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Wie viel Rücksicht von den Nachbarn?

Diskutiere Wie viel Rücksicht von den Nachbarn? im Haltung und Pflege Forum; Huhu, Ich mache mir gerade Gedanken. Vielleicht kennt ihr das ja: Nicht jeder hat seine Pferd in der Einöde stehen, manche Ställe haben nunmal...

  1. Nessi

    Nessi Bekanntes Mitglied

    Huhu,
    Ich mache mir gerade Gedanken. Vielleicht kennt ihr das ja:
    Nicht jeder hat seine Pferd in der Einöde stehen, manche Ställe haben nunmal auch Nachbarn.
    Erwartet ihr da Rücksicht? Wenn der Nachbar gerade Rasen mäht während ihr reitet und danach die Kettenlänge rausholt um einen Baum zu beschneiden, ist das für die Konzentration auf dem Reitplatz vermutlich nicht förderlich. Ärgert euch sowas? Erwartet ihr Rücksicht? Oder denkt ihr euch: der Nachbar kann ja nichts dafür, dass er neben einem Stall wohnt?

    Ich komme darauf, weil ICH in dem Fall der Nachbar bin. Gegenüber ist ein Stall, der Reitplatz ist an der Straße, Stall und Weide dahinter.
    Nun war es Freitag so, dass Männe und ich früh Feierabend hatten und wir uns mit dem Laub beschäftigt haben. Männe mit Laubbläser, ich mit Harke. Drüben auf dem Reitplatz (ca 100m luftlinie) ist der Dame regelmäßig ihr Pferd abgegangen, weshalb ich meinen Mann bat, das mit dem Sauger zu lassen.
    Ich wollte da jetzt keinen Ärger oder provozieren, dass die sich mit ihrem Pferd auf die Klappe legt... Aber wir können ja auch nicht bei allem warten, bis der Platz nicht besetzt ist. Die paar hellen Stunden nach der Arbeit wollten wir nutzen.
    Es hat sich NIEMAND beschwert, ich habe nur immer ein schlechtes Gewissen, wenn ich was im Garten mache, was die Pferde stört. Die haben da wohl ein recht junges, explosives Exemplar.
    Anders rum würde ich von meinem Pferd erwarten, dass es sich damit arrangiert, dass es Nachbarn gibt. Aber den bringt sowas auch nicht aus der Ruhe.
     
  2. Anastasia_Moon

    Anastasia_Moon Ponyfan

    Ich hab meinen Stall ja auch mitten im Dorf, der Reitplatz schräg gegenüber liegt direkt neben einem Hobbyheimwerker der selbst Sonntags keine Ruhe kennt. Hier ist generell IMMER was los.
    Ärgern? Ja klar. Lag auch 2 Mal schon fast unten weil de Depp den Staubsauger genau hinter der Hecke+Bande anschmiss als ich vorbeiritt. Oder mein Nachbar Party hatte als ich meine Trab-Angst überwinden wollte.
    Aber Rücksicht erwarten? Ne, eigentlich nicht. Ich hab eh die Einstellung, das Pferd muss das abkönnen. Vor allem im Gelände bzw beim Durchritt des Dorfes um ins Feld zu kommen kann ja nicht jeder Traktor anhalten, jeder Anwohner Rasenmäher und Laubbläser aussschalten usw. Ich bedanke mich für Rücksicht, rechne aber nicht damit. Warum auch?

    Wenn ich mit den Jungpferden was mache bitte ich schon mal höflich um Rücksicht oder frage ob sich mein Pony das Gerät mal anschauen darf während dieses zwar Krach macht, sich aber nicht bewegt. Oder ich lasse das Pferd halt Pferd sein und warte bis Ruhe einkehrt :bahnhof:
     
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  3. Lorelai

    Lorelai Chaos-Trulla

    Nein, da erwarte ich keine Rücksicht und ärgere mich auch nicht. Weil, wie du sagst, der Nachbar kann nix dafür, dass er neben dem Stall/reitplatz wohnt.
    Klar ist das als Reiter dann blöd, wenn da Trubel neben dem Platz ist und das Pferd spackt, aber dann muss es sich da irgendwie daran gewöhnen. :bahnhof:
    Man kann den Leuten ja nicht verbieten, tagsüber zu sägen oder zu hämmern oder sonstwas zu machen. Oder darauf zu achten, ob hinter der Hecke jemand vorbei reitet, wenn sie Grade die säge anmachen.
    Vor allem weil ein Stall meist recht viel Lärm, Dreck, Staub, was auch immer produziert, das müssen die Nachbarn ja auch so hinnehmen.
     
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  4. Käfertrulla

    Käfertrulla Inserent

    So würde ich es auch sehen. Ist zwar nervig, wenn beim Reiten Krach ist, aber da muss man dann wohl durch. Meine Cousine hat ihr Pferd in einem Stall stehen, wo direkt an Halle und Reitplatz immer wieder ein Zug vorbeirauscht. Pferde und Reiter gewöhnen sich da irgendwann dran. Auch der größte Spinner wird sich an sein Umfeld gewöhnen müssen. Bleibt ihm ja keine Wahl.
     
     
  5. Frau Horst

    Frau Horst Bekanntes Mitglied

    Ich bin damit aktuell auch konfroniert. Der Reitplatz liegt direkt an einer Gartenfront, da laufen anliegend auch noch ein einsames Shetty und zwei Hunde.
    Das Pony will immer Kontakt aufnehmen, weil es alleine ist, durch eine Hecke ist es aber nicht zu sehen, macht nur irre viele Geräusche. Es wohnt in einem Pröddelauslauf mit Planen, Plastik und allem Pipapo. Die Hunde bellen gerne spontan in der Ecke los. Auch Rasenmäher, Holzhacken, irgendwas umräumen, Schuhe ausklopfen und (besonders schön) schwere Blumentöpfe über das Pflaster ziehen sind unser Alltag.

