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Was machen, wenn das Pferd nicht "gut geht"?

Diskutiere Was machen, wenn das Pferd nicht "gut geht"? im Allgemein Forum; Hallo, was macht ihr, wenn eure Pferd beim Reiten so gar nicht am Zügel gehen wollen, nicht hören und einfach einen blöden Tag haben? Hört ihr...

  1. Chaja

    Chaja Neues Mitglied

    Hallo,
    was macht ihr, wenn eure Pferd beim Reiten so gar nicht am Zügel gehen wollen, nicht hören und einfach einen blöden Tag haben?
    Hört ihr auf zu reiten, arbeitet ihr so lange bis wenigstens etwas klappt, macht ihr vielleicht Ausbinder ans Pferd oder sonst irgendetwas anderes?
    Und was macht ihr, wenn das Pferd eine "schlechte Zeit" hat?
    Freue mich auf eure Meinungen
    Lg Chaja
     
  2. Nessi

    Nessi Bekanntes Mitglied

    Mein Prinzlein ist hin und wieder ein bisschen launisch ( auch wenn sich das nicht so äußert wie von dir beschrieben, das finde ich schon arg und würde nicht sagen, dass das an einem schlechten Tag liegt...). Allerdings fordere ich dann dennoch ein Mindestmaß an Kooperation ein. Auch wenn er mal gar nicht bei der Sache ist, erwarte ich, dass er sich zusammenreißt. Im Gegenzug beende ich dann aber auch früher, nachdem er dann gut bei mir war. Das ist dann aber ein Sonderfall und darf nicht die Regel sein. Wenn das Pferd dauerhaft seltsam ist, so gar nicht mitarbeitet, stimmt ja irgendwas nicht.

    Entweder reiterlich, gesundheitlich, irgendwas an den Haltungsbedingen, der Ausrüstung, des Trainings, des Ausbildungsstandes des Pferdes (Überforderung?)... Da würde ich dann erstmal ansetzen.


    Also in kurz: Mal ein doofer Tag, kann mal sein, dann wird nur Bekanntes abgerufen, irgendwas von dem ich weiß, dass es ihm leicht fällt und Spaß macht und dann machen wir früh Feierabend. Längere Durststrecke und komplett arbeitsunwilliges Pferd: dann stimmt in der Regel irgendwas nicht und da hilft dann auch nicht, sich mit dem Pferd zu streiten. Am Pferd und seiner schlechten Zeit liegt das nämlich in den seltensten Fällen.
     
  3. treuerhusar

    treuerhusar Gesperrt

    Das kommt ganz auf das betreffende Pferd an.

    Auch ein Pferd hat bei mir das Recht auf einen schlechten Tag.
    Mit meinem alten Schulmeister hat sich damals so ein richtiges Ritual entwickelt:
    Wenn ich kam, lag er.
    Also habe ich mich dazu gesetzt.
    Jeden, wirklich jeden Morgen.
    Wenn er wirklich einen Tag Ruhe beanspruchte, dann streckte er alle viere von sich und blieb liegen.
    Wenn nicht, stand er nach einiger Zeit von selber auf.

    In anderen Fällen beschränke ich mich dann nur auf loesende Arbeit.
    Oder gehe eine Runde im Schritt durch den Busch.
    Manchmal Stelle ich das Pferd dann aber auch nur zurück in den Stall.

    Aber niemals, wirklich niemals benutze ich Hilfszuegel, um eine solche Situation zu "bereinigen".
     
  4. Mabel

    Mabel Gesperrt

    Wenn es das sonst nicht macht: absteigen, alles überprüfen, Reiten beenden, Tier beobachten.
    Wenn es das über eine längere Zeit macht; TA oder erfahrenen Reiter bitten sich das anzuschauen.
     
     
  5. Ron

    Ron The Road So Far

    Wenn ich ausschließen kann das Gesundheitlich was ist, gibts einen schönen Spiel/Spaß-Tag.
    Es bringt nichts wenn ich an einem miesen Tag mit hohen Erwartungen dran gehe. Ob ein mieser Tag ist merkt man meißt schon beim Putzen, im Frühling war er so "angenervt" vom Rasenmäher neben dem Putzplatz, dass wir nur locker ein paar Runden über den Platz gelaufen sind.
    Tausend mal lieber ein lockerer oder gar freier Tag, als dass wir beide am Ende voneinander angenervt sind, ich versuche alle im Guten zu beenden. Wenn es nur Putzen ist oder locker an der Longe im Schritt laufen oder nur am langen Zügel Schritt reiten, dann ist es eben einfach so. Hilfszügel sollten nicht zum Zwang benutzt werden, wenn dein Pferd die zeigt dass da was nicht stimmt, hör drauf!!

    Alles andere gibt nur ein mieses Gefühl und ich fürchte das schleppt sich auch bis zum nächsten Mal weiter..
     
