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Welches Einstreu habt ihr?

Diskutiere Welches Einstreu habt ihr? im Haltung und Pflege Forum; Hallo, hab nun bei meinen Pferden schon viele Einstreuarten probiert. Zuerst war meine erste Stute mit Stroh eingestreut. Weil sie aber sonst...

  1. *Zottel*

    *Zottel* Inserent

    Hallo,

    hab nun bei meinen Pferden schon viele Einstreuarten probiert. Zuerst war meine erste Stute mit Stroh eingestreut. Weil sie aber sonst immer nur auf Hobelspänen stand, fraß sie fast das komplette Einstreu auf und ich stellte sie auf die Späne.
    Dann kam beim Lieferanten ein Engpass und ich stieg kurzzeitig auf Sägemehl um. Wir holten das direkt beim Sägewerk und es waren eben auch größere Teile und teilweise recht spitzige Gegenstände dabei, sodass ich von diesem Verfahren bald wieder abkam.
    Dann versuchte ich mal Holzpellets. Davon war/bin ich begeistert. Zuerst, also in Pelletform, ist es total easy zum Misten, und nach und nach werden die Pellets ja zermahlen und werden zu Sägemehl. Ich find das so klasse!

    Streut ihr auch mit Pellets ein? Woher bezieht ihr eure pellets?

    Würde mich sehr über Antworten freuen. VG, Isa
     
  2. Wei-Ming

    Wei-Ming Neues Mitglied

    wir streuen leihnenstroh ein. in unserem alten stall durft man aufgrund der mistabfuhr kein sägemehl einstreuen und wir konnten leider auch nicht sehr viel stroh einlagern, deshalb sind wir auf leihenstroh umgestiegen. jetzt haben wir die pferde bei uns(haben ne hof gekauft) und streuen immernoch leihenstroh. wenn man hochrechnet kommt man ca aufs gleiche wie bei stroh raus. die vorteile sind allerdings, dass man weniger lagerplatz benötigt und die miste kleiner ist. dennoch überlegen wir ob wir wenn unser vortat aufgebraucht ist, eventuell strohrundballen kaufen. da kämen wir wahrscheinlich billiger bei weg. aber es könnte passieren, dass meine stute ebenfalls die ganze box leerfrisst. kommt auf einen versuch an.
    für mich hat leihenstroh auf jedenfall sehr viele vorteile. preislich muss man allerdings eine große menge abnehmen um bei der rechnung auf null raus zu kommen. ich kenne mehrere allergikerpferd die seit dem sie auf leihenstroh stehen, weniger atemprobleme haben, dennoch sollte man sich im klaren sein, dass das misten im gegensatz zu stroh deutlich länger dauert. man sollte ständig sehen, dass man alle pferdäppel raus macht, da man sich sonst das ganze leihnenstroh "versaut".
    von so pallets hab ich noch nie gehört. kannst du mir evtl. mal mehr darüber erzählen, also ich meine wo du die herbekommst, wieviel du bezahlts und benötigst, beispielsweise in der woche und wie die bauern sie zu entsorgung annehmen. sind sie wie sägemehl oder aus welchem material sind sie??? was ist wenn die pferde sie fressen?
    wenn es sich rechnet, könnte ich ja eventuell darüber nachdenke auf solche pellets umzustellen und wenn sie sich dann auchnoch leicht misten lassen... ;-)
    lg wei-ming
     
  3. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    Hi,
    wir haben Sägemehl aus dem Sägewerk. Das ist von der Quali her super und auch einfach zum misten. Ich finds besser als die gekaufte Späne. Pellets würde ich auch gerne mal probieren, gibts hier aber nirgends in größeren Mengen zu kaufen.
    LG
     
  4. *Zottel*

    *Zottel* Inserent

    Also mit den Pellets bei mir ist das so:
    Es gibt diese German Horse Pellets bei uns im Reitsportladen. Da kostet ein 14kg Sack 6,50 Euro. Also ich befinde das als sehr viel!!! Deshalb schaute ich mich nach einer Alternative um. Und genau das gleiche Produkt verheizen schon viele Leute in ihren neuen Heizungsanlagen. Heißt, ich kaufe nicht extra die Pellets zum Einstreuen für Pferde. Denn sobald sowas drauf steht, kostet es schon mal mindestens 50% mehr. Deshalb habe ich ganz normale Heizpellets bestellt (www.suedpellets.de).
    Die Firma ist eben auch in Ba-Wü wo ich herkomme und deshalb waren da die Transportkosten nicht so hoch. Also da hab ich inkl. Anlieferung für eine Palette mit 66 Säcken á 15kg 267 Euro bezahlt. Macht einen Sackpreis von ca. 4,02 Euro.

