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Wieviel kann ich dem Pferd zumuten?

Diskutiere Wieviel kann ich dem Pferd zumuten? im Bodenarbeit Forum; Ich hole nächsten Monat endlich mein Pferd in unseren Stall. :laugh: Zunächst möchte ich mit ihm viel Bodenarbeit machen. Ich habe mir...

  1. dontworry

    dontworry Neues Mitglied

    Ich hole nächsten Monat endlich mein Pferd in unseren Stall. :laugh:
    Zunächst möchte ich mit ihm viel Bodenarbeit machen. Ich habe mir vorgestellt, dass ich das "richtige Führen" erst einmal übe. Ich gehe mit ihm in unseren Roundpen und möchte ihm dort beibringen, das Tempo welches ich ihm vorgebe einzuhalten unsw. Damit es nicht zu langweilig wird, ändere ich häufig die Richtung, gehe in Schlangenlinien oder stelle irgendwelche Sachen auf den Boden etc.
    Erst wenn dies dann gut funktioniert, übe ich dann das punktgenaue Anhalten aus der Bewegung, dies kann ja dann auch wieder eine Zeit lang dauern usw.

    So, und jetzt lange Rede kurzer Sinn: In dieser Zeit, wo ich solche Sachen mit ihm übe, und zuerst einmal Vertrauen zu ihm aufbauen will, ist es da gescheit, wenn ich ihn ausreiten gehe? Muss ich nicht zuerst die wichtigsten Punkte der Bodenarbeit mit ihm durchgehen? Wenn ja, kann ich unter Umständen ja monatelang nicht ausreiten gehen.
    Wie sieht ihr das? Ich möchte es auf jeden Fall richtig, machen und mein Pferd nicht überfordern, aber eben auch nicht langweilen...

    Bitte um eure Antworten!
    (hoffe ihr versteht was ich meine...):wink:
     
  2. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ.

    Hallo Dontworry,

    also, ich denke, es hängt ganz davon ab, WAS es für ein Pferd ist, sprich:

    Wie alt ist es?
    Wie ist es bisher trainiert/geritten worden?
    Läßt es sich bereits gut führen etc., nur vielleicht noch nicht von Dir?
    Hat es also bereits eine Grunderziehung?
    Oder ist es noch (sehr) jung?
    Oder ein "Problempferd"?

    Ist es ein bereits gerittenes, grunderzogenes Pferd, denke ich nicht, daß Du MONATE für ein bißchen Führarbeit brauchst! Sprich: Du kannst das Führen im RoundPen üben, danach auf Spaziergängen, und dann recht bald auch schon Reiten!
    Ist es allerdings ein junges oder verängstigtes/"Problem"pferd, sieht die Sache anders aus!
    Also schreib mal mehr! :1:

    Gruß, Charly
     
  3. Lucy

    Lucy Inserent

    Genauere Angaben wie Charly bereits beschrieben hat wären zum ungefähren einschätzen sehr hilfreich, wobei es aber keinen Plan nach Chema F gibt. Jedes Pferd lernt und versteht anders. Der eine hat nach 5 min Cavaletti die Nase voll, der nächste brauch5 Tage um die Beine richtig zu heben und zu verstehen.
    Hoffe du weißt was ich meine aber beschreib uns doch mal dein Pferd genauer.
     
  4. dontworry

    dontworry Neues Mitglied

    Hallo Charly:wink:

