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Zu lange Kniebänder/ Pferd knickt ein

Diskutiere Zu lange Kniebänder/ Pferd knickt ein im Erkrankungen / Verletzungen des Bewegungsapparates Forum; Hallo. Ich habe leider ein Problem mit meiner Stute. Habe das Pferd letztes Jahr im September gekauft. Sie ist bei mir Freizeitpferd und ich bin...

  1. Johanna K.

    Johanna K. Neues Mitglied

    Hallo.
    Ich habe leider ein Problem mit meiner Stute.
    Habe das Pferd letztes Jahr im September gekauft. Sie ist bei mir Freizeitpferd und ich bin mit ihr viel im Gelände unterwegs, teilweise lange Ausritte viel bergauf und bergab, 1x die Woche Bodenarbeit und lockere Arbeit auf dem Reitplatz.
    Vorher war sie auch Freizeitpferd allerdings im flachen Gelände. Und jetzt kommt das Problem...Die Stute knickt seit einiger Zeit beim bergab gehen sehr oft ein in der Hinterhand, es ist ein wegsacken der hinteren Gliedmaßen beidseitig. Als ich sie nach dem Kauf der Physiotherapeutin vorstellte meinte sie das wäre ein Problem der Kniebänder aber weiter nicht schlimm, gutes Training wäre das bergauf bergab gehen. Damals hörte man ab und zu ein klacken im Knie aber das wegsacken trat nur sehr sehr selten auf.
    Der Tierarzt stellte mittlerweile auch fest dass die Kniebänder wohl zu lange sind...er sagt nicht jedes Pferd ist für unser bergiges Gelände geeignet. Soll jetzt 3-4 Wochen nur auf ebenen Wegen reiten und Ekyflogyl (= dmso, Prednisolon, Lidocain) schmieren, falls es nicht besser wird könnte man die Bänder auch spritzen um so eine Entzündung hervorzurufen und dadurch sollen sich die Bänder verkürzen.

    Nun zu meinen Fragen:
    Wer kennt dieses Problem und hat Erfahrung damit?
    Hilft reiner Muskelaufbau um das Problem in den Griff zu bekommen?
    Helfen Zusatzfutter z.b. Magnokollagen von iWest?
    Hilft das spritzen der Bänder, das pferd ist schon 11 Jahre alt...
    Wie läuft das unterspritzen ab? Muss man in die Klinik dafür , wie sieht das Training danach aus?


    Würde mich sehr über Antworten und Erfahrungen freuen, es ist leider nicht leicht für mich da ich die Stute noch nicht lange habe und sie ist so wahnsinnig bewegungsfreudig....
    Ich hoffe ihr könnt mir helfen
     
  2. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ.

    Hallo Johanna,

    ich würde in einer (möglichst spezialisierten) Klinik vorstellig werden.
    Ich würde da sehr genaue Diagnostik und dann vor allem qualifizierte Therapie wollen - was von außen schmieren finde ich bei der heftigen Problematik (so wie Du es schilderst) deplatziert / nicht ausreichend.

    Außerdem denke über einen Trainerwechsel / Reflexion Deines Reitens nach, denn da die Problematik anfangs kaum vorhanden war UND das Gelände ja prädestiniert ist (bergauf - bergab) für Muskelaufbau, hätte es eher besser werden / gleich bleiben müssen, anstatt sich in 10 Monaten so massiv zu verschlechtern.
    Da liegt vielleicht in Deiner Art zu Reiten etwas im Argen - oder es ist eine größere pathophysiologische Problematik, was wiederum Klinik für mich bedeuten würde.


    LG, Charly
     
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  3. Magfin

    Magfin Vom Doppelten das Eine

    Bei einem unserer Pferde hieß es auch "lange Kniebänder", als es immer mal wieder weg sackte...

    War dann aber spinale Ataxie... Behandlungen aller Art gaben ihm noch einen letzten Sommer. Als er nur noch seitwärts gehen konnte und nicht mehr zum Wasser ging, kam der Abschied.

