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Wie reitet ihr eure Pferde mit Hufrollenbefund?

Diskutiere Wie reitet ihr eure Pferde mit Hufrollenbefund? im Erkrankungen / Verletzungen des Bewegungsapparates Forum; Hallo, wir haben ja vor einiger Zeit über Leitungsanästhesie und Röntgen den Befund "geringgradige Veränderungen im Bereich der Hufrolle"...

  1. Die_Meier

    Die_Meier Aktives Mitglied

    Hallo,

    wir haben ja vor einiger Zeit über Leitungsanästhesie und Röntgen den Befund "geringgradige Veränderungen im Bereich der Hufrolle" bekommen, die ausreichen, um eine leichte Lahmheit zu verursachen...mein Pferd hat insgesamt über 4 Monate Pause bekommen, wurde in Abständen 3x in jeden Schleimbeutel gespritzt und hat Osphos bekommen und einen Spezialbeschlag.
    Der eine TA der Klinik sagte bei einem unserer Besuche, es sähe alles top aus und wir würden das Pferd auf jeden Fall wieder zum laufen bekommen, der andere TA sagte bei der Abschlusskontrolle, es sähe alles super aus, ich könnte ihn langsam wieder aufbauen und am besten im Gelände viel geradeaus reiten, auch dann in allen drei Gangarten und in der Halle oder auf dem Platz halt etwas vorsichtig mit viel ganze Bahn und großen Bögen usw...
    Leider bin ich so überhaupt kein Geländereiter und das Pferd war nach so einer langen Pause auch ein bisschen kribbelig, also haben wir erstmal ganz langsam in der Halle wieder angefangen.
    Natürlich gehe ich noch vorwiegend Schritt und versuche, immer soviel geradeaus wie möglich zu gehen, vor allem in den 5-6 Runden Trab, aber ich merke doch, dass ich aufgrund der Diagnose komplett gehemmt und unsicher bin, wie ich mein Pferd überhaupt noch belasten und reiten kann und soll, ich habe, sobald wir mal einen großen Zirkel reiten müssen oder ich ihn auf der Wiese mal galoppieren und stoppen und rumspacken sehe, totale Panik, dass er wieder lahm gehen könnte :-((
    Ich habe in der Klinik schon die Röntgenbilder und den Befund angefordert, um mir im Zweifel nochmal eine zweite Meinung einzuholen, aber bisher warte ich vergeblich auf die Unterlagen....was mich natürlich auch ein bisschen stutzig macht....
    Wie sind eure Erfahrungen so? Wie reitet ihr eure Pferde mit Hufrollenbefund (wie lange, nur Gelände oder auch Halle/Platz, reitet ihr nur noch ganze Bahn oder auch ganz normal große Zirkel)? Dass man auf Volten und enge Wendungen und longieren verzichtet, ist schon klar und ich werde auch generell nicht mehr 6 Tage die Woche reiten/longieren, sondern auch mal mehr spazieren gehen, Bodenarbeit/Trail oder sowas in der Art vermehrt mit einbauen, aber im Moment traue ich mich irgendwie gar nicht so richtig, was zu machen....meine Trainerin ist aber der Meinung, dass man das Pferd trotzdem noch sinnvoll arbeiten und gymnastizieren sollte, aber ich trau mich zur Zeit gar nichts mehr....deshalb hoffe ich hier auf ein paar mutmachende Erfahrungsberichte ;-)
     
  2. pjoker

    pjoker Bekanntes Mitglied

    Normalerweise fängt man mit einer Runde Trab ganze Bahn an, wenn man bei zwanzig Runden ist, also täglich eine Runde mehr Trab angenommen, galoppiert man an.Bei zwanzig Runden Galopp, also nach zwanzig Reiteinheiten, fängt man an Zirkel dazu zu nehmen.
    Ab da, angenommen das Pferd läuft weiter sauber, beginnt die richtige Gymnastizierung wieder.
    So der sicherste Weg den ich kenne und hier in der Klinik praktiziert wird.
    Natürlich kann man vorher schon leichte Tempowechsel reiten und auch mal das Zügelmaß verlängern.
    Zu tiefes Einstellen sollte generell bei Vorhandlahmheiten vermieden werden.
     
  3. aquarell

    aquarell Inserent

    Bis auf Springen wurde meine Stute normal belastet. Sie wurde von mir im Fahrsport (Einspänner) eingesetzt und ausgeritten.
     
