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Wo habt ihr die Hufbearbeitung gelernt?

Diskutiere Wo habt ihr die Hufbearbeitung gelernt? im Haltung und Pflege Forum; Guten Abend meine Lieben, Derzeit stöbere ich ja recht viel in verschiedenen Online Stores und packe Warenkorb um Warenkorb voll. Also...

  1. Kuschelkiwi

    Kuschelkiwi Forenobst

    Guten Abend meine Lieben,


    Derzeit stöbere ich ja recht viel in verschiedenen Online Stores und packe Warenkorb um Warenkorb voll.
    Also schaue ich gerade durch sämtliche Kategorien eines der größeren Versandhäuser und unter dem Pflegebedarf fand ich nun auch wieder, nicht zum ersten Mal, Utensil zur Bearbeitung der Hufe.
    Da ich vermute, dass ein Schmied sein Handwerksbedarf eher nicht bei diesen Anbietern kaufen wird, sondern vermutlich das hochqualitative Material bevorzugt, dass die entsprechen spezialisierten Schmiedebedarf-Geschäfte (oder wo immer her sie ihr Werkzeug beziehen...) anbieten, gehe ich also davon aus, dass die hauptsächlichen Abnehmer dieser Produkte die "Otto Normal Reiter" sind, die in jedem Stall zu finden sind.
    Ist jedenfalls nicht das erste Mal, dass ich höre "Ach, das Gröbste mach ich bei meinem selbst".

    Mich würde jetzt aber mal einfach interessieren, woher diese Leute, also vielleicht auch welche unter euch "das Gröbste" gelernt habt.

    (Um direkt einmal einen vielleicht schiefen Gedanken eurerseits abzuwehren: Nein ich plane nicht die Katastrophenhufe meines Zottelponys im derzeitigen Zustand selbst zu bearbeiten ;) Andererseits interessiert es mich aber schon etwas mehr zu dem Thema zu lernen und möglicherweise iiiirgendwann, wenn alles gerichtet und okay ist, mal selbst Hand anzulegen im geringen Ausmaß.)


    An Werkzeug finde ich neben Raspel und Hufmesser auch etwas namens "Gewindekratzer" (ist das einfach ein "besserer" Hufkratzer?) und sogar Hammer und Beschlagsnägel.
    Gibt es unter euch "Selfmade Hufazubis" die mal hier etwas die Überstände Raspeln und da etwas Extra-Horn ausschneiden?
    Wenn ja, woher habt ihr euer Wissen bezogen? Erst viel über die Hufanatomie und Mechanik gelesen und anschließend eurem Schmied über die Schulter geschaut und ihm Löcher in den Bauch gefragt?
    Direkt gesagt "Du, lieber Schmied, magst du mal Zeigen und Erklären, dass ichs vielleicht nachmachen kann"?
    Seminare und Fortbildungen besucht? Literatur gelesen?
    Was macht ihr selbst und an was traut ihr euch nicht heran? Wieso zieht ihr dort die Grenze?


    Bin wirklich gerade sehr neugierig und ich glaube sobald die Klausuren um sind, ist das eine Sache, in die ich mich mal nebenbei aus Interesse einlesen werde :)
     
  2. *FrogFace*

    *FrogFace* Frosch ohne Locken

    Hallo Kiwi,

    ich finde es klasse wenn Du Dich für das Thema interessierst und auch selbst mitarbeiten willst- das kann ich nur unterstützen...

    Zuerst einmal rate ich Dir Dich ins Thema Hufe einzulesen. Dafür eignet sich einiges an Literatur, ich setz einfach mal ein paar Links hier rein, von denen ich weiß dass sie gut sind (verständlich und anschaulich erklärt und beschrieben).

    Pro Barhuf

    Manu Volk Go-barhuf.de - Newsblog

    Ansonsten rate ich Dir, Deinem Hufmenschen über die Schulter zu schauen und Dir in absehbarer Zeit einfach mal eine gebrauchte Raspel geben lassen (wenn er keine abzugeben hat kannste gerne bei mir anfragen- ich hab immer welche die ich nicht mehr nutze aber die für einen Laien scharf genug sind ;)). Dann lässt Du Dir zeigen was Du zwischen den Terminen raspeln kannst und sollst. Also immer schön step by step.


    Ich hab auch so angefangen, und dann so Feuer gefangen, dass ich eine Hufpflegeausbildung gemacht habe und mittlerweile seit 3 Jahren nebengewerblich Hufpflege betreibe :mx10:

    Also Achtung- das Thema ist unglaublich spannend und kann ähnlich viral verlaufen wie der "normale" Pferdevirus :embarrassed:
     
  3. Meine Anfänge waren genau so, wie von Froggie beschrieben.
    Raspel dem Schmied abgebettelt, schon vorher ganz viel zugeschaut und gefragt, dann angefangen, ausgebrochene Kleinigkeiten am Tragrand selber glatt zu raspeln.
    Auch ein altes Hufmesser bekam ich von meinem Schmied. Mit diesem entferne ich gelegentlich einen weghängenden Fetzen vom Strahl.
    Auch Eisen abnehmen kann ich. In unserem Stall ist vollständiges Beschlagszeug vorhanden, einschließlich Bock, jeder darf es nutzen.
    Einen Nagel ersetzen (im alten Loch!) mache ich notfalls auch, aber ungern.
    An Stellungskorrektur traue ich mich nicht heran, das überlasse ich dem Fachmann.
     
