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Weidemanagment

Diskutiere Weidemanagment im Haltung und Pflege Forum; Jetzt muss ich mich mal durchfragen. Mit welchen Dünger düngt ihr eure Koppeln? Habe mich gestern mal bei zwei Düngermittelvertreiber (Bay Wa&...

  1. Muggi

    Muggi Inserent

    Jetzt muss ich mich mal durchfragen.
    Mit welchen Dünger düngt ihr eure Koppeln? Habe mich gestern mal bei zwei Düngermittelvertreiber (Bay Wa& Saatenhandlung) selbst erkundigt. Zum einen gibt - da war ich schon verblüfft - das es angeblich für Pferdekoppeln keinen extra Dünger gibt. Empfohlen wurde einmal die Sorte 3 x 15 oder Blaukorn.
    Wer hat hier wirklich selbstgemachte Erfahrungen?
    Dann möchte ich die Winterkoppel nachsähen hier fand ich auch im Internet verschiedene Samenmischungen für Koppeln, aber auch ganz extrem schwankende Preise. Von Kilopreis 2,90 bis zweistellig (!) vor dem Komma.
    An Weidemischung möchte ich was trittfestes und es soll auch wegen dem Pony eher nicht "zu fett" ausfallen. Wer kann mir hier eine gute und eventuell auch preiswerte Mischung/ Sorte empfehlen? Danke für eure Infos.
    Traberliche Grüße vom Muggi
     
  2. thyra1992

    thyra1992 Inserent

    Masterhorse hat eine Fruktanreduzierte Weidemischung im Sortiment. Das Kilo liegt bei 7,70 glaube ich. Mir fällt gerade der andere Anbieter nicht ein, werde ich aber noch eruieren. Melde mich dann, denn ich habe auch mal ne Mischung für 4,40 das Kilo gefunden.Für Pferdewiese musst Du etwas tiefer in die Tasche greifen, denn mit dem normalen Saatgut kommst Du nicht weit. Und die Bauern und Sämereien empfehlen aus Unwissenheit immer den "normalen " Samen. Aber das ist nur gut für fette Kühe.

    Düngen würde ich überhaupt nicht, dann wächst das Gras zu schnekll, und fett. Im Frühjahr mit Branntkalk drüber, das wertet den PH-Wert im Boden auf, verdrängt dadurch das Unkraut , macht den Boden wieder "gut" für das Gras und und verbrennt dir sogar ein paar im Boden lebende Pferdeparasiten.

    Nach dem Branntkalken aber mindestens 1 Regen abwarten und mindestens 2 Wochen, bevor Hotties wieder auf die Wiese dürfen.

    Spezielle Kräutermischungen kannst Du Dir auch sparen, die verbreiten sich bei dem extzremen Verbiss , den die Pferde veranstalten erst gar nicht. Bis sich Kräuter erfolgreich gesetzt und vermehrt haben, musst Du eine Wiese mal mindestens 1 Jahr liegen lassen und ein paar Schröpfschnitte machen.

    Liebe Grüsse, Verena
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. Apr. 2011
  3. Charda

    Charda Profi Vollpfosten

    Muss dir da wiedersprechen... Mal zumindest was das Düngen angeht...

    Wir düngen jeden Frühling mit Kunstdünger. Werde dir heute Abend noch genaueres schreiben. Aus der Baywa. Sogar der TA empfiehlt Düngen, da so auch larven absterben und das Futter schön wachsen kann.
    Wenn man dann die Futterzugabe durch tägliches nach stecken reguliert, hat man auch kein Problem mit zu fettem/viel Futter....

    Die Mischung soweit ich weiß, ist noch die übliche die wir für die Futterwiesen der Kühe hatten. Allerdings werde ich dir das auch erst heute Abend bzw. morgen vormittag genau schreiben. Wir hatten damit noch nie Probleme oder zu dicke Pferde/rehe/ oder was auch immer! Von speziellen Kräutermischungen halte ich nicht viel. Die kosten nur saumäßig viel.
     
  4. thyra1992

    thyra1992 Inserent

    Da bin ich mal gespannt, welcher Dünger Larven absterben lässt :eek2: Wenn die sogar den tieftsen Winter überstehen und die heissen und trockenen Sommermonate !!