    Was ich damit sagen will, ist: nicht alles, was "hinten" passiert, hat auch "hinten" den Ursprung.
     
    ruffian und pjoker gefällt das.
  4. pjoker

    pjoker Bekanntes Mitglied

    Ich täte genauso wie Charly sagt, dass noch einmal in einer Klinik abklären lassen.Weil dein Gelände ist ideal, schlechter sollte das nicht werden.
    Bei meinem war es leider genauso, wie bei Mag, auch spinale Ataxie. Bei ihm verschlechterte sich das Problem trotz Anspritzen allerdings über längere Zeit, ca 2 Jahre vom ersten Mal bis zu jedem Ausritt. Auch ich setzte damals auf unsere Berge.
    Auch Ursachen im Knie müssen nicht nur die Bänder sein. Genauso gut kann das Gelenk einen Schaden haben oder das Problem sogar eine Etage tiefer im Sprunggelenk liegen.
     
  5. Johanna K.

    Johanna K. Neues Mitglied

    Vielen Dank für die vielen Antworten :)

    Zwecks Spezial Klink muss ich mich erkundigen da es bei uns auf dem Land nur eine Klinik gibt die *allgemeine* Probleme behandelt....
    Allerdings arbeitet mein Tierarzt dort und hat eigentlich mit Knie Problemen viel Erfahrung da er zusätzlich noch ein Traber Gestüt betreut bei dem lange kniebänder zum täglichen Problem gehören auch was spritzen usw angeht.

    Zwecks der Reiterei ist es so dass die Stute sehr nervös war als sie anfangs zu mir kam und immer noch teilweise ängstlich und unsicher ist, das spiegelt sich darin dass sie den Kopf hochreißt wie eine Giraffe auch beim reiten, anfangs war das extrem natürlich auch wegen der neuen und fremden Umgebung.
    Mittlerweile bin ich auf einem sehr guten Weg mit ihr Wir machen alle 2 Tage Rücken und Losgelassenheitsübungen um ihr die entspannte Haltung beizubringen.
    Die Vorbesitzerin war viel im Gelände und hat denke ich nicht darauf geachtet sie rund zu reiten und vorwärts abwärts viel ihr extrem schwer. Als ich sie kaufte hatte sie einen Unterhals, leichten durchhängenden Rücken und eine kantige Hinterhand. Mittlerweile hat sie schöne halsmuskeln, eine Runde Hinterhand und ist gut bemuskelt.
    Auch die Physiotherapeutin meinte als sie im Mai da war dass sie sich toll entwickelt hat seit dem letzten Besuch kurz nach dem Kauf.

    Ich glaube wirklich dass es das steile bergauf bergab ist was sie einfach nicht packt. Sie war ja vorher nur im flachen unterwegs. Auf ausreichendes antrainieren habe ich geachtet.

    Wie äußerst sich denn so eine Ataxie noch?
    Und wie läuft das spritzen der Bänder ab?
     
  6. Lorelai

    Lorelai Chaos-Trulla

    Bezüglich Kniebänder spritzen:
    Das hab ich bei ein paar Jungpferden mitbekommen, dass das gemacht wurde. Es wurde vom Tierarzt eine künstliche Entzündung gespritzt sozusagen. Die Pferde mussten dann daraufhin einige Zeit Boxenruhe halten und wurden dann anschließend langsam wieder antrainiert. Dauert halt eine Weile dann, lief aber in den Fällen, wo ich es mitbekommen hab, jedesmal problemlos ab und war dann danach auch gut.

    Ich würd aber wohl auch die Diagnose absichern lassen vorher.
    Normalerweise sollte sich das Problem nämlich mit zunehmender Muskulatur eher verbessern und nicht verschlechtern.
    Vielleicht kann @Sancta auch noch was dazu sagen? Da gabs doch ähnliche Probleme, meine ich.
     
  7. aquarell

    aquarell Inserent

    Mein Thema :-(
    Hatte eine Jungstute mit Knieprobleme. Sie wurde komplett in der Klinik untersucht. Beugeproben, Vortraben, Longieren. Im Anschluß Röntgen der Knie und der HWS. Danach wurde die Therapie besprochen.
    Vorher war mehrfach eine TÄ für manuelle Therapie da, die aber nicht dauerhaft helfen konnte.