    Also, mein Pferd ist ein argentinisches Polopferd und bereits 15 Jahre alt. Er wurde eigentlich sein Leben lang als Polopferd eingesetz, Bodenarbeit ist für ihn schon eher etwas neues.
    Das mit dem Führen klappt eigentlich schon nicht schlecht, ich führe ihn jeweils dort, wo er im Moment noch gehalten wird, ein bisschen rum und achte wirklich darauf, dass er sich auf mich konzentriert. Am Anfang geht dies eigentlich immer recht gut, nur mit der Zeit (so ca. nach 10 min.) merke ich, dass er unaufmerksam wird. Ich muss ihn dann auch häufig korrigieren, weil er sonst einfach in der Gegend rum schaut und jeweils probiert einen Happen Gras zu erwischen. Dann lasse ich ihn jeweils wieder in seinen Stall. Ich denke, er muss sich zuerst einmal daran gewöhnen, wirklich die ganze Zeit konzentriert zu sein.
    Ich dachte mir eben auch, dass ich's zuerst im Roundpen übe und dann auch mal mit ihm spazieren gehe. Aber dann kommt ja auch noch das Rückwärts gehen, das Anhalten aus der Bewegung, üben der stetigen Konzentration beim Putzen etc. dies sollte ich auch noch trainieren. Bis wir das alles hinkriegen, könnte schon etwas länger dauern, meinst du nicht?
    Was ich auch noch erwähnen sollte ist, dass er bei mir nicht in einer Box gehalten wird, sondern in einem Offenstall mit anderen Pferden, wo er wirklich eine sehr grosse Weide hat zum herumtollen. Von daher wäre es glaube ich nicht sooo schlimm, wenn ich ihn erstmal nicht reiten würde, oder?:eek2:
     
  5. Lucy

    Lucy Inserent

    Irgendwie hab ich jetzt ein Verständnissproblem, er ist als Polopferd eingesetzt worden und ihr müsst das konzentrieren beim Putzen üben?
    Ich hab ja wirklich gar keine Ahnung von Polo aber dachte die Pferde wären und müssten gut ausgebildet sein und sich auf ihren Reiter konzentrieren. Liege ich da falsch?
    Was wurde denn mit ihm gemacht?
    Das mit dem führen hört sich für mich aber nach einem normalzustand an, eher das er unterfordert ist. also meiner achtet nicht jede sekunde auf mich wenn ich ihn z.B. von der Weide hole. Das find ich auch tollerant, solange er mich nicht überholt oder bedrängt.
    Das mit dem Offenstall ist natürlich ein paradies für ihn, aber bitte erkläre mir nochmal welche Art ausbildung er bekommen hat.
     
  6. Knitty

    Knitty Inserent

    Hallo!!!

    Ich denke du solltest ihm ein wenig Zeit lassen mit dem ausreiten. Gewöhn ihn an die anderen Pferde und an einen Reitpartner mit dem du dann erstmal zu zweit ausreiten gehst also net gleich alleine. außerdem sollte das Reiten auf dem Platz auch klappen.
    Kommt drauf an wie schnell er sich eingewöhnt 1-2 wochen bodenarbeit und dann solltest du denk mal die Bodenarbeit nebenbei machen und dir das reiten auch schon mal in den vordergrund legen. nach einem monat könnt ihr gelände sicher auch schon mal wagen. ich denk das kommt sowieso aus der spontanität heraus. aber ihr solltet euch schon etwas besser kennen und vertrauen.



    lg nina
     
  7. hafi

    hafi Inserent

    Hallo.

    Also ich denke, das ihr erstmal Vertrauen zu einander aufbauen solltet und euch erstmal aufeinander einstellen solltet.
    Und dann wird der Geländerritt, denke kein problem sein. Natürlich solltest du zuerst nich alleine ausreiten,weil immer etwas passieren kann.
    Du solltest ihm vielleicht auch so viel abwechslung wie möglich bereiten.
    Aber du musst es selbst entscheiden, jeder hat ne andere ansicht. :wink:

    Wünsche dir viel Spaß

    Gruß Sabrina

    :yes:
     
  8. dontworry

    dontworry Neues Mitglied

    Vielen Dank für eure Antworten!:1:

    Wenn ich das jetzt richtig interpretiere, macht es also Sinn, wenn wir uns zuerst einmal aneinander gewöhnen, sprich zuerst im Roundpen üben (Bodenarbeit und Reiten) und dann später die ersten Ausritte gemeinsam mit einem anderen Reiter machen.