  6. Rickmaniac

    Rickmaniac Inserent

    Ich hatte das einige Zeit. Mein Pferd war motivationslos, faul, es schleppte sich durch die Gegend. (als Vollblutaraberstute). In der Reitstunde hatte ich gefrustet gerufen, dass ich meine Stute von einem Kaltblüter decken lassen wollte, damit mal etwas Temperament in die Nachzucht kommt.
    Zuerst hatte ich gedacht, dass es am Wetter liegt: warm (im Oktober), aber schon Winterfell. Aber irgendwie ging es auch nicht weg, als es kälter wurde.
    Da musste dann dem Problem mal auf den Grund gegangen werden, oder, wie meine RL sagt: "Die Kuh muss vom Eis."

    Am schlimmsten war es dann vor 14 Tagen, als sie ihre neue Gefährtin bekam. Das Pferd war einfach beschissen drauf. Ich hatte auch den Eindruck, sie will nicht richtig tragen. Sie lahmte nicht. Ich habe sie dann der Matrix Rhythmustherapeutin in unserem Stall vorgestellt. Es zeigte sich, dass das Gerät in der Lendengegend ausschlug wie verrückt. Da gingen also irgendwelche Nervenimpulse nicht durch. Kein Wunder, dass das Pferd nicht tragen wollte. Wir vermuteten, dass die Ursache das heftige Schlagen gegen die Boxenwand
    war. Das Problem mit der Lendengegend war dann nach zwei Behandlungen weg.
    Dann habe ich noch eine Blutuntersuchung gemacht. Nichts. Alles paletti.

    Ich denke mir, dass die Motivationslosigkeit eine seelische Ursache hatte. 5 Monate alleine auf dem Paddock hatten einfach an meinem Pferd gezehrt. Zumindestens lauftechnisch hat sich meine Stute nun erholt; sie ist für das Dressurreiten eigentlich schon wieder zu flott unterwegs. Wenn ich mit ihr ausreite, macht sie wieder einen gutgelaunten Eindruck. Noch hat sich zwar die Beziehung zu dem neuen Pferd nicht ganz geklärt, aber ich merke, dass es meiner Stute gut tut, nun tagsüber wieder mit diesem Pferd auf dem Paddock laufen zu können. (Es tut ihr aber auch gut, dass wir die Pferde nachts noch trennen.)

    Durch das Beispiel meines Pferdes würde ich seelische Ursachen für unmotiviertes Laufen nie ganz außer acht lassen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. Nov. 2013
  7. Elchhexe

    Elchhexe Bekanntes Mitglied

    Eigentlich wollte ich mal die Gegenfrage in den Raum werfen, was machst Du denn, wenn Du selber einen schlechten Tag oder eine schlechte Phase hast. Oder wenn es einfach beim reiten, trotz Anstrengung, nicht so recht hinhaut?
     
  8. Chaja

    Chaja Neues Mitglied

    Danke für eure Antworten.
    Ich wollte das einfach mal allgemein wissen, reite mein Pferd beim Reiten auch nie mit Hilfszügel und sie ist auch nicht dauerhaft schlecht.
    Mich interessiert einfach, was andere Leute zu diesem Thema sagen.
     
  9. Rickmaniac

    Rickmaniac Inserent

    Wenn ich schlecht gelaunt bin, kann ich zu 100% wetten, dass meine Stute ebenfalls bescheiden geht. Das ist nicht unbedingt der Fall, wenn es mir körperlich nicht so gut geht. Das kann ich ganz gut kontrollieren. Aber die schlechte Laune...die macht alles kaputt. Da brauche ich eigentlich überhaupt nicht aufs Pferd. Jedenfalls ist es rausgeschmissenes Geld, dann Unterricht zu nehmen. Auf der anderen Seite ist es erst recht nicht ratsam, alleine sein Glück zu versuchen. Meine RL kann mich nämlich daran hindern, mein Sch***pferd, das Miststück, abzumurksen.

    Wenn ich einen schlechten Tag habe, ziehe ich meinem Pferd das Knotenhalfter an und trudel langsam durch das Gelände. Bloß nichts leistungsmäßiges versuchen. Das geht gar nicht.
     
  10. kaipi22

    kaipi22 Absolut verhaltensoriginell

    Mein Pferd hat gaaaanz selten mal einen schlechten Tag. Dass er hin und wieder mal aufgeregt ist, weil ihm irgendetwas komisch vorkommt, ignoriere ich meist und dann hat er sich spätestens nach einer halben Stunde auch eingekriegt. Mit Gewalt versuche ich da gar nichts, denn den Kampf mit 700 kg verliere ich garantiert.

    Wenn ich einen schlechten Tag habe, so setze ich mich erst gar nicht auf mein Pferd. Meine Hilfen werden dann unpräzise und er versteht mich nicht mehr. Leider muss ich zugeben, dass ich das erst lernen musste bzw. von meinem Pferd gelernt habe. Es ist oft genug passiert, dass ich dann noch wütender wurde und total frustriert abgestiegen bin, weil nichts mehr funktionierte:cry:.

    Sollte nun mal etwas nicht klappen, was sonst aber geht, liegt es NICHT an meinem Pferd, sondern an mir.
     
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