    Bei einem erwachsenen Pferd würde ich in jedem Fall die Knie röntgen lassen und eine gute Lahmheitsuntersuchung machen lassen.
     
  8. PAweide

    PAweide Bekanntes Mitglied

    Rückwärts fällt schwer, bis geht gar nicht.
    Der Schweif ist schlaff, durch leichtes Ziehen seitlich kann man das Pferd zum wanken bringen.
    Pferd stolpert häufig, später bis zum hinfallen.

    "Unser" Ataktiker hat vom ersten Sturz bis zu seinem Ende ca 3/4 Jahr, davor war es ein minimales Einsacken der linken Hinterhand, aber auch auf ebener Strecke.

    Da im Stall einer Bekannten grad ein Fall ist : evtl mal an Borreliose denken. Der Kleine wurde erfolgreich therapiert, nachdem er fast noch gelegen hat und unrund gelaufen ist
     
  9. terrorschaf

    terrorschaf Bekanntes Mitglied

    Ich hab einen vierjährigen anspritzen lassen. Klinik, genaue Untersuchung, anspritzen, zwei Wochen Schritt an der Hand, aufbautraining .

    Aber ich schliesse mich an. Bei mehr Muskulatur wird es besser, nicht schlechter.
    Wenn es jetzt mehr ist würde ich etwas anderes vermuten wie kniebãnder.
    Aber irgendwo mit muss man ja anfangen und es gibt auch immer Dinge die nicht ins typische Bild passen. Würde da dem ta vertrauen, das kostet nicht die Welt. Probier es einfach aus. Wenn es nicht hilft kannst du immer noch weiter suchen.
     
    ruffian und PAweide gefällt das.
  10. Sancta

    Sancta Bekanntes Mitglied

    Wir hatten das Problem vor zwei Jahren. Meine Stute hat auch die Kniebänder angeboren zu lang, zusätzlich hatte sie im linken Knie eine Überdehnung + Entzündung. Die Entzündung muss schon lange drin gewesen sein da sie schon leichte Arthrose gebildet hatte. Wir haben erst die Entzündung behandelt, in der Zeit war Boxenruhe angesagt. Als die in Ordnung war ging es an den Muskelaufbau. Wir haben uns erstmal gegen das anspritzen entschieden.
    Die ersten 12 Wochen durften wir nur Schritt laufen, die ersten 8 davon nur auf hartem Boden. Anfangs 5 minütliche Steigerung bis wir am Ende bei 1,5-2h waren. Das gleiche beim Trab, 4 Wochen lang minütlich steigern bevor wir den Galopp dazu nehmen durften. Mit dem Trab durften wir auch leichte Stangenarbeit einbauen. Stangenarbeit und Gelände sind das a und o bei Kniebändern.

    Im akuten Zustand muss man vorsichtig mit bergab sein, das sowie Trab und Rückwärts belastet das Knie am meisten. Je nachdem wie steil es bergab geht und wie der Untergrund ist hat meine heute noch damit zu kämpfen, sie geht dann sehr sehr langsam und bedacht.

    Beim anspritzen sieht das Aufbautraining übrigens genauso aus wie bei uns. Wenn man das nicht nur über die Muskulatur hält muss man das anspritzen regelmäßig alle paar Jahre wiederholen, meines Wissens nach ist das nicht mit 1x getan.
    Wir sind vorher auch viel im Gelände gewesen, trotzdem hatte sie Probleme. Wir mussten einfach einmal gründlich von Null auf Aufbauen.

    Heute konzentriere ich mich nicht mehr zu stark aufs Knie. Ich achte zwar drauf, trainiere aber normal und nach Lust und Laune. Mir ist nur sehr wichtig das sie im Training bleibt, denn baut sie einmal am Knie ab geht die ganze Problematik von vorne los.

    Lass sie einmal schallen und Röntgen, dann weißt du was los ist.
     
    PAweide gefällt das.
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