  4. pjoker

    pjoker Bekanntes Mitglied

    Muskulatur und Gymnastizierung ist bei Hufrollenentzündung ja auch wichtig um die Vorhand zu unterstützen.Denke nach der Aufbauphase spricht nichts dagegen.Müssen ja nicht unendliche Zirkel und Volten sein.
     
    Lorelai gefällt das.
     
  5. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Pjoker, das ne Klinik sowas als allgemeine Empfehlung zum antrainieren raus gibt, und als "sichersten Weg" anpreist.... find ich schräg.
    Man muss da aufs Pferd gucken. Wie der Befund genau ist, wie das Pferd den Befund empfindet, und wie das Pferd gehalten wird.
    Es gibt auch immer noch Ärzte, die zu monatelangem Ruhigstellen, sprich einknasten raten.
    Wenn ein Pferd eh schon sie ganze Zeit Haltungsbedingt unterwegs ist, dann ist das fitter als ein Boxenpferd, und dem braucht man mit einer runde Trab nicht kommen.


    Grundsätzlich kann man auch longieren, wenn das nicht in zentrifugieren ausartet, und der Zirkel groß genug gelegt wird.
    Mitlaufen bietet sich da an.
    Jedes in den Boden laufen sollte man vermeiden. Also lieber kurze Einheiten, und dafür ordentlich gemacht, als länger und rumgelurt.
    Geklettert sind wir noch, aber Bergab bin ich abgestiegen und gelaufen.
    Springen, muss man gucken. Hat meine mit Reitkind machen können. Springreiter und ab und zu ein E sind bei nem 10 Jährigen Reitfloh in Ordnung gewesen.

    Muss dazu aber sagen, während der ganzen Reitzeit, Barfuß ging es nicht.
    Der Beschlag kam mit der Rente dann sofort runter, das geht auch gut.

    Gesendet von meinem SM-G960F mit Tapatalk
     
  6. Frau Horst

    Frau Horst Bekanntes Mitglied

    Ich nehme derzeit zum Antrainieren (nach Fesselträger vorne, nicht Hufrolle) gerne Seitengänge mit rein. Das ist für die Muskulatur hinten effektiver, aber man hat nicht das ewige Genudel auf einer Seite, lässt sich ja für wenige Tritte in beliebige Richtung einbauen. Auch aus dem Schritt angaloppieren mache ich gern, denn das entlastet die Vorderbeine maximal. Tempounterschiede holen auch den Rücken und die Hinterbeine. Richtig versammeln kann er noch nicht, aber diese Ansätze.
    Man darf dabei ja nicht verwechsen, dass das ganze Tier ein rohes Ei ist, sondern man eben nur die Vorhand nicht zu sehr belastet. Das passiert aber bei stupidem Gradeauslatschen viel eher als bei aktivem Arbeiten, und es gibt ja genug Möglichkeiten ohne enge Wendungen.
     
    Barrie und pjoker gefällt das.
  7. Farooq

    Farooq Erbsianerin

    keine hufrolle aber dafür 3 x arg rehe...pony läuft etz wieder super! vorwärts.......auch enge wendungen sind wieder machbar! :applaus:

    hufrollen pferd....kann ichdir leider nur negatives drüber sagen.:noe:pferd war aber schon alt, als das festgestellt wurde und nein, das haben wir leider leider nimmer in den griff bekommen:noe:sorry....
     
  8. Lorelai

    Lorelai Chaos-Trulla

    Ich reite meinen (vor zwei Jahren Befund an der Rolle mit längerer, leichter Lahmheit und anschließend langer Pause auf der Weide) relativ normal. Sprich alle Gangarten, sowohl Reitplatz als auch Gelände.
    Ich achte darauf, dass der Boden immer gut ist, vor allem im Gelände, zu viele Unebenheiten, zu harten oder zu weichen Boden verträgt er nicht gut, also geh ich da nur Schritt. Auch bergab vermeide ich so gut es geht.
    Springen tut er gar nimmer.
    Auf dem Platz große Linien, also schon Zirkel und auch mal andere, groß angelegte Hufschlagfiguren, aber keine engen Wendungen mehr.
    Seitengänge wären zwar zur Gymnastizierung bestimmt nett, vermeide ich aber auch. Dabei besteht immer die Gefahr, dass er dabei mit den Vorderhufen nicht plan auftritt, sondern schräg belastet und das ist Gift für die Rolle. Selbes eben auch in engen Wendungen.

