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Wie Finanziert ihr das eigene Pferd ?

Diskutiere Wie Finanziert ihr das eigene Pferd ? im Haltung und Pflege Forum; Hallo ihr Lieben, ich habe da mal eine Frage die mich schon EEEEEWIG beschäftigt. Ich selbst hab kein Pferd, sondern meine Schwester nun eins...

  1. Sacomo

    Sacomo Neues Mitglied

    Hallo ihr Lieben,

    ich habe da mal eine Frage die mich schon EEEEEWIG beschäftigt.
    Ich selbst hab kein Pferd, sondern meine Schwester nun eins von ihren "Stief"vater geschenkt bekommen, und sie kann es nur Finanzieren weil sie Zuhause lebt und zwei RB´s hat (Ist ja auch erst 17).
    Wie das weiter geht wenn sie mal ausziehen muss will ich gar nicht wissen...

    Ich selbst wollte auch immer ein Pferd. Klar als ich mein Mann kennen lernte usw. und in der Ausbildung war und allein wohnte habe ich gemerkt das das trotz das wir beide arbeiten gingen Finanziell nicht machbar ist.

    Jetzt kenn ich sogar eine Frau die ist Alleinerziehend hat das dritte Kind im September dieses Jahres bekommen, ist Arbeitslos und hat ein Pferd. Und hat die selbe Wohnung wie wir.... Und wir hier in Leverkusen/Köln und Umgebung haben ziemlich hohe Stallmieten....

    Ich frag mich immer wie macht das so eine Person wie geht das ?

    Ich selbst bin ja jetzt in Babiepause und nur mein Mann geht arbeiten. Dennoch könnt ich mir nie und nimmer ein Pferd leisten....

    Ich verstehe einfach nicht wie andere das machen ?

    Ich gehe nicht weg, ich trage keine Markenklamotten, ich habe keine Sachen die abbezahlt werden müßen, ich lebe absolut nicht über meine Verhältnisse....

    Versteht ihr was ich meine ?

    Ein Pferd unterzustellen wäre hier günstig ca. 150 Euro (Offenstall, Laufstall, ohne Reithalle usw.), dann kommt der Hufschmied, die Wurmkuren, das Futter, TA Kosten und und und....

    Darf ich fragen wie ihr das schafft ?
    Wieviel ihr Monatlich über hat und ausgebt ?
    Verdient ihr so gut ?

    Ich weiss ist ein brisantes Thema, aber ich kann es mir einfach nicht vorstellen wie man das schaffen kann...

    ???

    Liebe Grüße
    Sacomo
     
  2. Sacomo

    Sacomo Neues Mitglied

    Huhu,

    ich hab hier schon paar Themen durch, aber bei den meisten wird man verwiesen auf andere.

    Oder es wird so disuktiert gegen oder für ein Pferd ohne zu erklären wie man´s tatsächlich macht...

    Daher SUCHE hab ich durch :1:
     
  3. Leo

    Leo . Mitarbeiter

    Ja, gut, als alleinerziehende Mutter mit drei Kindern möchte ich nicht wissen, wieviel staatliche Unterstützung es da gibt...
    Wobei ich da wohl keine Zeit mehr für ein Pferd hätte.

    Also, am überschaubarsten ist wohl eine Vollpension, wo Du also monatlich einen Fixpreis hast. Da weißt Du Betrag X geht monatlich runter.
    Hufschmied ca alle 6 Wochen,Impfkosten, Wurmkuren = alles kalkulierbar.
    Sagen wir, wie in Deinem Beispiel, Du hast ne VP für 150,- Euro. Rechne monatlich 250 Euro, dann hast Du die laufenden Kosten für Barhufpflege, Versicherung, Impfkosten, WK mit drin. Evtl auch noch das ein oder andere Extrafutter, Putzzeug, das neu gekauft werden muß. Fliegenspray und andere Kleinigkeiten.
    Ich kenne eigentlich keinen Pferdehalter, der noch viel Geld für andre Sachen übrig hat, es sei denn, alleinstehende Paare, wo beide wirklich gut verdienen.
    :laugh:
    Selbst mit allen möglichen OP-Kostenversicherungen (die ja auch Geld kosten) kann eine Krankheit richtig rein hauen...
    Kennst Du nicht den Spruch "Reiter haben das Glück auf Erden, doch wenn sie sterben gibts nix zu erben":yes:
    Man muß wohl mit reichlich Optimismus an die Sache rangehen, vorher reichlich sparen und im Notfall auch mal nen Kleinkredit aufnehmen können, wenns nicht mehr anders geht.
    Oder man hat freundlich zahlende Verwandschaft im Hintergrund, die man immer mal wieder anhauen kann...
    Auf ne Reitbeteiligung würde ich mich finanziell nie verlassen, da Du sie ja nicht zwingen kannst zu bleiben, nur weil Du sonst das Pferd abgeben mußt.
    Andre Eventualitäten, wie zB Trennung, Arbeitslosigkeit oä kann man nie ausschließen. Oft genug ein Grund, der zur Abgabe des Pferdes führt.
    Man muß halt überlegen, ob man im Notfall damit klar kommt, dass man das Tier abgeben muß, wenn es finanziell nun wirklich nicht weiter geht.
    Ist die monatliche Grundversorgung kein Problem (auf lange Sicht) und bestehen Rücklagen für den Notfall (auch nachdem man alle notwendigen Anschaffungen - sattel etc. getätigt hat) dann denke ich, kann man sich ruhigen Gewissens auch ein Pferd anschaffen.
     