    Zum Einstreuen an sich:
    Es heißt in den Beschreibungen immer, dass in eine 10-12m² Box ca. 6-10 Säcke Grundeinstreu rein müssen. Ich hab allerdings bei einem Pferd als abdeckende Schicht am Boden Sägemehl und beim anderen Pferd Späne eingestreut. Denn die Pellets ergeben erst nach ein paar Tagen eine deckende Matraze und ohne "Grundlage" finde ich, lassen sie sich zu sehr verschieben.
    Dann heißt es weiter in den Beschreibungen, dass man wöchentlich ca. 1-2 Säcke nachstreuen muss.
    Ganz so kann ich es nicht bestätigen. Aber meine zwei Pferde sind große Ferkel und zertreten gerne ihre Hinterlassenschaften und wenn sie zuviel zertreten und ich das nicht rausnehmen kann, dann muss ich pro Woche mindestens einen Sack nachstreuen.
    Ich denke aber, im Sommer ist die Situation anders. Denn dann sind die Pferde 12 Stunden mindestens draußen. Jetzt im Winter sind es nur ca. 6 Stunden.

    Aber beim Misten ist es eben sehr einfach - ob die Pellets noch Pellets sind oder schon Sägemehl. Man nimmt einfach so eine Gabel mit engen Zinken und dann bleiben nur die Äppelhängen und Pellets oder Sägemehl fällt durch.
    Ganz klasse ist, dass der Urin nach unten durchsickert und die obere Schicht trocken bleibt. Wenn man merkt dass es oben nass wird, dann muss das entfernt werden.

    Ach so, die Pellets werden aus Sägemehl hergestellt. Unter extremem Druck werden die zu Pellets gepresst. Und wenn die Pferde dann drauftreten zerfallen die wieder zu Sägemehl.
    Meine zwei Pferde sind in der Box sehr aktiv. Die Stute hat das fast schon nach einem Tag zermahlen.

    Gefressen werden die Pellets eigentlich nicht. Ich glaube, da ist nichts drüber bekannt. Ich hab mich da vorher im Internet auch viel umgehört. Man kann zu Beginn ja etwas altes Einstreu drüber streuen oder so. Manche gießen auch schon etwas Wasser drüber. Hab ich aber noch nie gemacht.

    Dann gab es mal eine Stimme, dass sie es sich nicht vorstellen könne, dass für die Pferde das Stehen und Schlafen auf den Pellets nicht angenehm wäre. Ich hab das mal verglichen und hab meine Schuhe ausgezogen. Ich muss sagen, ich empfinde die Pellets eher wie eine sanfte Massage. Ihr kennt bestimmt diese Noppen-Massage-Bälle. So ähnlich fühlte es sich an.

    Also, nochmal zu den Bezugsquellen:
    Ich komme aus BaWü, da gibt es nicht so viele Produktionsstätten. Aber so in den anderen Teilen Deutschlands hab ich übers Internet ganz tolle Angebote gesehen, sehr viele auch für einen Sackpreis von ca. 3,50 Euro. Fand ich nicht schlecht.
    Ich muss Morgen mal bei uns noch mal durchtelefonieren (BayWa bzw. Raiffeisen usw.)

    Wenn noch Fragen zu den Pellets aufkommen dann einfach melden. Ich hoffe, diese Info war schon mal hilfreich.

    VG
     
     
  5. La Paz

    La Paz Inserent

    Im Moment wird noch eingestreut mit Stroh. Ich überlege aber auch schon seit längere Zeit einzustreuen mit Sägemehl. Werd ich sicher auch mal ausprobieren.
     
  6. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    Hi,
    meine Eltern heizen ihr Haus mit solchen Pellets...
    Hab nochmal drüber nachgedacht: aus Ökologischer Sicht finde ich es eigentlich schwachsinnig die Pellets als Einstreu zu benutzen. Es ist nichts anderes als Sägemehl, wurde aber nochmal gepresst. Das ist Energieverschwendung. Zumal die Dinger eh wieder zerfallen wenn sie ihre Funktion erfüllen und mehr als normales Sägemehl können sie auch nicht aufsaugen.
    Der einzige Vorteil: Platzsparende Lagerung und evtl. etwas staubärmer.
    LG
     