    Ansonsten versuch ich, ihn vorne nicht zu tief kommen zu lassen, sprich nix mit Nase am Boden etc und ihn relativ fleißig zu halten.
    Stangenarbeit geht gut, bringt ne aktive Hinterhand.

    Hör auf dein Pferd. Man merkt ja meist schon, wo sie sich leicht tun und wo schwerer, letzteres mach ich halt dann einfach nimmer.

    Generell tut sich meiner auf dem Reitplatz meist leichter, im Gelände ists, zumindest bei uns, schwer gute Wege zu finden. Die sind naturgemäß meist nicht ganz eben, überall kleinere Unebenheiten etc, das tut ihm nicht so gut. Da muss ich schon sehr genau gucken, wo traben oder galoppieren geht.
     
    sokrates, pjoker und Farooq gefällt das.
  9. nasowas

    nasowas Bekanntes Mitglied

    Mein TA meinte ,wie schon häufiger gesagt, großen Wendungen guter Boden , kein springen , keine Seitengänge weil das seitlich belastet und darauf achten dass das Pferd schön gebogen bzw. Geradegerichtet ist das vermindert seitliche Belastung.

    Man muss aber immer genau beobachten wie es sich entwickelt. Hufrolle ist ja nicht heilbar nur therapierbar was schmerzen und die Verminderung von Belastung angeht also muss man es gut beobachte . Kann durch den Beschlag für immer weg sein oder naxh gewisser Zeit (1 Monat, 1 Jahr . 10 Jahre ?) wieder lahm. Gerade wenn es beidseitig ist kann es sein dass man kaum was sieht in gangling weil es halt beidseitig gleich weh tut ;m( war bei uns so) der Gang wirkte nur Klamm. Deshalb muss man gut aufpassen .
     
    Lorelai gefällt das.
  10. Die_Meier

    Die_Meier Aktives Mitglied

    Erstmal danke für eure Antworten :)
    Klar, niemand kann mir mit Sicherheit sagen, wie sich das nun genau bei meinem Pferd entwickelt, man muss es halt sehen...sollte er innerhalb kurzer Zeit wieder anfangen zu lahmen, wird er in Rente gehen und ansonsten versuche ich gerade mein Bestes, ihn schonend wieder anzutrainieren, aber er macht es mir echt nicht leicht, ins Gelände traue ich mich gerade jetzt nicht und wir haben am jetzigen Stall auch kein Gelände, wir ziehen aber in 5 Tagen um in einen Stall, wo die Pferde noch mehr Auslauf haben, etwas robuster gehalten werden und wo das Gelände ganz nett ist. In der Halle ist der Herr aber ziemlich bescheuert, sieht in jeder Ecke Gespenster und spurtet los....oben an der offenen Hallenseite kriegt man ihn kaum vorbei ohne dass er losschießt...eigentlich kenne ich ihn so arg knackig gar nicht, aber 4 Monate Pause mit nur Wiese/Paddock und nachts Box ist so gar nix für meinen Workaholic :-(( Der war bisher nur immer zufrieden und ausgeglichen, wenn er 6 Tage in der Woche gearbeitet wurde....
    Meine einzige Chance ist zur Zeit, ihn auf wirklich gaaaaaanz großen Linien ein bisschen an der Longe traben zu lassen, ich laufe auch immer brav mit, allerdings nimmt er das auch ganz gerne zum Anlass, immer schneller zu werden und anzugaloppieren :-(( Draufsetzen tue ich mich im Moment nur, wenn noch jemand mit dabei ist, aber in den letzten Tagen war ich immer mutterseelenalleine in der Halle...und er hat leider von Anfang an in diesem Stall Probleme mit der Halle gehabt, die findet er irgendwie ganz gruselig, was mich total wundert, weil wir im alten Stall eine Zeltdachhalle hatten, die immer so laut war und so geklappert hat, aber da war er das coolste Pferd überhaupt....und diese ganz normale und ruhige Reithalle, die wir im Moment haben, lässt ihn irgendwie immer total durchdrehen....naja, am neuen Stall wird es hoffentlich besser durch den längeren Auslauf und da haben wir dann nur noch einen Platz....
    Auf jeden Fall hab ich ein ganz schön schlechtes Gewissen, dass ich die Sache nun gar nicht so mache, wie der Tierarzt es empfohlen hat, aber mein Pferd ist nunmal kein Geländepferd und ich kein Geländereiter, aber immerhin können wir ab nächster Woche ausgiebige Spaziergänge zusammen machen....
     
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