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Wie bringt man "seitwärts heran" bzw. "kruppe herein" bei?

Diskutiere Wie bringt man "seitwärts heran" bzw. "kruppe herein" bei? im Bodenarbeit Forum; Hallo alle zusammen! Guckt euch mal zuerst diese Videos an: Demo BODENARBEIT Basics mit QH-Hengst in 2010 - YouTube (wichtig wird's bei ca....

  1. legi

    legi Neues Mitglied

    Hallo alle zusammen!
    Guckt euch mal zuerst diese Videos an:
    Demo BODENARBEIT Basics mit QH-Hengst in 2010 - YouTube (wichtig wird's bei ca. 6min20)

    Bodenarbeit - YouTube (ab ca. 1min10)
    Die Übung, die ich meine, wird hier als "Seitwärts heran" bzw. "Kruppe herein" bezeichnet.

    Mein Pflegepferd (seit 3 Wochen) ist ein 4 jähriger Wallach, der erstens: wahrscheinlich noch nie Bodenarbeit gemacht hat (ich kenne seine Vorgeschichte nicht, er ging aber angeblich schon durch einige Hände im letzten Jahr) , 2. darauf auch ziemlich wenig Lust hat, und 3. gehörigen Respekt vor Gerte und Peitsche hat, also wohl mal damit vom Boden aus geschlagen wurde (sollte man natürlich vom Sattel aus auch nicht machen!)
    Wenn ich vom Boden aus Schenkelweichen mit ihm machen möchte, und mit der Gerte auch nur in die nähe der Hinterhand komme, macht er sofort eine Kehrtwende oder drückt nach vorne weg. Also mehr Hektik als konzentriertes Arbeiten. Ohne Gerte kapiert er aber leider garnicht, was ich möchte. Mit dem Strick-Ende kreisen oder an die Hinterhand ditschen ist auch nicht sein Ding, das erzeugt wieder eher Hektik.

    Deshalb finde ich die Idee sehr schön, dass das Pferd mit der Hinterhand auf die Gerte zugehen soll, statt ihr auszuweichen. Nur fällt mir grade keine wirklich gute Idee ein, wie ich ihm das klarmachen könnte, und ihm die Angst vor dem Stöckchen zu nehmen... habt Ihr eine Idee dazu oder es schon selbst einem Pferd beigebracht?
    Ach ja, mit Leckerlie ist er nur begrenzt zu motivieren, er lässt es manchmal lieber liegen als sich dafür anzustrengen... einen wirklichen "Geschmacksfavoriten" habe ich noch nicht gefunden.

    Würde mich über ein paar Tipps freuen! Viele Grüße, Legi.
     
  2. apfellulli

    apfellulli Inserent

    Hallo estmal,

    ich hab jetzt auch nicht soooooooooooo viel Ahnung. Aber wenn er nur auf die Gerte reagiert, musst du denke ich erstmal an deiner Körpersprache arbeiten. Versuche klare Bewegungen zu machen und zeige ihm genau was du von ihm möchtest.

    Zu der Gerte kann ich jetzt erstmal nichts sagen, weil es hier im Forum doch einige Leute gibt die dir da bestimmt besser weiterhelfen können. Ich würde allerdings ersteinmal ohne üben, weil mit Gerte ja anscheinend kein konzentriertes Arbeiten möglich ist.

    Apfellulli
     
  3. sasthi

    sasthi Bandenprofi

    Ich würde da Trilliarden Schritte zurück machen.
    Und erstmal an der Akzeptanz der Gerte arbeiten, dass er sich damit überall abstreichen lässt, ohne dabei total zu verspannen.

    Und mir über Kruppe herein in ca. 2 Jahren dann mal Gedanken machen... wenn überhaupt.
     
  4. Barrie

    Barrie Inserent

    Wenn das Pferd dann die Gerte akzeptieren kann, dann einen guten Trainer für Bodenarbeit suchen. Am Anfang brauchst du jemand, der direkt neben dir steht und die jede kleine Bewegung erklärt, vormacht und überwacht. Wir haben so jemand am Stall, um die Stunden bei ihr streiten sich alle fast... Um dich in die Grundlagen einzulesen, google mal wege zum pferd.
    Allein in der Bahn ist es für einen Anfänger in Bodenarbeit nicht hinzukriegen.
    Barrie
     
     
  5. legi

    legi Neues Mitglied

    Danke schonmal für die Antworten!
    Also das mit nicht hinkriegen als Anfänger würde ich so nicht sagen, ich habe Erfahrung mit Bodenarbeit und vor einiger Zeit auch schon einen Kurs beim Profi gemacht, aber damals noch mit meinem eigenen Pferd. Nur war mir diese Übung eben neu, und ich finde sie sehr sinnvoll. Und 2 Jahre wird es hoffentlich nicht dauern, zumal der Kerl echt sehr clever und sensibel ist. Umso trauriger, dass er Menschen nur vom Ausmisten oder auf dem Rücken kennt... und dann auchnoch schlechte Erfahrungen gemacht hat. Dass er die Scheu vor der Gerte verlieren muss ist natürlich klar.
    Leider gibt es in meinem Stall und in der Umgebung niemanden, der von Bodenarbeit wirklich Ahnung hat oder der unterrichten könnte. In meinem Stall werde ich dafür eher etwas schief angeschaut (die Besitzerin inklusive), außer mir macht das keiner... dazu kommt noch die finanzielle Frage, zusätzlich zum Beitrag zur Boxenmiete und zum Reitunterricht auchnoch Stunden in Bodenarbeit zu nehmen wäre etwas viel im Moment... deshalb: Do It Yoursef, try and error. Mit etwas Verstand und Einfühlungsvermögen kann man ja trotzdem nicht soo viel falsch machen.
    Trotzdem würde mich immernoch interessieren, in welchen Schritten man die Übung beibringen kann, wenn er irgendwann mal soweit ist. Heißt ja nicht, dass ich morgen damit anfangen will ;)

    LG Legi
     
  6. Weltenwanderer

    Weltenwanderer Isiphiler Workophobiker

    Dein Pferd ist hinten breiter als vorne. Wenn er gerade ist und du ihn vorne mit der Schulter eng und parallel an die Bande positionieren kannst,dann muss die Kruppe ansatzweise automatisch hinten etwas herein.Als allererster Ansatz.
     