    Und Kuhwiese für Pferde zu nehmen, finde ich unverantwortlich. Kühe sind Wiederkäuer und Pferde`? Eben nicht. Und genau deswegen , weil es viele so einfach nehmen mit dem Gras, weil es ja "schon immer so gemacht wurdfe "haben wir eben so oft das Problem mit Fütterungsbedingter Rehe.

    Also kann man dem doch wenn möglich prima vorbeugen und sich auch noch die Arbeit mit dem abstecken ersparen.

    Und Mugghi fragt ja speziell nach Weidemischung die nicht zu fett ausfallen sollte wegen PONY !!!! :1:
     
     
  5. Charda

    Charda Profi Vollpfosten

    Ok, falsch ausgedrückt. Er lässt die Larven nicht unbedingt absterben, aber TA empfiehlt sogar das Düngen....

    Und wenn ich den besonderen Samen nehme, nicht Dünge, dann kann ich die Pferde auf die komplette Weide lassen den ganzen Tag ohne abstecken, weil man sich das beim "speziellen" Samen spart???


    ?????

    Naja, finde ich absolut nicht.... Wenn Pferdegras wächst und im Frühjahr voll Energie ist, dann muss ich die Futterzufuhr genauso überwachen... Bzw im Rahmen halten.

    Ich hatte noch nie Probleme mit Rehe. Meine Pferde sind nicht zu fett. Shetty auch nicht. Das Gras wächst dort schon seit ca 10 Jahren und wurde nicht nachgesät, lediglich gepflegt und einmal im Jar gedüngt. Die Saatmischung war damals auch für Kühe.
     
  6. Talou

    Talou Inserent

    Wenn ich es richtig im Kopf habe, sollten auch Pferdeweiden mit Stickstoff gedüngt werden, so wird das Wachstum angeregt und der Fruktangehalt soll im Verhältnis zur Gesamtmasse sinken.
    Ich denke Weidepflege ist eine Wissenschaft für sich, ganz wichtig ist halt immernoch das eigene Pferd genau zu beobachten und bei rehegefährdeten Kandidaten darauf zu achten, dass z.B. Sonnenschein bei Kälte zu einem erhöhten Fruktangehalt im Gras führt und deshalb bei derartigen Wetterlagen der Weidegang vermieden oder stark begrenzt wird.
    Ich habe ja selbst ein Rehepony (Schub im letzten Herbst) und werde deshalb zumindest dieses Pony erst relativ spät auf die Weide lassen, wenn das Gras schon gut hochgewachsen ist; und dann auch nur mit Maukorb - sie wird mich hassen:confused2:. Gerade bei Ponys wird man wohl immer darauf achten müssen, dass sie nicht durch zu viel Gras zu fett werden. Ich selbst habe das Problem leider zu lange unterschätzt und mein Pony muss nun drunter leiden. Ich denke für Ponys ist 24 Std. Weide in den meisten Regionen hier in Deutschland zu viel.
     
  7. Charda

    Charda Profi Vollpfosten

    Also klar ist, die Larven sterben durchs düngen nicht ab. Ist schon logisch....

    Aber um eine vermehrung im Großen Stil zu vermeiden, muss man für eine gepflegt weide sorgen, und laut TA gehört da das düngen /abäpfeln/ usw dazu.

    Gedüngt wird bei uns Jährlich mit Stickstoff. Allerdings hängt das auch ab, vom zustand der Weide, des Grases.
    Futterflächen (von denen Heu/silage/Gärheu gemacht werden, werden nach jedem Schnitt gedüngt)

    zur Saat: hauptsächlich harte Gräser, wenig Klee. Pferde lieben harte Gräser, deshalb sollte der Anteil in der Weidemischung mit "Weidelgräsern" wie z. B. Deutsches bzw Welsches Weidelgras etwas höher sein. Wende dich an einen Saatguthändler wie die Baywa, Raiffeisen oder Landhändler die es in jeden größeren Ort gibt.



    Das ist das, wie es wir Zuhause machen.
    Ich habe eine Friesenmix, ein Deutsches Reitpferd und ein Shettypony. Die dürfen alle samt täglich raus. Sobald genügend Futter vorhanden ist, wird die weide abgeteilt in zwei Hälften. Ich beginne mit einer und stecke jeden Tag /bzw. jeden zweiten etwas frisches Futter nach. Sobald die abgefressen ist, beginne ich mit der zweiten und lasse sie nicht mehr auf die erste. So kann immer wieder frisches Futter wachsen und auch etwas älter werden/höher.