  4. Sacomo

    Sacomo Neues Mitglied

    Hallo Leo,

    tausend dank für Deine Ausführliche Antwort.
    Hast Du ein eigenes Pferd ?

    Wie klappt das denn bei Dir ?

    Zur Zeit wäre es eh nicht drin, aber ich frag mich einfach wie es bei solchen Leuten funktionieren kann.

    Ich mein natürlich keine Sportreiter mit Pferden die soviel kosten wie Autos lach...

    Sondern so Wald und Wiesen Reiter.

    Wir haben pimaldaumen, ca. 500Euro über, davon muss gegessen, Sprit bezahlt werden, Kleidung und und und.
    Und mein Mann geht Vollzeit arbeiten, und wir sind ganz normale Leute...

    Haben keine riesen Verischerungen, Sparkonten usw.

    Können sich wirklich nur Leute Pferde leisten die keine Familie haben, die gehobene Arbeiten ausführen wie Anwalt, Arzt und Co ?

    Versteht ihr wie ich das meine ?

    Ich finde es ehrlich gesagt total deprimierend das eine ganz normale Arbeiterfamilie sich den Luxus eines Pferdes niemals gönnen kann... *heul*

    :cry:
     
     
  5. Knitty

    Knitty Inserent

    Hallo

    Weis nicht ob dir mein Beitrag auch was hilft, weil ich noch bei meinen Eltern wohne und wir unsere 2 Pferde auch zu Hause haben und auch Futter im großen Teil selbst machen oder dann billiger bei der Verwandschaft kaufen. Aber meine Eltern mekern auch öfters rum das ich etwas sparsamer sein soll mit Stroh zB Früher hat mein Opa alle anstehenden Kosten bezahlt und nach dem er dieses Jahr gestorben ist müssen das ja nun meine Eltern übernehmen. Ich gehe selbst immer wenn ich die Gelegenheit habe arbeiten, weil ich mir mein zeugs fürs Pferd selbst kaufen muss. Meine Eltern bezahlen halt "nur" futter, schmied, TA, Reituntericht ... manchmal frag ich mich auch wie sie das machen, weil wir noch einen großen Hof zu unterhalten haben, außerdem habe ich noch ne Schwester und soviel verdienen meine Eltern als angestellte in einer apotheke und als Bürokaufmann in einer Land und Gartentechnikfirma auch nicht.
    Wie das allerdings arbeitslose mit drei kindern machen kann ich dir auch nicht sagen.
    Das schlimmste ist meineserachtens der Kaufpreis und erstanschaffung von sattelzeug usw. und desweiteren solltest du irgend ein sicherheitskonto anlegen wo du 2-3 tausend euro für nen notfall parat hättest und wos vielleicht auch noch gut zinsen gibt, ansonsten denk ich auch das diese 250 - 300 gerechneten euro im monat ok wären.

    glg
     
  6. playoff67

    playoff67 Inserent

    Hallo Sacomo, mit Deiner Nachbarin die ja nicht arbeitet könnte es natürlich sein das sie reichlich Unterhalt von ihrem Mann bekommt, der das Hobby mitfinanziert. Tja zum eigenen Pferd kann ich nur sagen, ich bin gebürtige Dortmunderin, in dieser Umgebung hätte ich mir kein Pferd leisten können, da Stallmieten dort extrem hoch sind, wo ich jetzt wohne habe ich zwei. Ich zahle 50 Euro für einen eigenen kleinen Stall mit 2 Boxen und 2 Wiesen und Paddock(soetwas bekommst Du im Pott natürlich nicht) Den Rest muss ich selber besorgen und bezahlen ich habe ausgerechnet das ich im Monat ca
    230 Euro zahle(für beide zusammen) ohne TA aber mit HS. Ich habe mein erstes Pferd auch erst nach den Geburten meiner 3 Kinder bekommen, vorher wäre es auch nicht möglich gewesen aus zeittechnischen Gründen, ich war damals 34 Jahre alt, ich habe einen 400 Eurojob gehabt und somit konnte ich die Kosten für das Pferd alleine tragen. Aber lass den Kopf nicht hängen, sondern geniesse jetzt die Zeit mit Deinem Kind und irgendwann wird sich Dein Wunsch auch erfüllen, vielleicht wenn Dein Kind in den Kindergarten geht und Du wieder anfangen kannst zu arbeiten.
     