  4. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    ich habe seit 1986 eigene ponys. die ersten knapp 15 jahre davon hatte ich den ersten scmied, bis der zu alt wurde. der wünschte, dass ich ihm die HH dafür aufhalte.
    danach musste ich wechseln und dann hatte ich nach einigen versuchen noch mal 5 jahre lang einen anderen schmied. bei ihm stand ich zumindest direkt daneben, am kopf der ponys.
    ich beobachtete bei ihm, wie er was wegnahm, auch bei einem pony, was dann ein scchiefes bein hatte. immer mehr nahm er von der seite weg, von der ich genau nichts wegnehmen würde, und ich beobachtete nachfolgend, wie der huf von oben runterwuchs und was für folgen das hatte, wie er zuvor bearbeitet worden war.
    außerdem beobachtete ich andere shcmiede, die bei bestimmten hufproblematiken so und so behandelten.

    irgendwann dachte ich, dass die risse bei den einstellern in den hufen von der bestimmten bearbeitung kamen, das schiefe bein/ der schiefe huf meines ponys füher gerade war. jetzt immer schliimmmer wird.

    ich kaufte mit raspel und zange, ein hufmesser brauche ich nicht. einmal holte ich noch mal meinen shcmied, dann nie wieder.

    das beine des ponys und sein huf sind heute wieder gerade (der grund, warum er damals nicht gekört wurde.... ärgerlich).

    ich bin jemand, der am besten mit meinen bebachtungen lernt. wie jemand (auch ich) macht und was daraus entsteht.

    mit eisen habe ich nichts zu tun und keine ahnung. ich kann ein wackelndes hufeisen runterziehen, das ja.
     
     
  5. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    ach so, und unter diesem gewindekratzer wird man wohl das teil verstehen, was besser geeignet ist um aus den stollenlöchern den dreck rauszupuhlen, um die stollen eindrehen zu können.
     
  6. Arizona

    Arizona Inserent

    Ich raspel nur den Rand etwas gerade wenn etwas herrauszubrechen droht. Dann lohnt es sich meistens nicht den Schmied zu rufen weil der doch schon weiter weg ist. Ich habe aber auch das Glück, dass die Hufe alle sehr gut sind und die Ponys gerade laufen. Der Schmied kommt 2-3 mal im Jahr. Dadurch dass wir hier Sandboden haben, laufen die sich schon recht viel ab, sodass man echt nicht zu viel wegnehmen darf.
    Ans Hufmesser traue ich mich nicht rann. Das soll mal der Profi machen, der hat ja nicht umsonst eine Ausbildung gemacht. Und der sieht auch gleich ob die Hufe ungleichmäßig abgelaufen sind und evt. korrigiert werden müssen. Wenn mal so "Lappen"unterm Huf hängen, dann ziehe ich die einfach ab.
    Ansonsten ist die Hufpflege ganz überschaubar. Kein Öl, kein Fett, selten sauber schrubben. Aber täglich auskratzen ist mir wichtig. Ich habe bemerkt, dass das Horn im Huf an Qualität verliert wenn da Äppel oder Stroh mit Ammoniak drin wohnen.
     
  7. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Kiwi, das Beschlagszeug haben viele liegen um ein loses Eisen wieder fest zu machen. Einen verlorenen Nagel zu ersetzen ist relativ einfach. Gerade bei den Distanzlern machen das viele.
     
  8. Unser damaliger sehr guter Hufbearbeiter hatte mit Mitte 30 einen BSV und war so nett, noch mehrfach zu uns zu kommen und mir bei der Hufbarbeitung auf die Finger zu schauen und mir das wichtigste zu erklären. Trotzdem bin ich natürlich kein Profi außerdem kann ich mit meinem Rücken eh nicht so lange gebückt stehen. Jetzt haben wir auch wieder einen tollen Schmied, aber damit die Pferde alle gleichzeitig ausgeschnitten werden können, schau ich schon mal zwischendurch, ob irgenwo schon was ausgebrochen ist oder sonst wie gemacht werden muss. Ich fands immer prima, wenn man die jungen Pferde schon selbst an das Gefühl der Raspel gewöhnen konnte.
     
  9. Ponymonster

    Ponymonster Pseudo-Einhorn

    Ich raspel von unserem herrenlosen Pony ab und an die Hufe, wenn die Zehe zu lang ist. Schön sieht das allerdings nicht aus. Die wächst vorne raus und sind nach außen hin sehr flach, innen aber recht steil. Ziel ist es, dass sie ohne Probleme auf der Koppel rumgurken kann. 3-4x im Jahr lass ich sie aber vom Schmied machen.

    Meine Eigenen mach ich gar nicht selbst. Da kommt der HS alle 6 Wochen und dazwischen brauchen die nix. Ausbrechen tut da nie was, und die stehen beide wirklich gut uns symetisch auf den Beinen.
     
  10. satine

    satine Inserent

    Ich frage, beobachte, lese… und aus diesem Grund habe ich vieeeeeeel zu viel Angst die Hufe alleine anzufassen. Mein schwarzer hat super einfache, symetrische Hufe. Meine Schmiedin sagte mir schon mehrfach, dass ich an die auch problemlos alleine dürfte, aber ich hab echt zu viel Respekt davor.
     
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