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Wenn ein Problem das andere jagt...

Diskutiere Wenn ein Problem das andere jagt... im Pferdeflüsterer Forum; Hallo ihr Lieben, ich möchte euch mal kurz unsere Situation erklären und dann hoffe ich auf, hoffentlich, viele Tipps:)Vorsicht der Text ist...

  1. Pönyken

    Pönyken Neues Mitglied

    Hallo ihr Lieben,

    ich möchte euch mal kurz unsere Situation erklären und dann hoffe ich auf, hoffentlich, viele Tipps:)Vorsicht der Text ist laaang.

    Also,ich habe vor knapp einem Jahr eine Stute gekauft.Ein Proberitt war aufgrund der wirklich großen Entfernung nicht möglich, aber laut Vorbesitzerin sollte die Stute von Kinder zu reiten sein, allerdings etwas schwieriger an den Zügel zu bekommen...
    Schön und gut, dachte ich mir.

    Nun gut, die besagte Stute war dann bei mir im Stall und recht schnell signalisierte sie, dass mit ihrem Rücken was nicht stimmte.Beim putzen des Rückens ging sie, bildlich gesehen, in die Knie.

    Natürlich habe ich sofort den Osteopathen kommen lassen und er hat 15 Blockaden entfernt.Wir haben dann viel vom Boden aus gemacht, Longieren klappt richtig super, da lässt sie sich mittlerweile fallen und streift quasi mit der Nase über den Boden.Das war vor der Behandlung nicht möglich.

    Auch tritt sie nun gut unter und hat für ihre Größe ein angemessenes Schritttempo.
    Wir haben ihr einen Sattel anfertigen lassen, bzw. anpassen lassen, ihr ein passendes Gebiß gekauft und ihr die Möglichkeit gegeben sich immer so zu bewegen, wie sie möchte (Offenstall).Zähne wurden auch kontrolliert.

    Vorraussetzungen für ein gesundes Pferdeleben sind also geschaffen:)Heute ist der Rücken auch unempfindlich.


    Nun fängt das Problem aber an.Sie wurde bevor sie zu ihrer Vorbesitzerin kam auf M-Niv. geritten und dann halt, um es nett auszudrücken, nicht mehr gut/richtig geritten (->15Blockaden)...
    Das heißt; an den Zügel tritt sie nur heran, wenn man unheimlich viel Kraft aufwendet, was ich nicht machen will.Ansonsten läuft sie wie "Hans-guck-in die-Luft", obwohl der Hals schon nicht mehr so hoch gestreckt wird, wie vor der Behandlung.
    Macht man Ausbinder drann (sie wurde früher mit Halsverlängerer geritten) ist sie absolut nicht lenkbar und zieht einem die Zügel aus den Händen (extremes Kopfnicken).

    Ich reite zur Zeit mit Schlaufen (NEIN,ich ziehe sie mit dem Effekt nicht runter, sondern begrenze nur den Weg nach oben, habe die Schlaufen also nie fest anstehend), weil sie sich damit (noch) lenken lässt und dann auch langsam Hilfen annimmt um an den Zügel heran zu treten (Hals ist quasi eine gerade Linie, bzw. teilweise knickt auch mal das Genick ab und der Hals wölbt sich etwas).Natürlich ist das auch keine Dauerlösung...

    Nach einem guten Reitlehrer suche ich noch, bzw. haben ihn warscheinlich gefunden, muss ich nur noch testen:)
    Die RL bei mir im Stall, kann mir bei dem Problem leider nicht weiter helfen.

    Zur Zeit ist sie nicht sehr muskulös, da ich ihr noch mal eine Weidepause gegönnt habe und jetzt im Winter wieder langsam anfange sie zu trainieren.
    Die fehlende Muskulatur erschwert die Siuation natürlich noch, denk ich zumindest, aber die baut sich ja nun lagsam aber sicher auf.Was uns aufgefallen ist, ist das das Stütchen unheimlich viel Fleisch (Maulwinkel etc.) im Maul selber hat.Ich befürchte das kommt von alten Verletzungen (O-Ton der Vorbesitzerin: Mit etwas Kraft geht die auch an den Zügel...)


    Wir benutzen eine normale Wassertrense bei ihr und haben nun aber noch ganz viele Unterschiedliche Gebisse bestellt um zu sehen, ob ihr vll. ein anderes Gebiss besser passt.

    Zur Zeit denke ich auch an ein psychische Problem durch das frühere Fehlverhalten ihrer Reiter.Vll hat ja jemand so etwas schon erlebt und/oder hat Ideen wie sie wieder das Vertrauen zur Reiterhand aufbauen kann.

    Andere Eigenarten/Unarten hat sie nicht.Also kein buckeln oder ähnliches...


    LG!
     
