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zu weicher umgang?

Diskutiere zu weicher umgang? im Pferdeflüsterer Forum; ich bin ja ein sehr flauschiger reiter und suche immer zuerst den grund in falscher körpersprache und falschem umgang von mir bevor ich mein pferd...

  1. AnneB

    AnneB Bekanntes Mitglied

    ich bin ja ein sehr flauschiger reiter und suche immer zuerst den grund in falscher körpersprache und falschem umgang von mir bevor ich mein pferd auch nur strafen würde. nun sehe ich aber wie andere reiter mit umgehen und ihrem pferd wenn es hampelt auch eine klatschen oder mal nen ruck am strick kommt wenns pferd am strick nicht brav mitläuft und parkt oder hüpft oder zerrt oder zieht oder ähnliches.

    nun war meine gerade beim hufschmied und während die anderen pferde brav und anständig standen unterschied sich das sehr von meiner. sie ist eine selbstbewusste pferdepersönlichkeit und die wollte ich auch imemer erhalten und ich denke wir sind da auch sehr gut unterwegs. sie beißt nicht und tritt nicht wirklich nur droht sie manchmal zum beispiel wenn ich mit dem wasserschlacuh oder der sprühflasche komme und dreht mir den hintern zu. ich erkenne dass sie angst davor hat und gehe einen schritt zurück nehme den druck weg und versuche es später mit größerem abstand nochmal. so haben wir schon große fortschritte gemacht ohne mein pferd brechen zu müssen oder strafen zu müssen und ich fand das sehr gut.

    allerdings stehen die pferde die schonmal für rumhampelt oder ähnliches nen schlag gekriegt haben beim hufschmied ruhig trotz gelegentlicher fliegen und trotz selber situation und dergleichen und ich schäme mich dann fast in grund und boden wenn sie dem schmied die beine wegzieht oder sogar droht.

    überhaupt waren auch in meinem alten stall und dem stall davor die reiter immer am sichersten unterwegs bei denen der Ton eben nicht so nett war. dabei waren sie weder ohne ausdruck oder weniger frei sondern sogar freier weil die menschen sie so im griff hatten dass sie gar keine probleme mehr erwarteten und einfach machen konnten ohne neue aufgaben erst in kleine schritte zu unterteilen und zu zerdenken.

    einer der wallache von einer bekannten tat mir immer sehr leid weil sie einen furchtbar unbeherrschten umgang hatte und das tier oft einstecken musste. der war ein ausdruckstarker und dennoch kreuzbraver kerl der überall hin und vorbei ging und sich immer mustergültig benahm. ich hätte der frau gern gewünscht dass der wallach sich mal wehrt oder mal ängstlich wird aber sein verhalten gab ihr recht und das hat mich furchtbar geärgert.
    andere pferde die immer anständig behandelt wurden und fair geritten wurden machten permantent blödsinn und hatten teilweise angewohnheiten und ängste die eher zu einem schlecht behandelten tier gepasst hätten.

    sind viele leute heutzutage zu weich?

    selbst die alten pferdeleute waren hart zu den tieren (und hart zu sich selbst) aber da musste alles klappen und da war keine zeit zu diskutieren obs pferd jetzt durch die pfütze will oder nicht oder stillstehen kann oder nicht.

    tsuldigung für den langen text aber ich hab mich gerade echt in grund und boden geschämt.
     
  2. Farooq

    Farooq Erbsianerin

    wieso? weil dein pferd bisl zappelt?? mein gott, ein guter schmied kann das händeln!

    wir verkloppen unsere pferde auch nicht. ausser es wird gefährlich, dann fliegt schonmal was. sonst nicht! die stehen aber auch brav beim schmied, weil, der kann das selbst händeln. geht auch auf alle 4 individuell ein. da stehen die auch brav. er sagt immer: am besten ist es, der besitzer ist nicht dabei! :)

    evtl versuchst du nächstes mal , dein pferd beidseitig anzuhängen, seit dem wir das mit der schwarzen stute machen, steht die auch wie ne 1! (plus, dass ihre besi nicht mehr dabei ist! :biggrin:)
     
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  3. Bei (m)einem vertrauten Pferd bin ich durchaus zu Kompromissen bereit bei vielen Dingen, aber Drohen oder gar Schlagen oder Beißen wird sanktioniert, egal, ob bei mir oder einem anderen Menschen gezeigt.

    Deshalb glaube ich nicht, mein Pferd gebrochen zu haben. Es kann mich einschätzen und weiß, welches Verhalten unerwünscht ist. Auch ein Ranghöherer in der Herde würde dem anderen Pferd deutlich machen, was nicht geht.
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. Juni 2017
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  4. Frau Horst

    Frau Horst Bekanntes Mitglied

    Entschuldige, aber darfst du auch ein bisschen. :)
    Hufe geben gehört zur absoluten Grunderziehung, finde ich, und sollte sitzen. Natürlich kann ein Pferd mal zappeln, wenn es zerstochen wird. Dafür ist und bleibt es eben ein Tier. Aber drohen ist ein ganz anderes Kaliber.

