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Westerntraining

Diskutiere Westerntraining im Westernreiten Forum; Hallo ihr lieben, ich will nächstes jahr meine ersten turniere reiten und wollte euch hierzu einmal fragen worauf ihr achtet wenn ihr euc auf die...

  1. Marli99

    Marli99 Inserent

    Hallo ihr lieben,
    ich will nächstes jahr meine ersten turniere reiten und wollte euch hierzu einmal fragen worauf ihr achtet wenn ihr euc auf die turniere vorberitet!
    LG
     
  2. treuerhusar

    treuerhusar Gesperrt

    Unabhängig von der Reitweise, ist gibt eine Menge Dinge, auf die ich achte.

    Allen voran steht aber, dass ich die Prüfung, die ich nenne auch gewinnen kann.
    Ich sage ja nicht, dass ich die auch gewinnen muss ...
    Aber, die reelle Chance muss dafür vorhanden sein.

    Dafür nehme ich auch so einiges in Kauf:
    Angefangen bei Turnierbesuchen mit dem Pferd, ohne jedoch dort zu starten.
    Aber Reiten auf dem Abreiteplatz.
    Bis hin zum Reiten auf dem betreffenden Turniergelände am/ an den Vortrag/Ende zur eigentlichen Prüfung.

    Man kann zuhause eine Menge üben.
    Aber Turnieratmosphaere nicht.
     
  3. Stella2008

    Stella2008 Inserent

    Ich kann dir das Buch "Was der Westernrichter sehen will: Tipps für Turniereinsteiger - Turniertaktik - Bewertungskriterien" empfehlen.
    Für den Anfang stehen da wirklich tolle Tipps drin.

    Ideal wäre es natürlich, wenn du wie Husar schon geschrieben hat mit deinem Pferd Turniere besuchen könntest, ohne gleich dort zu starten. So könnt ihr beide etwas Turnieratmosphäre schnuppern.
    Das ist aber kein Muss.

    Wenn ich mit einem jungen Pferd erstmals starte, entscheide ich auf dem Abreiteplatz ob ich dann auch wirklich in die Prüfung geh, oder nicht. Manche sind auch beim ersten Mal super cool und man kann problemlos starten, andere sind maßlos überfordert. Das sollte man dann aber auch so hinnehmen und das Pferd nicht noch mehr stressen, indem man dann auch noch mehr schlecht als recht durch die Prüfung schludert.

    Ich bin auch der Meinung, dass man nur starten sollte, wenn man auch eine Aussicht auf eine Platzierung hat. Ich persönlich halte von dem Motto "dabei sein ist alles" nicht ganz sooo viel. Klar ist es überhaupt kein Problem, wenn man nicht gewinnt. Es kann immer mal was schief gehen oder die Anderen sind wirklich einfach besser, aber ich starte auch nicht, wenn die Pattern schon beim Training zuhause nicht sitzen.

    Sonst bereite ich mich auf ein Turnier eigentlich nicht speziell vor. Ich trainiere wie sonst auch.
    Oft ist es ja so, dass man bei einigen Turnieren die Pattern schon vorher bekommt. Ich halte es aber nicht für sinnvoll, diese dann bis zur Vergasung zu üben. Pferde fühlen sich dann dazu verleitet selbst die Führung in die Hand zu nehmen, da sie den gesamten Ablauf ja schon kennen. Dadurch wird das Ganze oft etwas unsauber. Beispielsweise stehst du am L und Pferdchen denkt "AHHH das kenn ich" und zack zack ist es durch und 5 mal an den Stangen angeschlagen.
    Besser finde ich es, wenn du die Elemente einzeln übst oder dir immer selbst unterschiedliche Pattern überlegst.

    Was für Disziplinen willst du denn starten? Dann könnte man vll speziell dazu noch was zu der Vorbereitung sagen.
     
  4. Marli99

    Marli99 Inserent

    ich hab mir vorgenommen mit Pleasure anzufangen, weil ich denke, dass uns das am einfachsten fällt. Ansonsten nach ein oder zwei turnieren trail.
     
  5. Josy

    Josy "Mein Name ist Else. Ich bin Hypochonder." Mitarbeiter

    Dann übe auf jeden Fall das Überholen und vor allem auch das überholt werden! Gerade in den unteren LKs geht es da häufig ziemlich rabiat zu.
    Übe, dass dein Pferd auch im Pulk ruhig bleibt. Dass es keine Panik bekommt wenn hinter euch 2 Pferde drängeln, ihr aber nicht seitlich oder nach vorne ausweichen könnt.

