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Wieder Problempony, bitte helft mir!

Diskutiere Wieder Problempony, bitte helft mir! im Pferdeflüsterer Forum; Hallo Leute, ich habe vor einiger Zeit den Thread "Problempony: Durchgänger" hier eingestellt und stelle das, was ich dort geschrieben habe,...

  1. Hoellenprinzessin

    Hoellenprinzessin Neues Mitglied

    Hallo Leute,

    ich habe vor einiger Zeit den Thread "Problempony: Durchgänger" hier eingestellt und stelle das, was ich dort geschrieben habe, hier zu Info noch einmal rein,da ich nicht weiß, wie man einen Link dazu setzen kann. Mittlerweile kümmere ich mich gemeinsam mit meinem Freund seit ca. 5 Wochen allein um dieses Pony und in dieser Zeit ist zwar einiges besser geworden, aber Probleme gibt es immer noch und es sind auch neue aufgetaucht. Davon möchte ich euch gleich berichten und euch wieder einmal um Rat bzw. eure Meinung fragen.

    Hier erst einmal mein alter Thread:

    Hallo Leute,

    ich habe eine Frage zu einem Problempony. Es handelt sich um ein achtjähriges deutsches Reitpony, welches in Offenstallhaltung lebt, vor drei Jahren mal für ein paar Wochen bei einem Bereiter war und sich angeblich auch problemlos reiten ließ, danach wieder für zwei Jahre völlig in Ruhe gelassen wurde und dann vor einem Jahr noch einmal in Beritt war. Seit diesem Zeitpunkt ist er mehr oder weniger unreitbar. Am Boden macht er alles mit, an der Longe ist er super und solange man nur Schritt reitet, geht es auch noch einigermaßen. In folgenden Situationen ist beim Reiten aber alles vorbei:

    1. Sobald man antraben will, reißt er den Kopf hoch und rennt wie ein Wahnsinniger. Er lässt sich nicht mehr lenken und bremsen kann ihn nur eine optische Begrenzung, wie zum Beispiel der Zaun oder die Bande.

    2. Sobald er irgendetwas sieht, was ihm scheinbar Angst macht, passiert das Gleiche.

    Soviel zum Reiten. Was ansonsten noch auffällig ist:

    1. Er lässt sich nur schwer von der Weide holen und läuft weg, sobald man auf ihn zukommt. Auch in der Box weicht er leicht aus, wenn man sich ihm nähern will.

    2. Er hat Angst vorm Satteln, aber auch wenn man ihm nur eine Stalldecke auflegen will.

    3. Wenn man sich ihm nähert, um irgendetwas an der Ausrüstung, zum Beispiel Ausbindern beim Longieren oder so, zu verschnallen, weicht er panikartig nach rückwärts aus.

    Gesundheitlich ist alles abgecheckt, er ist hundertpro in Ordnung. Sattel und Zaumzeug habe ich vom Sattler auf Passgenauigkeit und sonstiges checken lassen. Was in seiner Vergangenheit passiert oder nicht passiert ist, weiß ich nicht und es lässt sich nun auch nicht mehr aufklären. Meine eigenen Vermutungen lasse ich hier bewusst weg, um möglichst eine unbeeinflusste Stellungnahme bekommen zu können.

    Hat irgendjemand eine Idee, worin die Ursachen eventuell liegen könnten?

    Hat irgendjemand eine Idee, wie ich die Arbeit mit ihm am besten aufbauen kann, ohne dass es für mich lebensgefährlich wird?

    Und jetzt kommt das, was mittlerweile der "Status Quo" ist:

    1. Zur Haltung: Er steht bei mir in einer Außenbox, die ich jedoch dadurch, dass sie als letzte Box an die Weide angrenzt, zum Offenstall umfunktionieren konnte, damit die Umstellung von Offenstall zu Boxenhaltung ihn nicht noch mehr verrückt macht. Im Stall und auf der Weide macht er einen sehr zufriedenen und ruhigen Eindruck. Er frisst, trinkt, legt sich zum Schlafen hin und wirkt rundum glücklich.

    2. Zum Umgang: Ich kann ihn ohne Probleme von der Weide holen, er kommt sogar sofort auf mich zu und läuft mir wie ein Hund hinterher. Er lässt sich anbinden, putzen, Decke auflegen und satteln ist überhaupt kein Problem mehr. Allerdings hat er sich zweimal ohne jeglichen ersichtlichen Grund erschrocken und hat dabei zwei Stricke geplättet, weil er sich losgerissen hat. Trotzdem lässt er sich weiterhin anbinden, zur Sicherheit füge ich jedoch immer einen Gummiring ein, damit er sich nicht noch verletzt, falls das nochmal passiert.

