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Wichtige Fragen an Pferdezüchter. Antworten bedeutend für die Wissenschaft

Diskutiere Wichtige Fragen an Pferdezüchter. Antworten bedeutend für die Wissenschaft im Pferdezucht Forum; Sehr geehrte Damen und Herren, ein Freund von mir, zusammen mit Kollegen von ihm, wollen sich in Kryokonservierung spezialisieren, unter...

  1. Dexias

    Dexias Neues Mitglied

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ein Freund von mir, zusammen mit Kollegen von ihm, wollen sich in Kryokonservierung spezialisieren, unter anderem auch zum einfrieren von Pferdespermien. Im August haben die Jungs einen sehr wichtigen Termin wofür die nützliche Informationen von Pferdezüchter zu dem Thema bräuchten. Zum einen um die Realität zusammenfassen zu können, um mögliche Probleme zu verbessern und natürlich auch um die Kosten zu senken. Dafür haben die 4 Fragen, und die sind folgende:

    1. Wieviel kostet es im Schnitt eure Stute zum Zuchtstall (wenn möglich auch Namen vom Zuchtstall angeben) zu schicken um sie vor Ort besamen zu lassen (natürlich gedeckt oder vom Tierarzt besamt)? Gefragt sind Transportkosten zusammen mit Unterbringung von der Stute und natürlich auch Decktaxe, etc.

    2. Was kostet es wenn man die Stute Zuhause vom Tierarzt besamen lässt? Sind diese Besamungen auch in der Regel erfolgreich, wenn ja zu wieviel % ungefähr? Wie lange sind die Samen in der regel gefroren bis die für die Besamung benutzt werden?

    3. Da die Samenviabilität von Hengsten (~%35) nach Kryokonservierung deutlich niedriger liegt als beim Menschen (~90%), finden meine Kollegen es eine super Herausvorderung dies zu verbessern. Für den Besitzer der Stute bedeutet dies, wenn man vorhat die Stute in ihrem Stall vom Tierarzt besamen zu lassen, dass mehr Spermien den Transport überleben und somit erhöt sich die Wahrscheinlichkeit dass die Trächtig wird. Für den Besitzer des Hengstes ermöglicht es dem auch die Spermien für einen längeren Zeitraum zu erhalten, sogar nachdem der Hengst verstorben ist.

    4. Würdet ihr eher gefrorene Spermien zur Besamung der Stute nutzen wenn sich die Bedingungen bessern, bzw wenn mehr Spermien den Transport überleben und auch länger frieren lassen ohne desse Viabilität massiv zu beeinträchtigen?

    Freue mich sehr auf Eure Antworten wie auch auf weitere Kommentare die Ihr zu dem Thema habt.

    MfG,

    Sarah
     
  2. treuerhusar

    treuerhusar Gesperrt

    Zu 1:

    Wenn ich schon dazu gezwungen werde, die Sute zum Hengshalter zu bringen, würde ich in jedem Fall den Natursprung bevorzugen.
    Ist das nicht möglich, erfolgt die Besamung in jedem Falle zu Hause. Das verringert die Stressbelastung der Stute erheblich wodurch der Zuchterfolg wesentlich gesteigert wird. Auch entfallen so die zusätzlichen Kosten für Transport und Unterbringung der Stute. Die Kosten zu Hause laufen ja weiter. Es wird lediglich weniger Futter und Einstreu benötigt, sollte ein längerer Aufenthalt auf der Deckstation notwendig werden. lm Falle eines Pensionsstall werden diese Kosten nicht zwangsläufig erstattet.
    Je nach ausgewählten Hengst können sich die Kosten für eine Bedeckung zwischen einigen 100 Euro und mehreren 10.000 Euro bewegen. Somit lässt sich keine einheitliche Aussage zu den entstehenden Kosten treffen.

    Nicht zu vergessen ist, das einige Zuchtverbände- zum Beispiel Vollblüter- keine künstliche Besamung zulassen.
    Hier scheidet diese also aus.

    Zu 2.
    Ich habe in der Vergangenheit Stuten besamen lassen.
    Jedoch mit Frischsperma. Da das aber bereits mehrere Jahre zurück liegt, kann ich zu den anfallenden Kosten keinerlei Aussagen mehr treffen. Bedingt durch die Art des verwendeten Samens natürlich auch nicht zur Zeitdauer wie lange das Sperma eingefroren war.
    Soweit ich mich aber erinnere, betrugen die Kosten für den Tierarzt weniger als 100 DM.

    Zu 3.
    Grundsätzlich interessant!
    So kann unter Umständen auf längst ausgestorbene Hengstlinien zurückgegriffen werden. Es besteht jedoch das Risiko, das genau der entgegengesetzte Effekt erzielt wird: die Zucht reduziert sich noch mehr auf einige wenige Modehengste.
    Die genetische Vielfalt geht so verloren.
    Auch dürfte so eine Anpassung an neue Anforderungen weitestgehend ausgeschlossen werden.
    Und der heute erreichte Zuchtstandard beruht im Wesentlichen auf gezielte Selektion und Fortentwicklung innerhalb der jeweiligen Rassen.

    Zu 4.
    Nein!
    Begründung siehe oben!
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. Juli 2013
  3. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Welche Hengste kosten mehrere 10.000 Euro an Decktaxe?
     
  4. treuerhusar

    treuerhusar Gesperrt

    Bei Vollblüter stellt eine solche Decktaxe keine Ausnahme dar.
    Das gilt vor allem dann, wenn die Vererber selbst hoch erfolgreich auf der Bahn unterwegs waren.

    Und denke bitte einmal an Totilas!
    Dessen "Dienste" sind auch nicht gerade ein Schnäppchen?
     
     
  5. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Allenfalls Englische Vollblüter im Rennsport haben solche Decktaxen.
    Für die ist aber künstliche Besamung und Tiefgefriersperma uninteressant, weil nur der Natursprung genutzt werden darf.
     
  6. treuerhusar

    treuerhusar Gesperrt

    Ich möchte darum bitten, auf den Zusammenhang zu achten.
    Unter Punkt 1 der Fragestellung wurde ja auch nach den Kosten für den Natursprung gefragt.
    Somit ist diese Antwort durchaus legitim!
     
  7. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    1)
    ich halte 3 eigene deckhengste. daher fallen nur die fahrkosten an, die die weiden der hengste von meinem wohnhaus entfernt sind. (2km eine tour).
    unterbingungskosten der stuten kommen durch weidepacht, landwirtschaftlliche sozialversicherungen (KKS, alterskasse, BGS), anlagenbau/-erhalt und ggf heukosten zustande, die stuten bleiben beim hengst, somit entfällt arbeitszeit für großes hin und her
    deckkosten für mich selbst sind die aufzucht der selbstgezogenen hengste und die hengstbuchführung

    2)
    für die "besamung" fallen also keine weiteren kosten an.
    der befruchtungserfolg liegt bei ca.98%, da die stuten weiter beim hengst bleiben

    4)
    nein, ich würde nicht gefrorene oder frische spermien nutzen wollen, da meine hengste hierfür 3 monate nicht mit anderem pferden zusammen auf den weiden laufen dürfen. zumindest kenne ich von vor ein paar jahren diese forderung - ist das noch aktuell? dies möchte ich meinen hengsten nicht zumuten.


    --)
    der decksprung meine rhengste ist 250 euro wert zuzüglich pensionskosten der fremdstuten (150 euro im monat).
    ein absetzer dieser rasse ist heutzutage ca. 1800-2500 euro wert.
     
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