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WO die letzte Reise antreten?

Diskutiere WO die letzte Reise antreten? im Pferde Allgemein Forum; Die Möglichkeit mit dem Wolfspark finde ich für ein noch transportfähiges Pferd gar nicht Mal so schlecht. Schade, dass wir sowas nicht in der...

  1. Baccara

    Baccara Mitglied

    Die Möglichkeit mit dem Wolfspark finde ich für ein noch transportfähiges Pferd gar nicht Mal so schlecht. Schade, dass wir sowas nicht in der Nähe haben.
    Ich persönlich finde es auch sehr schade, dass es mittlerweile so schwierig geworden ist ein Pferd ganz normal schlachten zu lassen. Ich hätte mir gerne die Möglichkeit offen gelassen.
    Meine beiden Pferde wurden beide in der Box eingeschläfert, sie konnten nicht mehr aufstehen. Beim Wallach aus Altersgründen, die Stute aufgrund Lähmungen. Das herausziehen hat dann gsd mein SB übernommen, der Wallach wurde noch selben Tag abgeholt, die Stute am Abend des nächsten Tages.
    Für mich waren das ab der letzten Spritze nur noch leere Hüllen, fast als ob ich keinen Bezug dazu gehabt hätte. Daher hat mich auch das Telefonat mit dem obduzierenden TA nicht aus der Fassung gebracht.
     
  2. grenos

    grenos Aktives Mitglied

    Ganz ehrlich?
    Nein, so etwas würde ich meinem Pferd NIEMALS zumuten.

    Den Gedanken, es zu schlachten (für Lebensmittel oder als tierfutter), finde ich nicht schlimm, auch wenn ich es nicht machen würde.

    Aber das Tier zum Schluss noch diesen Stress aussetzen?
    Es entweder zum Schlachthof zu bringen, wo es die Angst und den Tod riechen kann
    Oder in so nem Wolfspark den lebensbedrohlichen Feind...

    Ich finde es nur fair, ihn zu Hause, in seiner gewohnten Umgebung ohne Stress gehen zu lassen
     
  3. ayla-fan

    ayla-fan Die, die mit sich selber spricht!

    Gefällt mir, da ich mir auch denke, dass die fremden Gerüche das Pferd durchaus unnötig aufregen können.
     
    ardana gefällt das.
  4. Leo

    Leo . Mitarbeiter

    Ich habe mein Herzens Pony dafür in die Klinik gebracht. Hätte das auch zu Hause machen lassen können. Aber ich wollte mir in dem Fall ersparen, zusehen wie er abgeholt wird. Er ließ sich immer gut verladen. In der Klinik hatte er eine gepolsterte Box zum fallen. Wir konnten uns alleine verabschieden. Und als er weg war konnte ich den Körper auch gut da lassen. Musste nicht mehr zu sehen wie er abgeholt wird. Bei ihm hätte ich das nicht gekommen. Der war für mich so perfekt, ich hätte nicht haben wollen zusehen, wie seine leere Hülle traktiert wird. Bei allen anderen war es komischerweise für mich okay. Wenn die weg waren konnte ich den Körper wirklich als leere Hülle ansehen.
     
    ayla-fan gefällt das.
     
  5. Kigali

    Kigali Sternchenreiter

    Ich hätte kein Problem damit, wenn mein totes Pferd als Nahrung dienen würde...
    WENN es Zuhause in seiner gewohnten Umgebung sterben könnte.
    In meiner Lehrzeit habe ich (leider) öfter erlebt, das Pferde, denen man noch helfen konnte, die aber nicht mehr im Sport laufen konnten, geschlachtet wurden.
    Wenn ich so darüber nachdenke, kenne ich kein Pferd, das in den letzten ca 15 Jahren geschlachtet wurde.
    Alle wurden entweder als Notfall eingeschläfert (kein Transport mehr möglich) oder wurden zuvor medizinisch behandelt, so dass das Fleisch nicht mehr zum Verzehr geeignet war.
    Wir waren in Schweden in einem Zoo, da wurden Shettys im Löwengehege laufen gelassen. Die Löwen durften ihr Futter selbst töten.
    Um ehrlich zu sein, habe ich mir das nicht angesehen! Im Gegenteil, wir habe fluchtartig den Zoo verlassen und das nicht nur, weil ich mein, zum damaligen Zeitpunkt, Kleinkind dabei hatte.
     
  6. aquarell

    aquarell Inserent

    So etwas ist zum Glück in D verboten! Hier dürfen keine lebenden Tiere verfüttert werden.
    Nicht mal eine Maus darf zu einer Schlange gesetzt werden.

    Ich finde dies auch gut und richtig so.