    3. Zur Arbeit: Ich habe ihn die ersten zwei Wochen nur spazieren geführt, habe ihn frei laufen lassen, Bodenarbeit mit ihm gemacht und ihn longiert. Ich kann ohne weiteres auf Halfter mit ihm spazieren gehen, und zwar überall. Er erschreckt sich vor nichts! Er wirkt dabei, wie ein richtiges Verlasspferd. Bei der Bodenarbeit vertraut er mir so sehr, dass alles, was ihm anfangs Angst machte, nach ein oder zwei Minuten kein Problem mehr für ihn ist, seien es nun Stangen, Planen, Regenschirme und so weiter. Er macht alles mit. Beim Longieren wechselt er nur auf Stimmkommando von einer Gangart in die andere und hält sogar auf Stimmkommando geschlossen an! Am Freispringen hat er super viel Spaß und ich habe bei allem, was ich mit ihm mache, das Gefühl, er will mir so richtig gefallen.

    4. Zum Reiten: Nun komme ich zum Reiten. Nach ca. zwei Wochen habe ich mich das erste mal auf ihn gesetzt. Aufsteigen war und ist kein Problem, er bleibt ruhig stehen. Ich kann sogar auf ihm rumturnen im Stand, das macht ihm alles nichts. Mein Freund kann mich auf ihm durch Gelände führen und auch das ist kein Problem. Reiten auf dem Reitplatz, wobei ich das zur Sicherheit bisher immer noch an der Longe mache, geht jedoch gar nicht. Im Schritt ist an der Longe noch alles ok, wobei er auch da manchmal plötzlich erschreckt. Sobald ich antrabe, rast er im Stechtrab los und versucht den Kopf hoch zu reißen. Zum Glück reagiert er mittlerweile auf Stimmkommando und so kann ich ihn allein damit mittlerweile einigermaßen wieder beruhigen. Es kommt jedoch immer wieder vor, dass er ohne ersichtlichen Grund einfach durchgeht. Er rennt dann wie ein Irrer. An manchen Tagen ist er zwischendurch schon ein bisschen entspannt, lässt richtig den Hals fallen und schnaubt. Aber von einer auf die andere Sekunde rennt er wieder wie von der Tarantel gestochen los. Einfach so. Gestern war es wieder mal besonders schlimm. Aber das Witzige war: Teilweise ist er losgerannt, und teilweise hat er sich keinen Schritt von der Stelle bewegt., ich konnte treiben wie ich wollte, nichts. Erst als mein Freund dann von hinten langsam mit der Longierpeitsche kam, setze er sich in Bewegung.

    Ich weiß jetzt einfach nicht weiter. was ist das? Ist das Angst? Ist das Unlust? Muss man ihn doch einmal härter anpacken? Das möchte ich eigentlich nicht. Besteht überhaupt eine Chance? Bei allem hat er so schnell gelernt und ist eigentlich gar nicht ängstlich. Nur wenns ums reiten geht, geht gar nichts. Gibt es Pferde, die wirklich "unreitbar" sind, obwohl sie keine körperlichen Krankheiten haben?

    Ich hoffe, irgendjemand hat einen Rat für mich.

    Liebe Grüße
     
  2. Bist Du wirklich sicher, dass das Pferd nix am Rücken hat ? Wurde geröntgt ? Das hört sich an wie kissing spines.
     
  3. Hoellenprinzessin

    Hoellenprinzessin Neues Mitglied

    Nee, er ist geröngt worden und auch so wurde der Rücken eingehend untersucht. Nicht nur von einem Tierarzt. Also ich glaube nicht, dass da tatsächlich was übersehen wurde. An den Zähnen ist auch nichts.
     
  4. Mortischa

    Mortischa Neues Mitglied

    Hm- das kommt mir irgendwie bekannt vor- beinah genau die gleichen Probleme hatte ich mit meinem Araber.
    Allerdings habe ich es nie geschafft ihn zu satteln und konnte nur mit Decke und Gurt reiten. Die Probleme legten sich- wie bei dir- gaaanz langsam- und annähernd entspanntes reiten war erst nach über einem Jahr möglich- obwohl er selbst da manchmal plötzlich ohne jeglichen Anlass stieg oder losrannte. Gerettet hat mich die Einsicht das er mir nie etwas tun wollte- da er nicht buckelte oder sich sehr schnell wieder beruhigte. Laß ihm doch einfach noch ein bißchen Zeit- mach einfach genauso weiter wie bisher- du scheinst ja genügend Geduld und Pferdeverständniss zu haben. Sicher legt sich diese grundlose Flucht in den nächsten Monaten. Und versuche beim reiten mal ein Halfter mit Strick unter der Trense zu lassen- mein Araber war in Paniksituationen nur am Halfter zu bremsen- und mit Einwirkung aufs Gebiss wurde er nur noch verrückter...
    Auf alle Fälle drück ich euch fest die Daumen....
     