    Meine Pferde sind nicht dick. Ich hatte noch nie Hufrehe und mein Larvenanteil im Kot ist gering (Kotuntersuchung). Mineralfutter benötige ich nur bei meinem Großen und der Rest ist sehr gesund mit unserer Methode.

    Allerdings denke ich, 10 Leute = 10 Meinungen.
    Das Futter einsäen und Düngen ist eine Wissenschaft für sich und jeder handhabt es anders.
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. Apr. 2011
  8. thyra1992

    thyra1992 Inserent

    Branntkalk ist gleich Stickstoff :biggrin:

    Und nicht 10 Menschen gelich 10 Meinungen. Es gibt nur eine einzige Wissenschaft und Forschung die besagt, wie man das genau regeln muss mit dem Weidemanagement.

    Und das fruktanarme Gras vereinfacht die Sache bei nicht gerade akut Rehegefährdeten Pferden immens, ja ! Aber ich würde natürlich niemals ein Rehepferd unkontrolliert auf auch so eine Wiese lassen ! Das nicht, das habe ich natürlich zu grob ausgedrückt.

    Das wiederum setzt aber unendlich zur Verfügung stehenden Flächen voraus, ziemlich viel Geld und vor allem irre viel Zeit. Und alles da haben die meisten nicht und deswegen machen wir es eben allle so gut wir können.

    Auch ich habe nicht, bloss um richtiges Weidemanagemant durchzuführen soviele Wiesen, dass ich eine nach der anderen mal ein Jahr brach liegen lassen kann.

    Aber ich versuche eben nach diesen Regeln des Weidemanagements wie es auch an den Unis gelehrt wird, so gut wie möglich zu arbeiten.

    Aber wir diskutieren hier am Thema vorbei, teilweise zumindest :biggrin:

    Ich hoffe Muggi konnte sich trotz allem hier schonmal Anregung holen :biggrin:
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. Apr. 2011
  9. milady19

    milady19 Inserent

    Da muss ich wiederrum widersprechen...Stickstoffgas muss erst zugeführt werden, dann nennt man es Kalkstickstoff...Musste mich jetzt erst intensivst damit beschäftigen...
    Und ich muss hinzufügen, dass mit Kalkstickstoff Zitat: "Eier und Larven zahlreicher Weideparasiten, die in der Grasnarbe überwintern, werden durch eine Frühjahrsgabe ausgeschaltet."
    Steht aber alles auf dieser Seite...Also das kann ich zur Düngung nur empfehlen...

    Hier die Seite für Muggi:
    Pferdeweiden | Kalkstickstoff AlzChem
    Hab ich auch von der BayWa geholt...
    Das hilft dir bestimmt weiter...
    Ist aber nicht ganz billig, also ein 50kg Sack (gibt es leider nicht kleiner)kosten um die 60 Euro...
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. Apr. 2011
  10. Chiara22

    Chiara22 Vorsicht- Chiara Chaos im Anmarsch!

    @ Thyra:
    Ähm, das ist aber verallgemeinert. Dann mußt Du eine Bodenprobe ziehen und diese auswerten lassen, denn jede Weide ist anders, je nachdem in welchem Bundesland Du Dich befindest und dort noch mal in welchen Gebieten. Bayern z.B. hat Seelenarme Böden...hier ist das nicht der Fall.

    Ich kann meine Geestweiden nicht so behandeln und bewirtschaften, vor allen Dingen, da welche brach lagen, wie die aktuellen Moorweiden, die gehegt und gepflegt werden, wo wir jetzt stehen.

    Wer es genau wissen will und nicht schwierige wissenschaftliche Bücher wälzen möchte...kann sich das Weidemanagement Buch von der FN kaufen. Ist etwas teuer, ersetzt gute praktische Tips nicht immer, aber man bekommt über Gräsersorten, Böden, unterschiedliche Bewirtschaftungsmöglichkeiten mal eine groben bis sehr genauen Überblick.

    Glaub spannend wäre noch für Muggi, wann ihr was macht, ob ihr walzt, schleppt oder mulcht und wenn ja wann.

    Nach wie vielen Jahren legt ihre Eure Weiden im gesamten um oder nur in Streifen:run:
     
Thema: Weidemanagment