    Meine Pferde sind unterschiedlich von uns gegangen. Ein Teil wurde so eingeschläfert, daß sie von dort auch abgeholt werden konnten, einige sin din der Klinik geblieben, eine wurde in der Box erlöst und einer im Padock. Diese beiden hat dann mein Mann mit dem Frontlader zur Abholungsstelle gelegt.
    Wenn sie tot waren, habe ich nur noch reagiert. Konnte mit anpacken und sie mit einer Plane zudecken. Aber die eigentliche Abholung kann ich nicht ertragen, da gehe ich weg.
    Wir legen die Pferde auf unserem Grundstück immer dicht an den Zaun an der Straße, weil der Abdecker von der Straße aus über den Zaun greifen kann.
    Meine Hunde sind nie an die toten Pferde ran gegangen. Allerdings laufen sie unbeobachtet auch nie lange alleine rum.
     
  7. GilianCo

    GilianCo Langzügelbespaßer


    Inwiefern ist das denn schwierig geworden? Man muß dafür Voraussetzungen erfüllen, die JEDER Nutztierhalter erfüllen muß (Stallbuch etc.). Finde ich jetzt, wenn man das gerne möchte, kein Hexenwerk.



    Pferde werden ja nicht überall geschlachtet - sondern wirklich bei "Rossschlachtern". Die meisten Schlachthöfe schlachten Rinder, Schweine, ggf. Schafe, meist keine Pferde.

    Wenn man tatsächlich wo hin kommt zum schlachten, wo die Pferde "Angst und Tod" (wobei die Pferde meist mit dem Geruch von Blut nichts anfangen können) riechen, spricht das tatsächlich, ganz pragmatisch, für einen schlechten Schlachthof. In vernünftigen Schlachthöfen wird das Pferd gebracht, und kommt in einen sauberen Raum, in dem der Bolzenschuss erfolgt, und das Ausbluten.

    Beim letzten Satz stimme ich Dir grundsätzlich wieder zu, ich würde meine Pferde auch immer lieber zu Hause gehen lassen.

    Bei uns könnte das zumindest mit den Hofhunden nicht passieren, das die an die toten Tiere ran gehen, weil die vorn am Hof liegen, und wir ein Tor haben, durch das die Hunde nicht kommen. Der Abdecker holt Tiere ausschließlich dort, wo er direkt ranfahren kann bei uns.
     
    ayla-fan, PinkPony und Kigali gefällt das.
  8. Frau Horst

    Frau Horst Bekanntes Mitglied

    Wenn man wöchentlich zum Training und regelmäßig zu Turnieren fährt, denkt man auch nicht über die Gerüche nach. Für das Pferd macht das eigentlich keinen Unterschied.

    Vielleicht ist es mehr der Besitzer, der zuhause in gewohnter Umgebung den Abschied finden möchte - was auch völlig ok ist. Sein Pferd wegzubringen und es einfach dort liegenzulassen, geht einem sicher gegen jeden Beschützerinstinkt.

    Ich finde, jeder Besitzer soll den Weg wählen, mit dem er am besten leben kann. Die Entscheidung ist ohnehin schlimm genug. Aber für das Pferd ist es wohl kein großer Unterschied, wenn es gewohnt ist, den Stall regelmäßig kurz zu verlassen.
     
  9. pjoker

    pjoker Bekanntes Mitglied

    Bei uns ist im Stall damals ein schwerer Unfall passiert.Dem Pferd wurde eigentlich das ganze Hinterbein unterhalb vom Knie abgetrennt.Inkl Knochen.Er lag auf der Koppel einige Zeit bis der Abdecker kam und da es leicht abschüssig war floß das Blut bis auf die Straße.Man musste dort immer vorbei zum Ausreiten.Es hat kein Pferd gestört vorbei zu laufen, noch über die Blutspuren zu treten.Fand ich befremdlich aber der Geruch scheint sie nicht gestört zu haben.
     
  10. Baccara

    Baccara Mitglied

    Meine Stute kannte regelmäßige Ausflüge bis zum Schluss. Für sie wäre das kein großartiger Stress gewesen, genau so wenig hatte sie Probleme mit anderen Tierarten. Und ob sie nach ihrem Tod gefressen oder von einem Tierarzt zerstückelt und der Kopf zusätzlich nach München geschickt wurde, war mir egal. Beides ist natürlich für die meisten kein schöner Gedanke.

    Zum Thema Angst vor Blut/Gerüchen, meine Pferde fuhren regelmäßig mit einem Anhänger mit dem die Rinder zum schlachten gefahren und auch dort drin geschossen wurden. Sie hatten nie ein Problem damit.
     
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