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Wie handhabt ihr das? Pferd lahm.

Diskutiere Wie handhabt ihr das? Pferd lahm. im Erkrankungen / Verletzungen des Bewegungsapparates Forum; Hallo zusammen, ich hab zwar eine Menge Erfahrungen in Sachen Lahmheit, bin aber nicht der Weltmeister im Abwarten und bei so akuten Dingen....

  1. CSantana

    CSantana Bekanntes Mitglied

    Hallo zusammen,

    ich hab zwar eine Menge Erfahrungen in Sachen Lahmheit, bin aber nicht der Weltmeister im Abwarten und bei so akuten Dingen.

    Mein Kleiner hat gestern wohl irgend ein Ding gedreht. Unser Paddock wurde neu asphaltiert und der SB hat die Pferde solang auf die Koppel raus getan und abgesperrt (was ja gut ist und sinnvoll) mein Kleiner muss sich dann irgendwann aufgeregt haben, mir fiel das schon auf als ich die Auffahrt raufgefahren bin, da ist er auf der Wiese rumgaloppiert. Als ich kam war er auch an der Brust verschwitzt (das ist er auf der Koppel nur wenn er sich aufregt) und wollte dann auch unbedingt rein und hat sich tierisch aufgeregt.
    Hab dann wieder geöffnet (nach Absprache natürlich, der Asphalt war trocken) und Herr Pferd war happy.

    Hab mir nichts dabei gedacht und ihn für die Stunde fertig gemacht und bin geritten. Im Schritt alles super (Schulterherein auch nichts gemerkt beim warm reiten) aber beim Antraben hinten links deutlich lahm.
    Natürlich haben wir abgebrochen.

    Meine Freundin kam dann gestern abend gleich noch, hatte mit ihr telefoniert, sie ist Pferdephysio (eine sehr gute) und meinte sie kommt mal lieber gleich (Freundschaftsdienst) und hat ihn soweit möglich behandelt, ISG gecheckt und her hat auch 30 Minuten das Tens-Gerät drauf, was er sichtlich toll fand.
    ISG war es aber nicht, irgendwo am Bein liegt das Problem, könnte natürlich alles sein, aber da sie auch ein Jungpferd hat, meinte sie der hat sich gezerrt, blöd weg gerutscht oder sowas.
    Er bekommt nun 3 Tage Metacam und Koppel mit Bemern, Sonntag halbe Dosis Metacam und Montag schauen.

    Ich natürlich schon wieder voll der Hippochonder (beim eigenen Pferd immer) und denke schon wieder an das Schlimmste und würde am liebsten die Tierklinik rufen, rein vom Gefühl her, was aber rein praktisch nicht so Sinn macht, weil der Verdacht ja wirklich nahe liegt das er sich dabei was getan hat und was anderes wie Metacam und Ruhe machen die in dem Fall mit der Schilderung ja erstmal auch nicht.

    Wie handhabt ihr sowas denn?
    Kann mich jemand beruhigen?

    LG
    CS
     
  2. KleinElli

    KleinElli Bekanntes Mitglied

    :knuddel:
    Wie stark ist die Lahmheit?
    Ist am Bein/Huf etwas warm?
    Wenn im Schritt keine Lahmheit zu sehen ist (und das lese ich aus deiner Beschreibung), und nichts dick oder warm, dann würde ich erstmal abwarten.
    Wenn es nach drei Tagen nicht besser ist, den Tierarzt draufgucken lassen.
    So handhabe ich es bei Lahmheiten - es sei denn, das Pferd ist Stocklahm oder steht auf drei Beinen.
     
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  3. CSantana

    CSantana Bekanntes Mitglied

    Im Schritt sieht man nichts nein. Im Trab ist er auf der Skala 1-6 (6 ist übel) eine 2,5 bis 3 würde ich sagen.
    Es ist nichts dick und auch nichts warm.

    Ja so dachte ich auch, es kommt ja das Wochenende und meine Physio war ja da (die sagt auch wenn es gleich ein Fall für die Klinik ist oder wenn sie einen schlimmen Verdacht hat). Er bekommt Metacam und Montag wenn es dann aus ist, schauen wir nochmal.

    Voll doof. Mein langes, erstes freies WE wo es kühl ist, wir wollten eigentlich einiges tun das Elefantenkind und ich.
     
  4. KleinElli

    KleinElli Bekanntes Mitglied

    Das klingt jetzt tatsächlich nicht übermäßig dramatisch. Leichte Zerrung vielleicht, könnte auch ein beginnender Hufabszess sein, der sich meldet (Das ist immer meine erste Vermutung bei leichterer Lahmheit im Trab). Sorgen macht man sich natürlich immer, wenn das Pferd nicht rund läuft.
    Gute Besserung, und ich drücke die Daumen, dass es bis Montag weg ist.
     
