1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Würdigster "Lebensabschluss" für ein Pferd

Diskutiere Würdigster "Lebensabschluss" für ein Pferd im Pferde Allgemein Forum; Hey ihr lieben, der Titel klingt jetzt krass, habe leider nicht die passendsten Wörter für den Titel gefunden. :noe: Aber jeder der ein eigenes...

  1. AngelinaMelli

    AngelinaMelli Neues Mitglied

    Hey ihr lieben,
    der Titel klingt jetzt krass, habe leider nicht die passendsten Wörter für den Titel gefunden. :noe:
    Aber jeder der ein eigenes Pferd hat, wird irgendwann einmal entscheiden müssen, wie sein Pferd die schönsten 'letzten Jahre' verbringen darf.
    Da es bei uns im Stall viele ältere Pferde gibt, kam ich auf diese Frage. Unsere Pferde dort, stehen den ganzen Tag draußen bis ihre Besitzer kommen und sie rein holen. Danach werden sie meist noch im Wald spazieren geführt. Ein anderes altes Pferd bei uns, wird von der Koppel geholt und danach entweder noch ein bisschen longiert oder ebenfalls spazieren geführt.
    Mein Pferd ist jetzt 17 Jahre alt, aber noch total Fit was man echt nicht denkt. Viele zeigen mir den Vogel, wenn ich ihnen sage :" Ja, mein Pferd ist 17. " :bloed: Denn auf Turnieren oder auch generell benimmt er sich wie 7 & das sage nicht nur ich. Ich denke noch keines Weges daran, mein Pferd in geringer nächster Zeit abzutrainieren und danach in den Ruhestand zu schicken, denn er hat in seinem Leben noch nichts großes geschafft, beziehungsweise solange ich merke, dass er noch kann & will und dass es ihm mega Spaß macht zu springen, werde ich darüber keine Entscheidung fällen.
    Dennoch frage ich mich was ihr als schönsten Lebensabschluss für ein Pferd findet.
    Des einen gibt es ja riesige Anlagen auf denen riesige Herden auf großen Wiesen noch einmal Pferd sein dürfen.
    Oder es gibt ja die Möglichkeit das Pferd noch ( wie die Leute bei uns im Stall ) ihr Pferd noch etwas bei sich behalten wollen. ( Was ich auch Voll & Ganz nachvollziehen kann )
    Ich finde diese Frage so schwer .. Für ein Pferd zu entscheiden, wie es den Rest seines Lebens noch verbringen darf :noe:
    Daher meine Frage : Was fändet ihr für euer Pferd am angemessensten ?
     
  2. User4711

    User4711 gelöscht

    Ich würde meinen Pferden einen artgerechte Haltung in einer kleinen Herde auf einer Koppel wünschen (was sie momentan auch mehr oder weniger haben). Sie sollen immer die Möglichkeit haben Pferd sein zu dürfen, da sie nun mal ein Pferd sind. Das heißt einen Haltung wo dies nicht möglich ist, ist für mich nicht akzeptable. Am Ende des Tages "wohnen" sie 24hrs in dem Stall und ich komme nur für ein paar Stunden pro Tag "vorbei".
    So viel zu der Haltung.
    Was den Lebensabend angeht. Meine 20jährige wird genauso wie die Anderen hier und da "unterhalten". Das Programm ist wie bei den Anderen an die Tagsverfassung angepasst. Unterhaltungsprogramm wird es aber immer geben, bis sie nicht mehr will. Dann hoffe ich, wird sie eines morgens friedlich eingeschlafen sein.
     
  3. Farooq

    Farooq Erbsianerin

    unsere waren immer bis zum ende.....in der herde, in der sie auch vorher waren....

    halt nur ohne reiten, oder sonstiges....die durften halt da ganz einfach mitlaufen...bis zum schluss....

    und so handhabe ich das auch künftig....warum was verändern? wo sie den stall, die menschen und alles rundherum ja meistens schon über jahre so kennen??

    aber super, dass du dir da schon gedanken machst! respekt!

    liebe grüsse...

    faro-uli
     
  4. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Mich stört dieses "noch einmal Pferd sein dürfen" etwas.
    Das sollte ein Pferd immer sein dürfen, denn der Reiter mit seinen Ambitionen ist nur einen kleinen Teil vom Pferdetag da.
    Dann stellt sich auch die Frage "wohin" gar nicht, weil das Pferd dort bleiben kann wo es war.
     