    Und ansonsten eben das was man für die Pleasure so braucht. Dass ihr ein angenehmes Tempo (nicht zu schnell und bitte aber auch nicht zu langsam!) über längere Zeit halten könnt und euch das ganze bitte auch noch Freude macht ;)
    Und du als Reiter, vergiss das Lächeln nicht! Reite die Prüfung hoch erhobenen Hauptes und mit einem siegessicheren Lächeln auf dem Gesicht :)
     
  6. Stella2008

    Stella2008 Inserent

    Rabiat ist gar kein Ausdruck dafür was da manchmal abgeht :bae:
     
  7. Josy

    Josy "Mein Name ist Else. Ich bin Hypochonder." Mitarbeiter

    Da hast du echt Recht. Deswegen entscheide ich bei der Pleasure immer erst spontan ob ich wirklich starte, das hängt total davon ab wieviel Starter und wie groß die Bahn ist. Zu zehnt auf 20x40 tu ich mir nicht mehr an ;)
     
  8. Marli99

    Marli99 Inserent

    Danke :)
    das müsste bei uns gut klappen, wir haben nähmlich unter der woche viele reitschüler da
     
  9. Machtnix

    Machtnix Inserent

    Erstmal starte ich auf Turnieren anfangs in Prüfungen, die 1 Level unter dem sind, was ich daheim täglich reite. Einem Pferd muss die Arbeit auf dem Turnier sehr leicht fallen. Das Gefühl 'kann ich, ist nicht schwer', soll dem Pferd vermittelt werden. Also auf Turnieren erstmal tiefstapeln.

    Verladen und fahren üben.

    Sobald die Pattern raus sind, reite ich diese in Auszügen. Niemals zusammenhängend. Ich baue die Teile der Pattern (es sei denn, du reitest Pleasure) ins normale Training mit ein. Wenn beispielsweile beim Trail 5 Galoppstangen in gebogener Linie sind, reite ich daheim 7 Stangen auf einer gebogenen Linie. Danach Schritt.
    Nach einer anstrengenden Übung reite ich Schritt. Z.B. Beim Rollback Training reite ich den Rollback aus dem Schritt in einer Ecke, das Pferd galoppiert dann ca. 5-6 Galoppsprünge motiviert heraus, geht dann Schritt und wird gelobt.

    Auf Turnieren sind Reiter und Pferd viel angespannter, es ist immer leichter zu treiben als das Pferd dann zurückhalten zu müssen. Ein Segen, wenn man schön zum Treiben kommt.

    Ist das Pferd sehr sensibel, jung und hat seinen ersten Turnierstart oder seit Jahren in seinem Trott (z.B. immer abends um 17 Uhr reiten) beginne ich 2 Wochen vorher das Pferd 2x täglich zu reiten (hier kann man sich auch Hilfe von einer RB oder einem Trainer holen, wenn man das selber zeitlich nicht schafft). Das Pferd soll sich einfach daran gewöhnen, immer freundlich und voll da zu sein, auch wenn es mal mehrfach 'ran' muss, denn man reitet ja meistens mehrere Prüfungen pro Tag.

    Der Abreiteplatz ist kein Trainingsplatz. Was nicht sitzt kann man in den paar Minuten auch nicht korrigieren. Beim Abreiten viel Zeit nehmen und viel Schritt reiten. Viel Lösungsarbeit.

    2 Tage zuvor:
    Liste machen, was man braucht. Evtl. noch Waschen, Bügeln, Suchen :noe: (ich such immer irgendwas, was ich mal wieder verlegt habe), Hut reinigen, Shwostiefel putzen...

    1 Tag zuvor:
    Showtrense fertigmachen (evtl. umbauen) und damit reiten, auch mit den Showsporen. Reiten nur noch Lösungsarbeit, evtl. auch anschließend ein kleiner Ausritt.
    Pferd waschen, frisieren, eindecken.
    Daheim eine Liste machen was man alles braucht und das Auto einen Tag vorher schon packen. Das ersprart Hektik am Turniertag.
    Ins Auto gehören: Showklamotten, Hut in Hutbox, Showsporen nicht vergessen, Putzkiste, Handtuch, Kleenex, Taschentücher, Feuchttücher, Ersatzmaterial zum Frisieren (Gummis, Spray), Sattel, Showtrense, Blanket oder Pad, jede Menge Sicherheitsnadeln (Mind. 5), falls du hast Befestigungsdinger für die Startnummern, Möhren oder Leckerchen, evtl. Beinschutz fürs Pferd (zum Abreiten oder wenn du Reining reitest), Abschwitzdecke, Führstrick, evtl. Verladehilfe wenn du diese vielleicht benötigst, Süßigkeiten.