  5. Mirage

    Mirage Bekanntes Mitglied

    Exakt meine Vorgehensweise. :biggrin:

    Montag wird Dir nix bringen, frühestens Dienstag, wenn Du Sonntag die letzte Dosis gibst. Grundsätzlich bin ich allerdings eh kein Fan von sofortiger Schmerzmittelvergabe ohne Diagnostik. Die sind dann schmerzfrei und belasten sofort voll obwohl Ursache unklar. Die sollen den wehen Haxn aber lieber etwas schonen wenn man erstmal von einem "Vertreten" ausgeht, dann sieht man recht flott, ob es wirklich nur ein "Vertreten" war oder was anderes im Argen ist.
     
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  6. Corvus

    Corvus Bekanntes Mitglied

    Ich handhab das so:
    Erst mal, wie lahm ist das Pferd? Im Schritt deutlich lahm = Notfall, sofort Tierarzt, Ursache in vernünftigen Umfang suchen (bei sowas ja meist leicht, bspw. Nageltritt und 1. Hilfe leisten). Ist die Lahmheit im Schritt nicht erkennbar, aber im Trab deutlich genug, aber nicht dramatisch: noch abwarten und erst Mal die Ursache suchen. Ist die Lahmheit stark oder eine Gliedmasse heiss und geschwollen, sofort kühlen und Tierarzt anrufen. Ist äusserlich nichts erkennbar, das Pferd hat kein Fieber und ist sonst vom Wesen her normal, würde ich erst Mal tatsächlich gar nichts machen. Auch keine Medikamente geben, weil ja die Möglichkeit besteht, dass der TA doch noch kommen muss und dann ist es mir lieber, er kennt den Verlauf. Ausserdem soll das Pferd bei einer leichten Lahmheit ruhig (leichte!) Schmerzen haben, damit es sich schont. Das ist bei uns ja auch nicht anders. Ab und zu zwickt was oder tut sogar bisschen weh - danm schonen wir uns und am nächsten Tag tritt schon Besserung ein. Tritt keine Besserung ein oder wird es schlimmer > Tierarzt anrufen. Im Zweifel ruf ich meinen TA an, schildere ihm die Situation und frage ihn, was ich machen soll. Weil wir uns schon lange kennen, denk ich, hat er keine Bedenken, auch mal nicht zu kommen. Ich schick ihm manchmal (nach Rücksprache!) auch einfach per Whatsapp ein Video.
     
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  7. aquarell

    aquarell Inserent

    Bei unklarer Lahmheit gebe ich keine Schmerzmittel. Die Pferde bekommen Boxenruhe und werden beobachtet.
     
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  8. Und wenn du eh mit dem Gedanken spielst, den TA kommen zu lassen: Der tut sich auch leichter mit der Diagnose, wenn da nichts durch Schmerzmittel verschleiert ist.

    Ich gebe nie Schmerzmittel/Entzündungshemmer auf eigene Faust bei unklarer bzw. eigener Diagnose, wenn das Pferd im Schritt klar läuft. Mein Pferd kommt dann auf die Koppel und soll sich so bewegen, wie es das möchte. Gejagt wird es nicht, da bin ich sicher.
     
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  9. CSantana

    CSantana Bekanntes Mitglied

    Das wenn der TA kommt, das man das Medikament vorher absetzt das ist klar. Er bekommt am Sonntag nur noch die halbe Dosis, wenn wir am Montag schauen, wird sich zumindest eine Tendenz abzeichnen.

    Ich hab immer Metacam da, leichtfertig gegeben wird es nicht, aber in solchen Fällen bin ich ein Fan von, Da scheiden sich zwar die Geister, aber mein Pferd hat halt auch noch PSSM und durch eine Fehlhaltung und das "nicht gymnastizieren" würde sich das ziemlich auf seinen Rücken auswirken und dann hab ich 2 Baustellen.
    Da vertraue ich meiner Physio schon.
    Die Pause allgemein wird ihm jetzt schon nicht so gut tun und ich muss das dann wieder gerade biegen.

    Boxenruhe kommt nicht in Frage. Das würde ich nur im absoluten Notfall machen. Erstens, weil er sich in der Box sehr aufregen würde wenn alle anderen rein und rausgehen und Zweitens, die PSSM Problematik.
     
  10. aquarell

    aquarell Inserent

    dann müßten dei anderen eben auch drinnen bleiben

    Oder man mancht es wie man will, darf dann aber spätger nicht jammern, wenn das Pferd doch hätte besser stehen müssen. Die Kombi Schmerzmittel und Freigang ist jeden falls bei unklarer Lahmheit keine gute Kombination.
    Die Potenz von Meloxicam sollte man auch nicht unterschätzen.

    Geht man von einer Zerrung aus, würde auch Traumeel reichen, bzw Arnica und Symphytum.
    Für die Muskulatur kann man auch weitere Homöopathica geben.
     
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