  7. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    Hi,
    das ist eine gute Frage!
    Ich kanns dir nicht sagen. Ich bin Studentin, verdiene mir nebenher nochwas dazu, hab ca. 600 Euro im Monat. 235 Euro reine Stallmiete, TA, Hufschmied, Zusatzfutter, Reitstunden, Hallennutzung kommt alles noch dazu.
    Ich wohne nicht mehr bei meinen Eltern, muss noch Wohnungsmiete, Essen, Klamotten usw. selbst bezahlen.
    Irgendwie hauts hin, ich selbst lebe aber auch relativ sparsam (Klamotten, ausgehen)
    Mein Pferd hingegen hat irgendwie nur gute Sachen, hat gerade heute eine Rambo- Decke gekriegt.
    Würde ich von Sozialhilfe leben, würde es aber bestimmt nicht klappen. Weiß auch nicht wie diese Leute das schaffen...
    LG
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. Dez. 2007
  8. gamino

    gamino Inserent

    hi

    da ich arbeite finanziere ich mein pferd und auch die anderen sachen mit meinem Lohn
     
  9. Leo

    Leo . Mitarbeiter


    Na ja, wir sind zu zweit und meine bessere Hälfte arbeitet mit den Pferden beruflich. Dh. die Pferde müssen ihr Futter selbst verdienen, was auch nicht wirklich einfach ist. Ein Einkommen geht komplett für die Pferde drauf. Wir sind Selbstversorger und achten schon auf die Preise (zB. von Heu und Stroh). Trotzdem versuchen wir natürlich immer den Pferdebedürfnissen gerecht zu werden. Wir haben uns vorher gezielt überlegt, auf was wir verzichten können und wollen. Kleinere Wohnung, da wir eh viel Zeit am Stall verbringen (und ich im Büro). Ausgaben möglichst minimiert, trotzdem ist es manchmal eng.:eek2: Damit kann nicht jeder umgehen und dann sollte man sich das erst recht zwei mal überlegen.
    Wir machen viel selbst - in den vergangenen Jahren sind da einige Erfahrungswerte zusammen gekommen. Ich kann heute meist ziemlich genau sagen, wann der TA kommen muß und was ich alleine beheben kann.
    Ich wüßte nicht, ob ich das so durchziehen würde, wenn mein Partner nicht ebensolch ein Pferdenarr wär. Dann hätte ich vermutlich grad mal ne Reitbeteiligung. Wobei das für mich auch sehr uneffektiv wäre, da ich zwar viel Zeit am Stall, aber wenig mit reiten verbringe. Meist müssen irgendwelche wichtigeren Sachen erledigt werden.
    Trotzdem, wenn ich wählen müßte zwischen den Pferden und ner Menge Geld, würd ich wohl immer die Pferde nehmen, schließlich wüßte ich ohne Pferde gar nicht, wofür ich das Geld ausgeben sollte *ggg*
     
  10. sidocelline

    sidocelline Inserent

    Hallo!

    Ich glaube viele Pferdebesitzer können garnicht so genau sagen, wie sie ihre Pferde finanzieren. Klar weiss man ziemlich genau, wieviel man monatlich für Stall, Futter, TA, Schmied, Ausrüstung, Vereinsbeitrag, etc. zu bezahlen hat. Aber wie man sich das monatlich abknappst ist manchmal echt unerklärlich.

    Mein Mann und ich arbeiten beide Vollzeit, ich teilweise von zu Hause, weil unsere Tochter nach der Schule natürlich da ist. Wir müssen allerdings auch noch Kredite für unser Haus abzahlen und haben eben ansonsten die übrigen Lebenshaltungskosten. Unser Finanzrahmen ist echt durchgeplant, alles was wir nicht unbedingt brauchen (2. Auto, Versicherungen, teure Geräte) haben wir auch nicht. Mein Mann hat zum Glück kein teures Hobby, den einzigen "Luxus", den wir uns so leisten, ist wahrscheinlich noch unser Hund. Und so kommen wir ganz gut über die Runden. Für teurere Anschaffungen gibt es halt Geburtstage oder Weihnachten, wo wir uns meist von den Eltern Geld wünschen. Und die Lütte bekommt eben auch öfter mal was von den Großeltern geschenkt. Wir fahren eigentlich nie in den Urlaub, essen gehen ist auch äußerst selten drin (und dann auch nur beim Italiener oder Chinesen) und was sind schon Markenklamotten?

    Und das Pferd wird eben auch mal von Lidl oder Tchibo eingekleidet, der Sattel ist alt aber bequem, ich habe insgesamt genau vier Decken und keinesfalls Schabracken, Bandagen, Halfter etc. komplett in zig verschiedenen Farben. Wenn man mit den Sachen ordentlich umgeht, halten sie auch länger. Einen Teil der Kosten trägt natürlich auch meine RB durch ihre finanzielle Beteiligung und da wir uns schon so lange und so gut kennen, habe ich auch kein Problem damit, wenn sie mal was fürs Pferd kauft. Rein gefühlsmässig ist es eh so, als ob uns das Pferd zusammen gehört.

    Tja, so mach ich das und irgendwie geht´s immer. Auch wenn man bestimmte Anschaffungen dann mal ein paar Monate zurückstellen muss oder in manchen Monaten auch der Dispo bei der Bank ausgereizt wird...:twitcy:
     
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