    Hänger:
    Hänger kontrollieren: Reifenluft, Sauberkeit, alles da was du brauchst (Trennwand, Holme etc.), evtl. ist ja noch ein Adapter zu besorgen, Elektrik in Ordnung?, Kupplungsmaul gängig?....
    Heunetz füllen und in den Hänger hängen - so dass es nicht wie wild baumelt.

    Am Auto Luft kontrollieren und auffüllen (Hängerbelastung mit einrechnen), Tanken (es gibt nix Schlimmeres als mit Pferd hintendran mit nur noch wenigen Tropfen Sprit im Stau zu stehen - glaub mir).
    Navi einstellen.

    Am Turniertag:
    Viiiiel Zeit nehmen und möglichst einen TT haben, der enorm gut gelaunt ist und sogar Kaffee und Brötchen mithat (meine bring sogar Schoki mit).
    Hänger anhängen, Pferd holen, drüberputzen und Frisurprobleme beseitigen. Verladen.
    Viel zu früh in aller Ruhe losfahren.
    Der gute TT hat sowieso die geilste Musik mit aber Verkehrsfunk ist wichtig.

    Bei Ankunft dem TT das Pferd überlassen und sich erstmal ganz locker zur Meldestelle aufmachen. Nummern (wenn nicht vorhanden) besorgen, alles bezahlen, was noch so zu zahlen ist, sich über den Zeitplan informieren etc.
    Der TT hat mittlerweile das Pferd aus dem Hänger befreit und lässt es grasen. Versierte Pferde stehen meist lieber auf dem Hänger und knabbern in Ruhe Heu.



    Viel Spaß!!!


    Ach ja, eins noch.
    Genug Geld mitnehmen. Auf vielen Turnieren gibt es soooo tolle Sachen zu kaufen :)


    Wenns dann auf dem Turnier plötzlich in der Prüfung nicht so läuft und sich Prbleme ergeben, mach einen Korrekturritt. Nicht auf jeden Fall durchkommen wollen. Du hast bezahlt und darfst reiten. Abklingeln -wie beim Englischreiten- gibt es nicht.
    Dann trainier dein Pferd in dieser neuen Situation und gib ihm ein gutes Gefühl.
    Zeig den Richtern nur dann auch an, dass du einen Korrekturritt machst, dann haben die dich beim nächsten Turnier in guter Erinnerung. Einfach das Pferd loben, beim einhändigen Reiten in den Zügel fassen, in der Pleasure nach innen reiten stehen bleiben und abnicken und dort Schritt reiten bis du dich wieder einreihst (keine Störung der anderen Reiter) etc.
    Ich hatte sogar mal ein Pferd, das in der Reining ungeheuer gehampelt hat. Nach den ersten Galoppzirkeln war kein ruhiges Stehen zum Spin möglich (Riesenaugen und totale Hektik). Da bin ich dann einfach abgestiegen, habe das Pferd streichelnd umrundet und bin wieder aufgestiegen und weitergeritten. Das Pferd war überrascht und absolvierte den Rest der Prüfung seltsamerweise einfach erstklasse.
    Für das Pferd war diese Erfahrung superwichtig. Noch 2 weitere Prüfungen verzichtete ich auf schnelle Zirkel und habe alles in einer Geschwindigkeit geritten, gaaaanz easy. Auch die Stopps waren eher ein Anhalten. Nach nur wenigen Prüfungen hörte das Pferd endlich wieder zu und konnte dann locker durchgeritten werden. Dieses Pferd läuft auch wieder ganz oben mit, allerdings braucht es im Jahr 2-3 Korrekturprüfungen, die einfach nur locker durchgeritten werden.

    Ein anderes Pferd war ein sicheres Trailpferd und hatte plötzlich ein Problem bei der Brücke. Die Brücke wurde von der Sonne angestrahlt und glänzte. Das Pferd scheute. So war ich sowieso nicht mehr platziert. Also kann ich mir dann auch viel Zeit lassen, die zweite Hand nehmen, das Pferd loben und gaaanz langsam das Pferd an die Brücke heranführen. Wenn ich mir ausrechnen kann, dass ich sowieso nicht platziert bin, mache ich eben einen 0 Score und damit einen möglichst motivierenden Korrekturritt für das Pferd.
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. Jan. 2014
  10. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Ich hab das dann mal gemeldet...
     
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