  5. Katrin

    Katrin Inserent

    Wenn Gesundheitlich wirklich alles OK ist, dann spricht es dafür, dass er sehr schlimme Erfahrungen bei9 dem letzten Bereiter gemacht hat. Versuch einfach noch langsamer mit ihm zu arbeiten, mach erstmal nur das, was er kann und mag, festige das Vertrauen noch etwas mehr. Das reiten würd ich erstmal hinten anstellen, setz dich drauf, warte einige Minuten, lob ihn, steig wieder ab. Nächstes mal das gleiche wieder, nur etwas länger. Dann lass dich einige Meter führen, wenn er artig ist wieder absteigen, kräftig loben, am besten gleich Sattel und Transe runter und freilaufen lassen, vielleicht noch Leckerchen. Und das steigerst du gaaanz laaangsaaaam, würde da doch einige Wochen bis Monate für einplanen. Irgendwann wird er dich auch "normal reiten lassen, er muss nur merken, dass von dir da oben nichts schlimmes ausgeht. Das kann dauern, je nach dem was er schlimmes erfahren haben muss.
    Ich drück dir die Daumen, dass es bald klappt.

    Liebe Grüße
     
  6. Lucy

    Lucy Inserent

    Ich schließe mich Katrin an, wenn er wie es scheint vertrauen zu Dir aufgebaut hat und ansonsten händeln lässt, muss vom Sattel aus was schief gelaufen sein. Kleine Sequencen mit viel Lob und positiver Verstärkung würde ich dir raten, das kann 6 Monate dauern aber vielleicht auch nur einige Wochen. Wenn es wirklich ein Angstverhalten ist.
    Wünsche Dir Kraft und Ausdauer.
     
  7. hafifreundin

    hafifreundin Inserent

    hallo

    vielleicht würde es deinen pony helfen, wenn ein älteres,routinierteres pferd vor euch beiden reitet. dann ist er vielleicht niocht ganz so ängstlich und kann im trab auch nicht davonrennen. ansonsten lasse dir und vor allen den pony viel zeit.
     
  8. Laurinchen

    Laurinchen Sieger Bildwettbewerb Januar

    Ich würde auch sehr darauf tippen, dass der zweite Beritt alles andere als pferdefreundlich war.
    Daher: Mach alles mit viel Geduld, und wenn du sagst, im Gelände ist geführt werden kein Problem: Lass dich doch auf dem Reitplatz ebenfalls mal führen. Einfach nur außen rum. Dann später auch mal anhalten, und wieder Schritt reiten. Und dann die Zeit, die du draufsitzt, immer weiter ausbauen, den Trab in den ersten Monaten unter dem Reiter einfach weglassen. Wenn ein Pferd schlechte Erfahrungen gemacht hat, muss man das ganze mit viel Liebe und Geduld wieder ausbügeln.
    Viel Glück und Erfolg weiterhin. =) Hört sich nach einem sehr netten Pony an.
     
  9. Cindy

    Cindy Inserent

    Hi

    Ich denke das er beim Beritt serh sehr schlecht behalndelt wurde . Und das er das jetzt auch so ein bisschen mit dir verbindet . Wenn du in von der Weide holen willst , rennt er weg , na klar weil er angst hat . Und wenn du ihn dann hast und Sattel willst , hat er auch Angst geritten zu werden , weil er dort höchst wahrscheinlich nichts guttes erlebt hat .An deiner Stelle würde ich mir Erstmal Bachblüten kaufen . Und dann würde ich das reiten lassen . Und zwar muss er erstmal wieder wissen das ihm bei dir nichts passiert . Am besten gehst du mit ihm spazieren , lässt ihn am rand grasen , Putzt ihn einfach nur . Gehst in der Halle mal über Stangen oder durch hütchen . Und egal was andere sagen , lass ihn erstmal wieder vertrauen zu dir bekommen und merken dsas ihm nichts passiert , dass ist jetzt ganz wichtig . Hat er auch Angst vor einer Gerte ?
    Es ist jetzt ganz wichtig das du ihn aufmerksamtkeit bietest . Jeden Tag was anderes mit ihm machst , dass er merkt , ach wenn die mich von der Weide holt passiert mir nichts , bei ihr bin ich sicher .
    Es kann auch sein das er was mit dem Rücken hat , aber dadurch das er sehr schissrig geowrden ist . Befürchte ich sehr stark das er dort gar nicht gut behanldet wurde .Fang mit ihm nochmal von vorne an . Geh viel spazieren . Das braucht er jetzt . Und lass das reiten jetzt erstmal für die nächstes 2-3 Wochen . Lass auch erstmal das Longieren . Einfach nur spazieren , Putzen und sowas .
    Und wenn er dann wieder vertrauen gefasst hat , würde ich mich vielleicht mal irgendwann ohne ausbinder oder so . Auf ihn draufsetzen . Ein paar runden schritt reien und wieder absteigen . Schritt für Schritt neu beginnen . Und ganz wichtig bestraf ihn nicht , wenn es doch nicht so klappt wie du dir das denkst .


    Viel glück euch beiden
     
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