    Aber ich habe dennoch ein Verständigungsproblem: es wird wahrscheinlich kaum möglich sein in den ersten Wochen ihm bereits die Basis - Bodenarbeit (rückwärts, punktgenaues anhalten etc.) beizubringen. Ich meine, dann müsste ich dies ja im Schnellzugstempo machen. Kann ich (auch wenn die ganze Bodenarbeit - Geschichte noch nicht einwandfrei funktioniert)
    mit ihm (und einem anderen Reiter) reiten gehen oder sollte man nicht wirklich zuerst eine gründliche Bodenarbeit machen?
    Ich habe das Buch von (Michael?) Geitner gelesen. Irgendwie bin ich jetzt verunsichert. Dort steht ja, man solle zuerst grundlich Bodenarbeit mit dem Pferd machen, um das Vertrauen und seine Aufmerksamkeit zu gewinnen etc. aber das wisst ihr ja...

    @Lucy:
    Ja, du hast vollkommen recht, Polopferde müssen natürlich gut ausgebildet sein. Mein Pferd wird altershalber nur noch als Schulpferd für Poloschüler eingesetzt. Bodenarbeit hat man mit ihm eigentlich wenig bis gar nicht gemacht (ausser natürlich als er noch jung war in Argentinien damals). Er ist es also nicht gewohnt, wenn man von ihm verlangt rückwärts zu gehen (vom Boden aus), oder eine Hinterhandwendung. Auch beim Putzen, war es eigentlich nicht sonderlich wichtig, ob er aufmerksam blieb und gerade stehen blieb. Ich finde diese kleinen Dinge aber schon noch wichtig.:yes:
     
  9. Katrin

    Katrin Inserent

    Wie lange hast du ihn denn schon? Wenn du ihn gerade erst gekauft hast, würde ich anfangen mit der BA und dann entscheiden, wie weit euer Vertrauen aufgebaut ist, dass du reiten kannst, erst in der Bahn dann im Gelände. Erstmal würd ich auch nur mit jemand anderes rausgehen, weil du ihn ja wohl nicht kennst. Was aber die Bodenarbeit an sich angeht: Meine Freundin macht Bodenarbeit neben dem reiten (junges Pferd), Bodenarbeit macht man ja auch schon in dem Moment, wo man das Pferd aus der Box/Wiese holt. Man muss ja nicht unbedingt jeden tag BA machen, mann muss auch nicht unbedingt perfekt anhalten und rückwärtsrichten können, um zu reiten. Grundlagen sollten soweit vorhanden sein, dass er anhält und dich nicht umrennt beim führen. Alles weitere sieh als Abwechslung an und natürlich als Arbeit, aber nicht zu viel, dass es ihn langweilt. Mehr als 10 Minuten wrde ich auch erstmal keine intensive BA machen. Und da er schon geritten ist, würd ich das wirklich von deinem Gefühl abhängig machen, ob du ihn im Gelände reitest oder nicht, bist du unsicher, merkt er es und wird sich nicht so verhalten, wie du möächtest, bist du sicher, wird er auch sicher(er) sein. Aber nicght nach Shema F BA machen, bis dieses und jenes perfekt klappt, dann kann ich erst reiten... Achte auf dein Gefühl

    Liebe Grüße
     
  10. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ.

    Hallo Dontworry,

    also erstmal: Katrin hat mir Vieles schon vorweg genommen! :wink:

    Grundsätzlich: Ich sehe Bodenarbeit - bei einem ja bereits gerittenen und bestens mit dem Menschen sozialisierten Pferd - mehr als das, was man konsequent nebenbei und ab und an mal hochkonzentriert macht, als etwas, was man zu 1001% beherrschen muß, bevor man auf ein (bereits gerittenes, Menschen gewöhntes!) Pferd aufsteigt!