    Man muss sein Pferd aber nicht prügeln und brechen, Konsequenz reicht aus.
    Sensible Pferde kann und sollte man mit kleinsten Hilfen erziehen. Zu harte Maßnahmen sind da völlig übertrieben und schädlich. Solche Pferde folgen oft auch gern und brauchen nur jemanden, der sicher vorausgeht, sowohl metaphorisch als auch buchstäblich.
    Stumpfere, selbstbewusstere Pferde hören vielleicht nicht so leicht und brauchen einen Puff in die Rippen oder ein lauteres Wort. Die vertragen das dann aber auch gut, haben sie ja die leisen Worte vorher mit Absicht überhört.

    Und wie du schon selbst festgestellt hast, ein klares Verhältnis schadet nicht, im Gegenteil, ein sicherer Reiter, der weiß, was er will, ist für das Pferd vertrauenswürdig, dem kann man folgen. Ein Mensch, der immer nachgibt, dem folgt man nicht. Wohin auch, er haut ja immer ab und fragt das Pferd, was zu tun ist.

    Und ein Pferd macht nichts mit Absicht falsch oder richtig. Es macht, was es soll, wenn man es ihm deutlich und verständlich sagt. Es macht, was es will, wenn man nicht deutlich oder unverständlich ist.
    Was das im Einzelfall bedeutet, ob nur ein sanfter Zug am Strick oder doch der Fuß im Hintern sein muss, das muss man als Mensch eben dem Pferd, seinem Gemüt und der Situation anpassen.
     
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  5. espe

    espe Inserent

    Kommt auf die Situation an.
    Ich kann bei meiner ja unterscheiden ob sie grade was macht (oder nicht macht) weil sie Angst hat oder ob sie keine Lust hat. Und wenn man 100 Mal brav beim Hufschmied steht und beim 101. Mal geht's dann plötzlich nicht weil man grade lustig ist, dann gibt's auch mal einen Klaps, damit sich das Tier wieder an seine gute Erziehung erinnert.
    Anders bei Sprühflaschen: Fand sie noch nie lustig, weiß ich. Manchmal kappt's, manchmal nicht. Da gibt's aber NIE eine Strafe, da ich ja weiß, dass das ein Problem ist.
    Ich gucke mir mein Pferd einfach genau an und entscheide dann.

    Deswegen würde ich mich selbst weder als "hart" noch als "weich" bezeichnen. Kommt halt drauf an.
     
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  6. Lynne

    Lynne Bekanntes Mitglied

    Natürlich kann ein guter Schmied das Händeln. Aber wenn da an einem Tag 20 Pferde in seinen Gelenken Rum reissen, ist der bestimmt nicht hoch erfreut!

    Meine hat beim Schmied und beim TA zu stehen bis ich ihr was anderes erzähle.
    Jeder der mich kennt, weiß das ich mein Pferd mag und nicht drauf rum prügeln werde, dennoch ist die erzogen.




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  7. Barrie

    Barrie Inserent

    Bei mir ist es wie bei sokrates.
    Barrie
     
  8. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    wichtig ist, dass man erkennen kann, WARUM das pferd das gerade verkehrt macht.

    weil es:
    • angst hat
    • nicht versteht, as der reiter bzw führer meint
    • es nicht KANN
    • es grade freche minuten hat, zb wegen ablenkung
    • der es reitet/führt gar nicht mitteilt, was das pferd eigentlich tun soll, es müsst es also "riechen"
    • der reiter fasche hilfen gibt er aber denkt er gibt richtige
    • das pferd über einen längeren zeitraum zuvor gelernt hat, korrekte hilfen zu ignorieren und auf die falschen zu warten
    • krank ist
    • eine falsche ausrüstung hat
    bei einem kleinen teil würde ich hauen. bei den meisten anderen würde ich es als fehler empfinden.

    man ist dann ein guter reit- und pferdemensch, wenn diese situationen sehr selten sind.
     
  9. sarah2010

    sarah2010 Bekanntes Mitglied

    Also gerade beim Arsch zu drehen werde ich motzig. Man muss ja nicht drauf hauen, damit die merken, dass das gerade falsch ist. Aber bei sowas wird bei mir gemotzt.
     
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  10. Frau Horst

    Frau Horst Bekanntes Mitglied

    Ich fahre ja sporadisch bei meinem zum Aufhalten mit. Wenn du dich bei 50 Pferden am Tag beim letzten dann pro Huf 10 mal bücken musst, weil es den ständig wegreißt, dein Rücken den Geist aufgibt, weil der Gaul sich draufstemmt, alles vom Bein bis zur Hüfte blau ist und brennt, weil das Pferd dich hin und herzieht, dann siehst du das ganz anders, das schwöre ich dir! Wenn man daneben steht und zuguckt, und selbst wenn man nur seine eigenen paar Pferde etwas mithilft, wirkt das wohl wesentlich leichter.

    Und nein, 50 ist nicht übertrieben. Das meiste war mal 98, glaube ich. 196 Hufe aufheben. Und die stehen auch gern schlecht. Wenn mir danach dann jemand erzählt, ist ja nicht so schlimm, das bisschen zappeln, die Kraft für 1-2 blaue Augen könnte ich dann sicher auch noch mobilisieren. :biggrin:
     
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