  2. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    Hi,

    ja und da liegt der Fehler.... aber zu spät, der Käse ist gegessen :1:

    Ansonsten bist du ja auf dem richtigen Weg, da kann man dir nur gratulieren, das hört sich alles sehr vernünftig an.
    Wichtig: Guten Trainer finden!, aber das hast du ja in Arbeit

    und ansonsten, lass ihr viel Zeit! Geh ins Gelände, reite am langen Zügel, probier doch verschiedene Bodenarbeitsstile aus (Parelli, Zirzensik, und wie sie alle heißen) und mach dir keinen Druck sie an den Zügel bekommen zu müssen.

    Longenarbeit nach B. Teschen kann ich dir noch empfehlen. Evtl. reitest du sie dann auch erstmal übers Kappzaum.

    lg
     
  3. RioNegro

    RioNegro Klugscheißer mit Herz Mitarbeiter

    Also ich finde auch, mal abgesehen vom Nicht-Probereiten, klingt das alles recht vernünftig!

    Ich denke, du solltest das Problem mehrspurig angehen. Sozusagen.
    Wenn sie kontrollierbar bleibt ohne Schlaufis würd ich die weg lassen.
    Lieber soll sie die Nase erstmal sonstwo haben... Vorübergehend.

    Dann würde ich Handarbeit machen.
    Viel Seitengänge - vor allem Schulterherein.
    Stellung/Biegung an der Hand erarbeiten.

    Unterm Sattel würde ich ebenfalls viel mit Seitengängen erstmal überwiegend im Schritt arbeiten.
    NICHT am Kopf rum korrigieren.
    Sondern diesen weitestgehend ignorieren.
    Wirklich nur sanfte und vor allem gleichmäßige Zügelverbindung herstellen.
    Stellung und Biegung versuchen, in erster Linie über den Sitz zu bekommen.
    Viel Nachgeben, ohne wegzuschmeißen.

    Auch ins Gelände gehen. Für die Muskeln. Und überhaupt fürs Vertrauen.

    Aber ich würde wirklich ganz ganz viel vor allem mit Schulterherein arbeiten. An der Hand, unterm Sattel in der Bahn und auch im Gelände.
    Nicht zu lange. Damit`s nicht zu intensiv wird. Aber korrekt vom Körper her...

    Ich glaube, dass der Kopf dann auch "nach kommt" sozusagen.
     
  4. Pönyken

    Pönyken Neues Mitglied

    Hey RioNegro,

    danke schon mal für die Idee.Werden das diese Woche mal direkt testen.

    Mir liegt viel an ihr, daher will ich ihr auch die Zeit geben die sie braucht und nicht mit Hau-Ruck Methoden dominieren...

    Ich hab allerdings Angst, wenn ich sie ganz ohne Begrenzung reite, das ihr das dann wieder auf den Rücken schlägt...

    lg!


    Hey Gromit,

    was soll man machen, das ist auch wieder so ne Herz Geschichte:)Aber sie hat die Chance verdient und sie wird sie bekommen...

    Longiert nach B. Teschen hab ich noch nie, kenn ich auch gar nicht.Das muss ich erst mal googln.Oder hast du da ein paar Erklärungen parat?

    LG!
     
     
  5. franzivetmed

    franzivetmed Inserent

    Huhu,

    also ich geb den anderen vollkommen Recht. Du bist auf einem sehr guten Weg.

    Ich würde auch sehr viel biegen: Volten und auch zum Beispiel folgendes:

    Auf dem Zirkel reiten und versuchen mit dem äußeren Schenkel vorsichtig die Hinterhand nach innen(also Richtung Zentrum Zirkel) zu drücken, dabei sollte sie nicht übertreten, also kein seitwärtsgehen. Eher eine Vorarbeit für Seitwärtsgänge.

    Dann wie Rio schon schrieb Schulter herein, Schenkelweichen und einfach ein bisschen travers arbeiten.

    Es sollte Dir dabei ganz klar sein, dass sie in ihrem steifen Zustand, die Übungen nicht direkt gut ausführen kann. Wahrscheinlich wirst Du am Anfang das Gefühl haben es klappt nicht, aber da musst Du einfach drüber stehen.

    Deine Sorge mit dem Rücken kann ich gut verstehen (meiner hat auch Probleme gehabt), deswegen empfehle ich Dir alle Übungen im Schritt auszuführen. Das hat den Vorteil das Du genug Zeit hast um über deine Hilfen nach zu denken und das Du auch viel besser fühlen kannst ob Sie es richtig ausführt. Im Trab geht es meistens viel zu schnell.

    Versuch eine weiche Verbindung zum Maul zu haben und viel mit Gewicht und Schenkelhilfen zu arbeiten.

    Die ganzen Übungen bauen sehr viel Muskeln auf, auch im Schritt... kleiner Nebeneffekt :1:

    Beim Traben würde ichm wenn ich Biegungen reite, versuchen, dass die Biegungen nicht krampfhaft sind. Also schön groß!!
    Ansonsten sind Tempounterschiede immer schön und dabei kannst Du versuchen sie vorne ganz in Ruhe zu lassen und sie nur durch deine Körperspannung und durch langsameres leichttraben zu bremsen (Stimme kann auch helfen :tongue:)

    Ich hoffe das der Trainer gut ist und das er es genauso ruhig angeht wie Du, denn das wäre mit Sicherheit optimal.