    Dann: Natürlich mußt Du ihn nicht reiten, wenn Du erst gern vom Boden aus arbeiten möchtest! Aber Du solltest Dir und ihm das Reiten auch nicht "zwanghaft untersagen", so lange er zum Beispiel nur noch keine Hinterhandwendung an der Hand macht!
    Er sollte Dich kennen, und Grundgehorsam muß vorhanden sein. Dazu zählt für mich, daß das Führen/Stehenblieben/Beschleunigen/Abwenden auch an langem Strick funktioniert, und daß er sich rückwärtsrichten läßt. Viel mehr nicht.
    Und ganz ehrlich: Kann er das nicht längst?! Wenn er wirklich ein Ex-Turnierpferd ist, kennt er doch Hängerfahren (Führen & Rückwärtsrichten), und als Schulpferd wird er sich doch wohl auch abwenden und anhalten lassen, oder?

    Kann es sein, daß Du etwas perfektionistisch bis verbissen an die Sache herangehst? Ich meine, diese Grunddinge ergeben sich (wohlgemerkt, ich rede immer von einem bereits gerittenen, Menschen gewöhnten und NICH "Problem"pferd!) doch aus dem täglichen Umgang, oder? Also selbst "unsere" rohen, garstigen, unterbeschäftigten, zum Teil krass dominanten Shetties hatten das nach 6 Wochen intus - und die waren eben noch nichts gewöhnt. Das müßte bei Deinem doch in höchstens 4 Wochen erledigt sein, oder?

    Alles, was Du weiter als Bodenarbeit machen möchtest, würde ich ernsthaft, aber in immer nur kurzen Sequenzen trainieren: Nie länger als 20-30 Minuten!
    Also Stangenarbeit, Doppellonge/Longe, Dressur an der Hand, GHP-Parcours etc. - das ist dann nochmal Zusatzarbeit, meiner Meinung nach aber nicht Bedingung, um sich auf ein (bereits gerittenes) Pferd auch mal draufzusetzen. Ich stimme den anderen zu: Ausreiten zunächst mit einem seiner Weidekumpel (ruhig, kennt das Gelände, rücksichtsvoller Mitreiter).
    Für die Vertrauensbildung: Warum nicht mal spazierengehen und ihm vor dem ersten Ritt das Gelände schonmal an der Hand zeigen? Und dabei kleine BA-Lektionen wie Stehenblieben, Antraben etc. einbauen...

    In den RoundPen hochkonzentriert würde ich nicht länger als 20 Minuten gehen! Dann läßt für gewöhnlich auch beim Menschen die Konzentration nach.

    Und: Daß er beim Führen nicht fressen soll, ist selbstverständlich. Aber warum muß er beim Putzen hochkonzentriert sein??? Warum darf er sich bei Deiner Massage nicht entspannen (wie es Pferde auch in der Natur übrigens tun!)?! Damit überforderst Du ihn und machst ihn eventuell sogar nervig!

    Und auch beim (langweiligen!) Führen darf ein Pferd ruhig auch mal auf die Umgebung achten! Nur eben keine Eigenaktionen starten, und er muß natürlich jeden Moment ansprechbar sein. Aber wenn Du schreibst, daß Du ihn so häufig korrigieren mußt - korrigierst Du vielleicht auch über?!
    Versuch doch einfach mal, an der Hand zu traben und dann durchzuparieren oder sogar stehenzubleiben - wenn DU die richtige Körpersprache dabei wählst, dürfte es bei DIESEM (ja voll ausgebildeten) Pferd doch kein Problem sein! Maximal 5 Durchgänge - dann müßte das sitzen! Dann kannst Du am Runterschrauben/Verfeinern Deiner Körpersprache und Hilfen arbeiten - und in zwei Wochen macht ihr das gemeinsam ganz locker! :1: Und der Versuch kann meiner Meinung nach nix schaden, da es weiß Gott keine schwere Lektion ist.


    In diesem Sinne: Trau Dich und genießt!

    Charly
     
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