     
  5. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    So sehe ich das auch Manic, meine Pferde dürfen immer Pferd sein und bekommen immer die optimalste/ artgerechteste Haltungsform.Da unterscheide ich nicht zwischen jung oder alt.
    Meine Pferde stehen 24h am Tag draussen, im Sommer auf der Weide, im Winter auf der Winterweide.
    Natürlich könnte ich den Senior zur Rente auf so eine Gnadenkoppel für 1/3 des momentanen Preises stellen. Allerdings wäre das weiter weg, ich hätte weniger Kontrolle über seinen Gesundheitszustand und er müsste sich nochmal in eine neue Herde einfinden. Das möchte ich ihm nicht antun. Er geniesst es tägl. umsorgt zu werden und seinen Platz zu haben. Das ist er lebenslang so gewöhnt und er hat ja jetzt nur noch Freizeit und gepflegt werden. Ich bilde mir ein er käme sich ziemlich abgeschoben vor, wenn er plötzlich nicht mehr seine Zuwendung bekäme.
    Alte Menschen wollen ja auch so lange wie möglich in ihrem gewohnten Umfeld bleiben und ihren Tagesablauf behalten und das Gefühl haben "gebraucht" zu werden. Ich denke mit Pferden ist es nicht viel anders. Mein Senior blubbert mich immer an, wenn ich Sattel oder Trense für den jungen bringe. So nach dem Motto- ich bin auch noch da! Nimm mich! Wenn ich dann wirklich im Schritt mal mit ihm über den Platz reite, bietet er sich herrlich an und würde am liebsten dauernd irgendwo übertreten oder rückwärts gehen etc.
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. Okt. 2014
  6. kaipi22

    kaipi22 Absolut verhaltensoriginell

    Auch ich werde mein Pferd nicht abschieben, wenn er alt und krank ist. Eine Rentnerkoppel kommt für mich nicht in Frage (siehe Gromit;)) Mein Pferd gehört zu mir und ich zu meinem Pferd. Der ist ja schon beleidigt, wenn ich mal einen Tag nicht da war:rolleyes (2):
     
  7. Seh ich wie die anderen. Die Rentner laufen mit den anderen mit.
     
  8. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    ab zeitpunkt X ist es aber für rentner nicht mehr schön, mit den "anderen" mitzulaufen. auch gibt es ja durchaus innerhalb eines betriebes unterschiedliche herden udn haltungsformen.
    ich würde meinen rentnerponys dann eben die letzten jahre eine schöne weide gönnen - der reitplatz direkt nebenan ist dann unwichtig. udn ich würde ihnen keine biestigen wallache und keine ganze jungpferdeherde mehr zumuten.
     
  9. sasthi

    sasthi Bandenprofi

    Hmm... ich glaube, das kommt auch auf den Typ Pferd an.
    Meine ist auch "schon" 16, benimmt sich wie keine Ahnung... auf jeden Fall jünger und hat es noch faustdick hinter den Ohren.

    Ich denke, das Training wird irgendwann "angepasster"... längere Schrittphasen/-pausen, keine stundenlangen "Kilometer-Schrubb"-Ausritte, sondern es auch mal gemütlicher angehen lassen.

    Allerdings glaube ich - zumindest bei den dreien, die ich momentan öfter in der Mache habe (16,17,21) - dass keins von denen irgendwann "Rentner" sein möchte und spazieren gehen als das Nonplusultra ansehen würde. Ich glaube eher, dass die irgendwie alle drei von einem Tag auf den anderen dann "nicht mehr da" sein werden (und wir Besitzer dann etwas bedröppelt aus der Wäsche schauen).

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich meine damit zufrieden geben würde, bisschen geputzt und betüddelt zu werden und ansonsten nichts mehr groß zu tun. Dazu ist sie zu arbeitswütig und stellt sich zu gerne ihren Aufgaben.

    Rentnerherden gibt es hier seltenst... vielleicht auch mit ein Grund, warum ich so denke. Wenn, sind sie arschweitweg, und da - glaube ich - würde jemand sehr, sehr schnell abbauen und daran kaputt gehen.
     
  10. obsession

    obsession ...mag Basketball lieber

    Spencer bleibt da wo er ist. Da ist er glücklich. Er hat seine Herde, seinen Ausblick, seine Rundumversorgung, gutes Futter, ALLES.

    Er wird in der Herde alt, die mit ihm zusammen alt wird. Ich glaub der jüngste in dieser Herde ist jetzt 10 und der älteste 20.

    Obsi.
     
Thema: Würdigster "Lebensabschluss" für ein Pferd