  7. Barrie

    Barrie Inserent

    Mpch mal - und ein drittes mal schreib ich es nicht- google mal " wege zum pferd".
    Barrie
     
  8. Rickmaniac

    Rickmaniac Inserent

    nein. Denn durch Nicht-Üben verliert das Pferd ja nicht die Angst vor der Gerte. Nur muss man halt zuerst üben, dem Pferd die Angst vor der Gerte zu nehmen. Ein Pferd darf auch dann keine Angst zeigen, wenn man die Gerte wild durch die Luft zischen lässt, über seinen Kopf hinweg, über seinen Rücken, die Kruppe. Es darf keine Angst zeigen, wenn man es überall mit der Gerte berührt.
    Erst wenn das erreicht ist, kann man weitergehen. Aber zuallererst kommt Übung "Angst vor der Gerte nehmen."

    Du kannst folgendermaßen vorgehen. Nimm das Pferd locker am langen Arbeitsseil. Dann wedelst du etwas mit der Gerte hin und her, auf und ab. Das Pferd darf sich am Arbeitsseit bewegen. Es braucht ja als Fluchtier immer die Gewissheit, das es fliehen kann und darf. Du wedelst leicht weiter mit der Gerte. Irgendwann hört das Pferd auf zu zappeln und bleibt ruhig stehen. Dann hörst du mit dem Wedeln auf und lobst, streichelst das Pferd. Etc... Dann machst du weiter, entweder auf demselben Schwierigkeitsniveau oder etwas schwerer. DAs Pferd darf ausweichen, zurückgehen, seitwärts gehen, du folgst einfach nur und wedelst oder schlägst mit der Gerte leicht am Boden auf. Bis es stehenbleibt. Ruhig werden mit der Gerte. Streicheln.
    Mach das einige Male mit immer höherer Anforderung. Wenn du konsequent bist und das Pferd nicht festhältst und zu nichts zwingst, sollte das Pferd die Angst vor der Gerte schnell verlieren.

    als ich meine Stute bekam, war sie praktisch roh. Die Gerte kannte sie nicht und sie war ihr etwas unheimlich. Ich habe genau eine Stunde gebraucht, da konnte ich sie als Fliegenwedel benutzen und am ihrem Kopf vorbei zischen lassen. Mit Schmackes.
    Auch wenn ich das Pferd longiere oder in der Bewegungshalle rennen lasse, schiebe ich in der letzten Minute immer eine Einheit ein,wo ich es noch mal überall mit der Longiergerte oder dem Stick berühre und sie auch über den Rücken wedeln lasse.
    Das Pferd muss einfach lernen: es ist nur der verlängerte Arm. Und das ist ok.

    Erst dann, wenn das Pferd das geschnallt hat, kannst du überhaupt mit Hilfe der Gerte arbeiten. Vorher nicht.
     
    Zuletzt bearbeitet: 11. Aug. 2014
  9. legi

    legi Neues Mitglied

    Gut erklärt. Das was Du beschreibst habe ich in den letzten beiden Übungen mit ihm gemacht. Er bleibt zwar ganz gut stehen, aber so richtig entspannt ist er nicht. Er wurde ziemlich sicher mal damit geschlagen, wenn man mit der Gerte seitlich von unten auf die Hinterhand zugeht weicht er aus. Vorne stört ihn das weniger, an den Beinen auch nicht. Deine Stute hatte wohl noch keine schlechte Erfahrung mit der Gerte, da kommt das Vertrauen schneller... aber wir sind auf einem guten Weg. Und wie gesagt, so richtig begeistert von Bodenarbeit ist er sowieso noch nicht, hoffentlich kommt das noch mit der Zeit.
    @ Weltenwanderer: Vielen Dank! Mal was konkretes! das war eigentlich alles was ich zunächst mal wissen wollte. Klingt logisch, und ist als allererster Schritt sicher sinnvoll.
    @ Barrie: Du hättest es auch das zweite mal nicht schreiben müssen. Ich habs schon gegoogelt. Aber Meinungs- und Erfahrungsaustausch schadet trotzdem nicht, und ich bin an weiteren Meinungen und Erfahrungen interessiert.

    Da es genügend Beiträge und Websites zu den allgemeinen Themen rund um Bodenarbeit gibt, können wir das gerne hierbei belassen, da mir Weltenwanderer ja meine eigentliche Frage beantwortet hat.
    Danke auch für die anderen Antworten!

    LG+ schönen Abend!
    Legi
     
  10. Knitty

    Knitty Inserent

    Huhu :)

    Ich glaube diese Übung findest du auch in vielen Bodenarbeitsbüchern. Ich hab mal kurz in meins gelunzt ;) da wird zuerst das Schenkelweichen trainiert... also quasi weg von der Gerte.
    Dann wird mit einem Helfen das Schenkelweichen auf die Gerte zu geübt. Man selbst soll einen Strick oder die Longierpeitsche um den Bauch des Pferdes legen und darauf leicht Zug zu sich hin ausüben, ebenfalls die Gerte heben... der Helfer gibt auf der anderen Seite, das Kommando zum vorher gelernten Schenkelweichen. Irgendwann klappts dann ohne Helfer ;)

    lg
     
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