    Lg und alles Gute

    Franzi
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Dez. 2010
  6. Streunerin

    Streunerin Inserent

    schau mal auf Herzlich Willkommen bei Wege zum Pferd da kanst du dir den selbstlernkurs von teschen runterladen (gegen eine gebühr)
    ich kann aber nur sagen das sie das geld echt lohnt anzulegen! Habe bisher NUR positives gehört darüber und hab auch mal reingelesen und es ist echt super erklärt und lohnt sich!

    Ansonsten fällt mir zu allem was hier schon kam nur noch ein ob du es vielleicht mal zwischendurch mit einem Gebisslosen Zaum versuchen willst bei dem Pferd. (nicht umbedingt als Dauerlösung aber zumindest als Abwechslung) Am besten mal eines leihen und schaun wie sie darauf reagiert. Damit sie mal vom dauerdruck auf dem Gebiss weg kommt den sie gewohnt ist. Z.B. den Glücksradzaum von LG.
     
  7. RioNegro

    RioNegro Klugscheißer mit Herz Mitarbeiter

    Ja, genau. Deswegen hab ich dieses mehrschienige Vorgehen vorgeschlagen. Also die Übungen erstmal ohne Reiter, an der Hand, üben. Dann ist sie schon ganz anders vorbereitet. Und kommt erst gar nicht so in die Abwehrhaltung...
    Das find ich besser, als von oben aus dran rum zu "experimentieren".

    Und dann erstmal im Schritt das Abfragen, was du an der Hand bereits erarbeitet hast.

    Ich denke, der Schlüssel liegt darin, dass du Kontrolle über die HH kriegen mußt. Und das Pferd entsprechend gelockert und gymnastiziert wird.

    Der Kopf - das gibt sich.:1:
     
  8. Chenoa

    Chenoa Inserent

    HUhu,
    ich habe ja so ein ähnliches Problem mit meiner Stute, bei ihr ist es die Psyche, hat sehr schlechte Erfahrungen machen müssen. Leider buckelt Madam auch des öfteren sehr sehr böse. Aber es ist einfach nur mal schön zu lesen, nicht allein mit dem Problem zu sein, freu mich auf deine Erfolgsberichte :rolleyes2:
     
  9. Leo

    Leo . Mitarbeiter

    Wenn Du den Kopf mit Schaufis oder sonstigen Hilfszügeln "in Position bringst" oder hälts, dann schlägt ihr das aber genauso auf den Rücken. evtl sogar noch mehr, wenn sie dagegen geht.
    Denn dann läuft sie zwar optisch mit "korrekter" Kopfhaltung, aber wenn die Haltung nicht dahingeritten wird, also durch aktive HH und hergegebenen Rücken, dann ist der Effekt der gleiche wie mit "Rübe hoch". Evtl noch kontraproduktiver, weil das Pferd diesen Lerneffekt hat, "Kopf in Position reicht aus-dann ist alles so wie gewünscht"

    Die Kopfhaltung ist ja das Resultat einer korrekten Reitweise, weswegen der Kopf nicht aktiv in Position gestellt werden soll, sondern sich dann automaitsch einstellt, wenn das Pferd ordentlich "über den Rücken gearbeitet ist" und ausreichend Muskulatur aufgebaut hat, um sich in dieser Haltung auch zu tragen. (Und den Reiter)

    Wenn die Muskulatur fehlt würd ich auch erst mal aufs reiten verzichten und versuchen, sie etwas aufzutrainieren. Longieren, Doppellonge, Bodenarbeit. Spaziergänge an der Hand,wenn das geht.

    Danach kurze Reitintervalle in Dehnungshaltung.
     
  10. blackbeauty

    blackbeauty Sieger Fotowettbewerb September 09

    Da hast du ja schon gaaaanz viele tolle Tipps bekommen, denen ich mich nur anschließen kann.

    Wenn du Anregungen/Anleitung zur Arbeit an der Hand haben möchtest, hol dir am besten das Buch "[ame="http://www.amazon.de/Gymnastizierende-Arbeit-Hand-Losgelassenheit-Selbstvertrauen/dp/3861274493/ref=ntt_at_ep_dpt_1"]Gymnastizierende Arbeit an der Hand: Schritt für Schritt zu Losgelassenheit und Selbstvertrauen[/ame]" von Oliver Hilberger. Das ist richtig toll.

    Den Kurs von B.Teschen kann ich dir auch nur ans Herz legen. Der ist richtig toll. Ende Januar kommt sie zu mir in den Stall für einen Lehrgang. Da freu ich mich schon drauf. Ihr Forum macht derzeit leider gerade Pause (bis Anfang Januar), aber der Rest der Seite bietet auch genug Infos.
     
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