  7. Wei-Ming

    Wei-Ming Neues Mitglied

    boah also das das die pellets vom ofen sind hätte ich nicht gedacht. wir ham selbst vor 2 wochen so nen pelletofen gekauft ;-) könnte man dann ja eigentlich gut kombinieren mit dem einkaufen, da man ja ab einer höheren menge die pellets günstiger bekommt und wenn man sie nicht in säcken kauft, sondern lose, sind sie ja auch noch billiger. zu misten hören sie sich nach deiner beschreibung eigentlich an wie leihnenstroh. wir machen allerdings das nasse jeden tag raus, da unsere pferde es sonst hochkratzen...
    das mit den holzpellets hört sich richtig interessant an.
    was mich aber noch interessiert, leihnenstroh kann man relativ schnell aufn acker fahren(im vergleich zu stroh, wann genau weis ich nicht). wie ist das denn mit den pellets??? weis das zufällig jemand? da wir vor 3monaten mit unseren pferden umgezogen sind, weis ich nämlich nicht wie die bauern in der umgebung die pelletsl, bzw. das draus resultierende sägemehl, annehmen.
    danke schon mal für die infos
    lg wei-ming
     
  8. *Zottel*

    *Zottel* Inserent

    Mit dem Ausstreuen des Pellets-Mists auf den Acker haben wir keinerlei Probleme! Es verhält sich ja wirklich wie Sägemehl und schadet der Umwelt überhaupt nicht und lässt sich eben auch toll unteräckern.
    Nee, also ich seh da keine Probleme bei der Mistentsorgung!!!

    @wei-ming:
    Ja, wenn Du die Pellets lose kaufst, dann sind die wirklich recht billig. Meine Eltern kaufen da eine Tonne für ca. 170 Euro inkl. Anlieferung. Ich hab hier im Stall keine Möglichkeit, die Pellets lose zu lagern und finde die 15kg Abpackungen sehr praktisch.
    Ach so, bei uns in der Gegend ist es auch so, dass es egal ist, wie alt der Festmist (also auch mit Stroh usw.) ist wenn er auf den Acker kommt. Denn dann wird er ja untergepflügt. Viele Landwirte möchte auch, dass das Gemisch über den Herbst und Winter auf dem Acker verfällt.
    Wenn der Mist allerdings auf die Wiesen kommt, dann ist es bei den Landwirten eh so, dass dann im Herbst der Mist auf die Wiesen gestreut wird, wenn die Heuernte bzw. Silagegewinnung abgeschlossen ist.

    @Gromit:
    Aus ökologischer Sicht magst Du sicherlich Recht haben. Allerdings haben wir hier nicht die Möglichkeit qualitativ gutes Sägemehl zu bekommen. Wie ich schon mal schrieb sind dann entweder Fremdkörper une/oder große spitze Holzstücke drin und das Sägemehl ist zudem zu feucht.

    Also ich fahr mit den Pellets gut. Ausgerechnet hatte ich mir, dass die 66 Säcke für meine zwei Pferde ca. 9 Monate reichen. In der Praxis wird es auf 6-7 Monate rauslaufen, aber fahre so immer noch billiger als mit allem anderen (außer Stroh).
     
    Zuletzt bearbeitet: 7. Jan. 2009
  9. Wanderreiter

    Wanderreiter Inserent

    Ich hatte meine Pferde jahrelang auf Hanf stehen (Hanfschäben), und war sehr zufrieden, weil Hanf den Geruch beindet, sehr saugfähig ist und die Pferde es nicht fressen. Außerdem kompostiert er schnell, der Misthaufen bleibt kleiner.
    Mittlerweile ist Hanf sehr schwer zu bekommen und irre teuer geworden.
    Nun habe ich auf Rapsstrohhäcksel umgestellt. Das ist vergleichbar mit Hanf, aber ich kann es deutlich günstiger bekommen.
    Auf dem Markt ist "Rapsodie" weit verbreitet, ca 120l/ 20 KG Blöcke, die zwischen 8,60 Euro und 10,50 Euro liegen.
    Ich habe jetzt einen Herstellungsbetrieb in Hude (zwischen Oldenburg und Bremen) gefunden, die Strohhäcksel und Rapsstrohhäcksel anbieten: "Strohfix"!
    Der Block wiegt ca. 25 kg/130l Volumen und kostet ab 6,95 inkl. Mwst.

    Holzpellets sind der neueste "Schrei" bei der Pferdeeinstreu, aber ich finde sie zu hart. Man hatte mir empfohlen, die Pellets im Stall anzufeuchten, damit sie etwas quellen und dadurch weicher werden. Das ist für mich keine Alternative.
     
  10. Aniele

    Aniele Inserent

    hey, ich hole dieses thema mal wieder hoch.

    wer hat denn noch erfahrung mit strohhäcksel? preis/leistung?
    ich werde wohl in einen stall ziehen wo ich selbst misten muss und ich finde es enorm wenn man normales stroh streut, wie viel "gutes" man da so wegwirft weil es so grob ist. und ich finde es zeit intensiv.
    dachte vielleicht ist es bei häcksel etwas besser weil man äppel und nasse stellen leichter absammeln kann. was meint ihr?
    und was findet ihr besser handelsübliche späne oder häcksel?
     
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