    Ich würde mich nie beschweren, dazu habe ich ja null Recht. Ich ärger mich aber schon, weil es dem Pferd so viel Negatives mitgibt. Ich muss es ja auch in die gefährlichen Ecken steuern, das sind zwei von vier und je eine lange und keine kurze Seite. Dafür muss ich aber deutlicher reiten, als ich es sonst täte. Ebenso stört es die Konzentration, dass man kaum Vernünftiges arbeiten kann, man beschäftigt sich erstrangig mit Beruhigen.

    Aber was soll man klagen, irgendwas ist immer. Ich hoffe, er lernt daraus, nicht so schreckhaft zu sein. Außerdem machen diese vielen Schrecksituationen ihn für mich kalkulierbarer, ich weiß eher, wie er handelt, als wenn nie was passiert. Ich hätte ihm gegönnt, nicht in so einem frühen Stadium da gleich mit klarkommen zu müssen, aber es wird schon gut gehen.
     
  6. Nessi

    Nessi Bekanntes Mitglied

    Vielen Dank für eure Meinungen :)
    Ich glaube, ich muss da vermutlich auch einfach etwas hartgesottener werden.

    Ich persönlich merke (leider) ja, ob das Pferd auf dem Platz gerade herumspackt, weil wir im Garten was gemacht haben. Und dann fühle ich mich schuldig. Von jemandem, der nix mit Pferden am Hut hat, kann man ja nicht erwarten, dass ihm sowas bewusst ist.
    Die Nachbarn vom Stall wissen auch gar nicht, dass ich Ponys habe, die stehen ganz wo anders.
    Ich persönlich hätte aber ein ganz furchtbar schlechtes Gewissen, wenn drüben jemand vom Pferd fällt und sich vielleicht sogar was tut, weil ich das Auto aussauge.
    Das wäre ne Horrorvorstellung.
    Nur sind die hellen Stunden begrenzt, wir wollen die nutzen, die Reiter aber auch. Völlig verständlich. Ich gucke jetzt schon immer, welches Pferd da auf dem Platz ist und ob es erträgt, wenn ich im Vorgarten rum rutsche oder nicht.
    Das Problem hätte ich als Nichtpferdebesitzer vermutlich gar nicht, weil ich mir die Gedanken gar nicht machen würde.
     
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  7. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    wenn ich anehmen würde, dass etwas aus absicht geschieht, wäre ich schon ärgerlich.
    also wenn dein mann genau dann rüber gehen würde mit seinem laubbläser, wenn die frau gerade reitet. oder wenn jemand den motor vom auto aufheulen lässt.
    nun kenne ich niemanden, der überhaupt einen laubbläser besitzt und meine weiden liegen relativ in alleinlage.
     
  8. Delora

    Delora Inaktiver Nutzer

    Die Hofnachbarn bei uns haben auch nichts mit Pferden am Hut und das merkt man deutlich. Partys bis in die Nacht, Freilaufende Hunde die bellend hinterm Pferd herlaufen, wilde Schrottplätze, nah am Pferd vorbeifahren und manchmal sogar noch hupen, Kinder, die unbedarft auf die Pferde zulaufen... aber ein besseres Antischrecktraining gibt es gar nicht. Zumindest Flocke stört das nicht mehr.
     
  9. Nessi

    Nessi Bekanntes Mitglied

    Na ja @ulrike twice es passiert halt durchaus öfter, dass wir genau dann rausgehen und da Rasen mähen oder Laubblasen oder Äste schneiden möchten, wenn jemand reitet.
    Teilweise hat man nach der Arbeit halt vielleicht nur ne 3/4 Stunde ehe es dunkel wird beispielsweise. Da kann man schlecht immer warten zumal auch dann vielleicht erst Pferd 1 und dann noch Pferd 2 bewegt wird.
    Der Reitplatz ist nicht beleuchtet, also nutzen die auch die helle Zeit, ist ja klar. Man macht es nicht absichtlich weil jemand reitet, aber man wartet halt auch nicht immer.
    Wir sind uns gegenüber, es geht keiner rüber sondern wir wurschteln halt auf unserer Seite.

    Seit ich hier die Pferde ständig vor der Nase habe merke ich erst wie entspannt unsere eigenen sind. Und dass das nicht selbstverständlich ist.
     
  10. obsession

    obsession ...mag Basketball lieber

    Wir haben keine Nachbarn, ABER mein SB wirft halt eiskalt den Schredder, die Kreissäge oder anderes Zeug an, wenn er Holz machen will oder Beton gerührt werden muss oder sonstwas.

    Die Kinder am Hof fahren auch dann Bobbycar oder Fahrrad oder springen auf dem Trampolin, wenn sie grad Lust haben, und das Trampolin steht 20m vom Longierzirkel entfernt.

    Spaziergänger haben eh keinen Plan, da ploppt der Schirm auch direkt am Reitplatz auf, oder es rauschen 20 Nordicwalker klackernd vorbei.

    Bei uns hat sich bisher selbst das schreckhafteste Pferd innerhalb weniger Wochen zur coolen Socke entwickelt :cool:

    Obsi.
     
    Kigali und Charly K. gefällt das.
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