  4. Wanderreiter

    Wanderreiter Inserent

    [h=2]Beweislast für Mängel[/h] "Entscheidend ist der Zeitpunkt der Übergabe!

    Grundsätzlich hat der Käufer die Existenz des Mangels zu beweisen

    Zeigt sich bei einem VGK innerhalb von 6 Monaten seit Übergabe ein Mangel, hat i.d.R. der Verkäufer die Mangelfreiheit zu beweisen, danach der Käufer die Mangelhaftigkeit
    "


    Es kommt auf viele Dinge an:

    -Was genau steht im Kaufvertrag?
    -Gibt es Papiere für das Pferd? Vorbesitzer etc?
    -Hast du Zeugen, die die mündlichen Zusagen bestätigen können?
    -Willst du das Pferd noch turniermäßig reiten?
    -Hat das Pferd jetzt gesundheitliche Probleme, die auf die alte Verletzung zurückzuführen sind?

    Da 6 Monate bereits rum sind, bist du nun in der Situation, daß du beweisen mußt, daß du getäuscht worden bist.
    Also müssen Gutachten her, die den Zustand des Pferdes jetzt beschreiben. Dann mußt du beweisen, daß dieser Zustand schon vor dem Kauf bestanden hat und nicht erst bei dir passiert ist.
    Das wird ein langer und evtl. nicht sehr erfolgversprechender Prozeß, mit Anwalt und möglicherweise auch Gericht.
    Hast du Zeit, Geld und Lust, um das alles durchzumachen?

    Du hast bei der AKU offenbar keine Röntgenaufnahmen der Beine bzw. der Hufe machen lassen? Das rächt sich jetzt...

    Du möchtest wahrscheinlich einen Teil des Geldes rückerstattet haben, oder? Hast du eine gute Rechtschutzversicherung, die die Anwaltskosten übernehmen würde? Dann kannst du es versuchen.
    Ansonsten: Viel Glück!
     
     
  5. Piennie

    Piennie Inserent

    Also da Du ja die Aussagen/ Unterlagen des Vereines hast würde ich es schon probieren. Also zumindest würde ich mal einen Anwalt der sich auf Pferderecht spezialisiert hat aufsuchen und mich unverbindlich Beraten lassen was möglich ist und wie die Chancen überhaupt stehen. Ich mein klar hast Du dann noch mal 100 € draufgezahlt, weißt aber woran Du bist und kannst entscheiden ob Du den Kampf aufnimmst oder nicht. Evt. reicht auch ein Anwaltsschreiben um die Züchterin zum Preisnachlas zu bewegen.

    Hast Du sie eigentlich schon mal mit Deinen Erkenntnissen konfrontiert - wie hat sie reagiert?
     
  6. GilianCo

    GilianCo Langzügelbespaßer

    Weitergehend wäre die Frage, ob man diese Verkapselung röntgenologisch darstellen kann / konnte. Wenn nicht, hätten Rö Bilder da auch nicht geholfen. Ich denke sowieso, das man leider vieles, aber nicht alles vermeiden kann mit einer AKU. Da die Beweislast bei Dir liegt, wird es vermutlich schwierig. Dazu müßte man jetzt nachweisen, das diese Verkapselung, die darstellbar sein muß (was genau für seine Verkapselung ist das, und wie genau bewirkt der die nach dem Springen auftretende Lahmheit? Wäre die erste Frage die da zu klären wäre), länger als ein halbes Jahr existiert. Man kann, wenn man so etwas relativ schnell nach dem Kauf feststellt, sicher nachweisen,je länger es her ist, desto schwieriger wird das, weil man jetzt quasi darstellen muß, das diese Veränderung schon länger als ein halbes Jahr vorliegt. Da man so etwas zwar in "ältere" und "neuere" Verletzungen differenzieren in vielen Fällen, ob man eine "alte Verletzung", die länger als einen Monat existiert jetzt von einer Verletzung differenziert bekommt, die tatsächlich schon deutlich länger als ein halbes Jahr existiert nachweisen kann, ist schon als recht schwierig anzusehen.

    So bleibt Dir nur, was im Vertrag steht, und was vom Verein und vom TA ausgesagt wird. Wenn allerdings die Züchterin sich abgesichert hat (indem sie den geplanten Einsatz als Springpferd eben NICHT in den Kaufvertrag bzw. die AKU geschrieben hat (da würde ich noch einmal nachfragen, denn der TA weiß, was es für ihn beruflich bedeutet, wenn er aus Gefälligkeit hier falschaussagen machen würde)), dann steht da ja Aussage gegen Aussage. Dann ist es vermutlich eher Glückssache, ob Du da eine Chance hast oder nicht. Schon mit eindeutiger Beweislage dauern solche Prozesse in der Regel ab drei Jahren aufwärts, das sollte auch bedacht werden.
     
  7. Lotus

    Lotus Neues Mitglied

    Heya!
    Oh je, das ist wirklich schrecklich, wenn man so hintergangen wird. Allerdings mache ich dir keine allzugroßen Hoffnungen, dass du da was bewegen kannst, wenn du die Stute schon 2011 gekauft hast. Alles, was nicht im Vertrag festgehalten ist, ist rechtlich nicht abgesichert, die Händlerin hat sich damit also nicht strafbar gemacht. Wenn sie auch noch erwähnt, dass sie keine Vorkenntnisse über das Pferd hat, dann hast du wirklich keine Chance. Außer natürlich im Kaufvertrag mit dem Verein ist die Krankheit aufgelistet oder es steht irgendwo, dass die Händlerin dich über jegliche Krankheiten, von denen sie Kenntnisse hat, zu informieren.
    Ich hoffe ganz stark für dich, dass du da was findest!
     
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